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DFB-Pokal

DFB-Pokal: Florian Wirtz fehlt Bayer Leverkusen an allen Ecken und Enden - ein Kommentar

  • Aktualisiert: 03.04.2025
  • 11:25 Uhr
  • Oliver Jensen

Das Pokal-Aus gegen Arminia Bielefeld war für Bayer Leverkusen ein Debakel und zeigt, dass die Mannschaft ohne Florian Wirtz nur halb so gut ist.

von Oliver Jensen,

Eigentlich hätte Bayer Leverkusen gewarnt sein müssen. Arminia Bielefeld hatte in der laufenden Pokal-Saison mit Union Berlin, dem SC Freiburg und Werder Bremen bereits drei Bundesligisten aus dem Wettbewerb gekegelt. Und doch traten sie wie eine Mannschaft auf, die einen mühelosen Sieg erwartet hatte - und verloren mit 1:2.

Keine Leidenschaft, keine Einsatzbereitschaft - und kaum Torchancen. Aus dem Spiel heraus bekamen sie lediglich eine größere Tormöglichkeit zustande. Ansonsten waren Standards das einzige Mittel.

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Das Wichtigste in Kürze

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Kombinationsfußball? Fehlanzeige! Gefühlt bestand der einzige Plan darin, den Ball irgendwie in die gegnerische Hälfte zu schlagen und den Mitspielern viel Glück zu wünschen.

Es fehlte ein Spieler, der Ideen und Kreativität mitbringt. Kurzum: Es fehlte Florian Wirtz. Ohne ihren besten Mann ist Bayer Leverkusen momentan keine Top-Mannschaft.

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Drei Niederlagen aus fünf Spielen seit Wirtz-Verletzung

Wirtz zog sich am 8. März im Bundesligaspiel gegen Werder Bremen eine schwerwiegende Innenbandverletzung zu. Das Spiel ging mit 0:2 verloren. Diese Partie mit eingerechnet, gab es in den fünf Spielen seit der Wirtz-Verletzung drei Niederlagen.

Bereits zuvor war festzustellen, dass die Leverkusener ohne ihren Unterschiedsspieler nur halb so gut sind.

Zur Erinnerung: Eine Woche vor dem Bundesliga-Topspiel gegen Bayern München im Februar kam Trainer Xabi Alonso auswärts gegen den VfL Wolfsburg auf die zweifelhafte Idee, Wirtz erst nach 60 Minuten ins Spiel zu bringen. Erst nach dieser Einwechslung funktionierte die Offensive von Leverkusen. Doch es war zu spät: Die Werkself kam nicht über ein 0:0 hinaus.

Die Chance auf die Meisterschaft sank dadurch rapide.

Der DFB-Pokal bot die Möglichkeit, die Saison dennoch mit einem Titelgewinn zu retten. Doch diese Gelegenheit wurde in Bielefeld leichtfertig weggeworfen.

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Die eigentliche Sensation: Bielefeld gewinnt völlig verdient

Die Besonderheit: Es war keine typische Pokal-Sensation, bei der der unterklassige Verein 90 Minuten ein Defensiv-Bollwerk auffährt und vorne irgendwie einen Glückstreffer erzielt.

Die Arminia gewann - und das ist ein Armutszeugnis für einen aktuellen Double-Sieger - weil sie die bessere Mannschaft war. Dies unterstreicht nicht zuletzt der Expected-Goals-Wert von 1,43 zu 0,95 zugunsten des Drittligisten.

Die Folgen dieser Niederlage sind noch nicht absehbar. Nicht auszuschließen, dass Wirtz nach diesem Debakel noch einmal seine Zukunft überdenkt. Für Leverkusen wäre das eine Katastrophe.

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