Olympia
Olympia: Update zu Lindsey Vonn nach Horrorsturz - zweite Operation nötig
- Aktualisiert: 09.02.2026
- 12:30 Uhr
- ran.de/SID
Die mit einem Kreuzbandriss gestartete Lindsey Vonn stürzte bei der Abfahrt in Cortina d'Ampezzo schwer und sorgt für Entsetzen. Hier findet ihr alle News zur US-Amerikanerin.
Für Lindsey Vonn ist der Traum von einer Olympia-Medaille nach nur 13 Sekunden geplatzt. Die US-Amerikanerin stürzte bei der Abfahrt in Cortina d'Ampezzo am Sonntag an der ersten kritischen Stelle schwer.
Vonn, die auf der Olimpia delle Tofane mit einem Kreuzbandriss an den Start gegangen war, schrie, blieb im Schnee liegen und musste nach gut 15 Minuten Behandlung per Hubschrauber abtransportiert werden.
ran zeigt die neuesten News rund um Lindsey Vonn im Ticker.
+++ 9. Februar, 12:24 Uhr: Zweite OP für Lindsey Vonn +++
Das Krankenhaus in Treviso veröffentlichte eine Erklärung, in der von zwei Operationen die Rede ist.
Nachdem eine sofortige OP am Sonntag durchgeführt wurde, heißt es darin, dass eine zweite OP "Komplikationen durch Schwellungen und Durchblutungsstörungen vorbeugen" soll.
Wie "Reuters" berichtet, wurde dieser Eingriff am Montagvormittag bereits durchgeführt, um das gebrochene Bein weiter zu stabilisieren.
+++ 9. Februar, 10:23 Uhr: Kamera-Team für Doku in Mailand dabei +++
Die 41-Jährige wurde bei Olympia von zwei Kamera-Teams begleitet. Dabei handelte es sich um "ESPN" und "Disney+". Die US-Sender hatten Vonn in den vergangenen Wochen bereits begleitet.
Konkret ging es bei den Dreharbeiten um die Doku-Reihe "On the Edge: World Cup Ski Racing". Neben Vonn stehen dort auch ihre Teamkollegen Mikaela Shiffrin, Marco Odermatt, Lucas Pinheiro Braathen und Camille Rast im Rampenlicht.
Die Olympischen Spiele sollten die Krönung eines beeindruckenden Comebacks der 2019 zurückgetretenen Vonn werden. Daher sollte es auch in der Serie einen emotionalen Höhepunkt bei Olympia geben.
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+++ 8. Februar, 21:06 Uhr: Vonn-Diagnose da - Behandlung auf der Intensivstation +++
Am Sonntagabend gab es dann auch die Diagnose: Vonn hat bei ihrem schweren Sturz einen Bruch des linken Beins erlitten und ist bereits operiert worden.
Dies gab das Krankenhaus in Treviso, in dem der Eingriff stattfand, in einer von italienischen Medien verbreiteten Erklärung bekannt.
"Am Nachmittag wurde Frau Vonn orthopädisch operiert, um einen Bruch ihres linken Beins zu stabilisieren", erklärte das Krankenhaus Ca’ Foncello in Treviso.
Laut "Reuters" liegt die Amerikanerin dort auf der Intensivstation. Demnach aber nicht, weil ihr Zustand kritisch ist, sondern um die Privatsphäre der Profisportlerin. Das ist ein gängiges Prozedere bei berühmten Patienten.
+++ 8. Februar, 12:58 Uhr: Neureuther nach Vonn-Sturz völlig fertig +++
Die 41-Jährige war vom Start weg Risiko gegangen und wählte früh eine enge Linie. Mit einem Arm blieb sie dann am Tor hängen, kam so aus der Balance und krachte in Seitenlage aus der Luft auf die Piste.
Helfer eilten herbei, das Rennen war minutenlang unterbrochen, immer wieder waren schmerzerfüllte Schreie der Sportlerin über die TV-Mikrofone zu hören. Im Zielraum herrschte gespenstische Stille.
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"Um Gottes Willen. Ach, Scheiße. Entschuldigung, dass ich das sage", reagierte "ARD"-Experte Felix Neureuther entsetzt. Als die ersten Schreie der 41-Jährigen zu hören waren, konnte er die Situation nicht mehr ertragen: "Ach kommt, geht bitte nicht da drauf mit der Kamera. Bitte den Ton weg.”
Und weiter: "Tut doch den Ton weg. Ich nehme den Kopfhörer jetzt runter. Das ist unerträglich."
Auch Kommentator Bernd Schmelzer wurde alles zu viel, der Journalist kritisierte sogar die TV-Regisseure. "Ich muss das jetzt auch nicht dreimal sehen, ehrlich gesagt. Ich habe da eine andere Vorstellung von Empathie als die Regisseure teilweise. Das muss man nicht zeigen. Ich brauche das nicht."
Neureuther, der wie Vonn 1984 geboren wurde und sie seit Jugendzeiten kennt, war ob der Ereignisse hörbar angefasst. "Ich weiß gar nicht, wie ich jetzt wieder normal auf das Rennen gehen soll. Das schaffe ich jetzt nicht", sagte er beim Anflug des Hubschraubers
Shiffrin und Aicher entsetzt
Auch bei den Athletinnen war das Entsetzen groß. Die nicht in der Abfahrt startende Mikaela Shiffrin postete mehrere Emojis, darunter ein gebrochenes Herz und betende Hände.
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Emma Aicher, die mit Silber für die erste deutsche Medaille bei den Spielen sorgte, konnte die Bilder ebenfalls nicht ertragen. "Ich habe gleich weggeschaut. Ich weiß also gar nicht, was passiert ist. Ich hoffe, dass es nichts allzu Schlimmes ist und es ihr gut geht. Gute Besserung", sagte sie im "ZDF"-Interview.
Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg sagte derweil bei "Eurosport": "Der Sturz sah fürchterlich aus. Wir wussten alle, dass es heute nur zwei Möglichkeiten für sie gab - alles riskieren, dann zu stürzen - oder eben eine Medaille zu holen. Lasst uns die Daumen drücken, dass es nicht allzu schlimm ist."
Vonn trat mit Kreuzbandriss an
Vonn hatte bei einem Sturz bei der Weltcup-Abfahrt am vergangenen Freitag in Crans-Montana einen Kreuzbandriss im linken Knie und Knochenprellungen erlitten. Auch ihr Meniskus war lädiert.
Vonn wollte ihren Olympia-Traum aber nicht aufgeben und in Cortina, wo sie im Weltcup mit zwölf Erfolgen Rekordsiegerin ist, ihr famoses Comeback mit ihrer zweiten Goldmedaille bei einer Olympia-Abfahrt nach 2010 krönen.
Übrigens: Lindsey Vonn war nicht die einzige Athletin, die schwer stürzte und abtransportiert werden musste. Auch die aus Andorra stammende Cande Moreno Becerra kam im Tofanaschuss zu Fall, blieb auf der Piste liegen und wurde nach einer langen Behandlungspause via Helikopter weggeflogen.