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Super Bowl 2026: Darum haben die Seattle Seahawks den Titel verdient - Kommentar
- Aktualisiert: 09.02.2026
- 12:51 Uhr
- Marcus Giebel
Die Seattle Seahawks lassen die New England Patriots im Super Bowl LX vom ersten Drive an verzweifeln. Das Spiel der Spiele unterstreicht einmal mehr, wer das beste Team in dieser Saison war. Ein Kommentar.
Von Marcus Giebel
Der Super Bowl LX war über mindestens drei Viertel lang alles andere als ein Leckerbissen. Und dennoch gelang es den Seattle Seahawks auf dem Weg zum 29:13 über die New England Patriots frühzeitig, die Weichen auf Championship zu stellen.
Lange dominierte die Defense, ließ den Gegner kaum einmal ins eigene Territorium vorstoßen. Die Offense hielt vor allem Kenneth Walker am Leben, der nicht nur 161 Yards über den Boden und durch die Luft lieferte, sondern auch die MVP-Trophäe mit nach Hause nahm.
Die Wahl war mindestens so verdient wie der Titelgewinn der Seahawks. Denn darüber kann es keine zwei Meinungen geben: Das beste Team dieser NFL-Saison hat die Vince Lombardi Trophy gewonnen.
Die Defense war ohnehin über jeden Zweifel erhaben, führte diverse Statistiken an. Auf der anderen Seite des Balles fanden Sam Darnold, der seine Cinderella-Story krönte, und Jaxon Smith-Njigba schnell zusammen und waren kaum zu stoppen. Dazu stießen Walker und Zach Charbonnet immer wieder durch Lücken in den D-Lines.
Selbst der Kreuzbandriss von Letzterem fiel am Ende kaum ins Gewicht. Was wiederum unterstrich, dass das Team von Head Coach Mike Macdonald allen Widrigkeiten zu trotzen wusste. Wie schon zu Beginn der denkwürdigen Saison, die mit einem 13:17 gegen die San Francisco 49ers startete. Es blieb die deutlichste Niederlage, die beiden weiteren endeten mit drei respektive zwei Punkten Rückstand.
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Was zeigt: Die Seahawks waren auch in jedem dieser Spiele nah dran an einem Sieg. Als es darauf ankam, reihten sie ohnehin Erfolg an Erfolg. Die letzten zehn Spiele der Saison gewannen sie. Darunter war der Comeback-Triumph über die Los Angeles Rams, als Macdonald in der Overtime alles auf eine Karte setzte und Darnold per Two-Point-Conversion das 38:37 besorgte.
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In den Playoffs waren letztlich ebenfalls nur die Rams mit den Seahawks auf Augenhöhe unterwegs, mussten sich in einem Offensivspektakel aber erneut knapp geschlagen geben, mit 27:31. Die verletzungsgeplagten 49ers wurden dagegen beim 6:41 regelrecht überrannt.
Und auch den Patriots erging es nun nicht viel besser. Zwischenzeitlich sah es sogar danach aus, als könnte das Team von Head Coach Mike Vrabel der erste Super-Bowl-Teilnehmer werden, der punktlos vom Platz schleichen muss.
Während New England bei seiner wundersamen Wiederauferstehung nach zwei Jahren in den Niederungen der AFC East auf dem Weg nach Santa Clara auch vom leichten Spielplan profitierte, mussten sich die Seahawks nicht nur während der Regular Season mit den besten Teams messen. Schon Platz eins in der zur NFC Best mutierten NFC West war Schwerstarbeit.
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