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NFL - Aaron Rodgers sollte bei den Pittsburgh Steelers noch eine Saison dranhängen - ein Kommentar
- Aktualisiert: 13.01.2026
- 14:16 Uhr
- Kevin Obermaier
Die bittere Playoff-Niederlage der Pittsburgh Steelers gegen die Houston Texans darf nicht das letzte NFL-Spiel von Aaron Rodgers gewesen sein. Der Quarterback und die Franchise sollten - aus sportlichen Gründen - noch eine Saison zusammenarbeiten. Ein Kommentar.
Hände in den Taschen. Blick in die Ferne. Langsame Schritte.
Aaron Rodgers' Abgang nach der brutalen 6:30-Niederlage seiner Pittsburgh Steelers gegen die Houston Texans in der Wild Card Round hatte etwas Endgültiges.
In den Katakomben eine Umarmung mit seinem langjährigen Weggefährten Marquez Valdes-Scantling, wie 2022 mit Randall Cobb. Nach seinem letzten Spiel für die Green Bay Packers.
Keine Worte. Stille.
Ganz anders als zuvor auf dem Feld, als der 42-Jährige haderte, fluchte, schrie. Sich ärgerte, über seine Mitspieler und sich selbst. Über fallengelassene Bälle, schlechte Routen, über seinen Fumble, der zur Vorentscheidung führte.
Über seinen Pick Six. Das letzte Play seines gebrauchten Abends. Sein vielleicht letztes Play jemals auf einem NFL-Spielfeld.
Aber: Soll es so wirklich enden? Darf es so wirklich enden?
Nein. So nicht.
Nicht (nur), weil ein Pick Six ein unwürdiges Ende für Rodgers' Hall-of-Fame-Karriere wäre. Sondern weil der Routinier gezeigt hat, dass er es immer noch kann.
Aaron Rodgers gibt den Pittsburgh Steelers das, was sie brauchen
Zugegeben: nicht an diesem Abend. 50 Prozent Passquote, 146 Yards, ein Passer Rating von 50,8 und besagte Interception - das hat Rodgers schon viel, viel besser gemacht.
Seine Statistiken in der Regular Season sprechen indes eine andere Sprache: 24 Touchdowns bei nur sieben Picks, über 3.300 Yards, über 65 Prozent angekommene Pässe und ein Rating von fast 95.
Der Routinier brachte den Steelers genau das, was sie lange Zeit nicht hatten und so verzweifelt suchten: Verlässlichkeit auf der Quarterback-Position.
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Nicht umsonst rief ihm Head Coach Mike Tomlin Rodgers nach dem Sieg in Week 18 gegen die Baltimore Ravens zu: "Danke, dass du gekommen bist!"
Momente zuvor hatte der Spielmacher den Playoff-Einzug mit einem perfekten Pass auf Wide Receiver Calvin Austin klargemacht – und gezeigt, dass er auch noch immer in den entscheidenden Momenten den Unterschied machen kann. Stichwort "clutch".
Pittsburgh Steelers brauchen Veränderung - aber nicht beim Quarterback
Pittsburgh sollte also alles daran setzen, Rodgers ein weiteres Jahr unter Vertrag zu nehmen – wenn der denn möchte. Auf der Pressekonferenz nach dem Playoff-Aus gab der 42-Jährige an, "keine Entscheidung aus der Emotion heraus" treffen zu wollen. "A-Rod" werde sich, wie schon im vergangenen Jahr, dafür ausreichend Zeit nehmen.
Aber wenn Rodgers glaubt, dass sein Körper eine weitere NFL-Saison zulässt, er auch 2026 den Pass Rushern vielleicht nicht davonlaufen, aber zumindest lang genug entkommen kann, warum sollte er nicht zurückkehren?
Denn die Steelers haben angedeutet, zu was sie fähig sind, wenn alle Rädchen ineinandergreifen. Wenn das Playcalling nicht zu eindimensional ist. Wenn die bestbezahlte Defense der Liga auch wirklich ihrem Gehalt entsprechend spielt.
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Veränderungen braucht die Franchise trotzdem. Verstärkungen in der O-Line und bei den Receivern, ganz sicher. Einen neuen Coach, vielleicht.
Zieht Pittsburgh die richtigen Schlüsse, könnte 2026 nicht nur eine weitere Saison mit Rodgers werden, sondern Rodgers' Saiso und es vielleicht mit dem ersten Playoff-Sieg der Steelers seit 2016 klappen.
Zumindest aber könnte Rodgers' Abgang ein schönerer werden.