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NFL - Bad Bunny im Super Bowl: Warum verteidigt die Liga ihre Entscheidung zur Halftime Show?
- Veröffentlicht: 02.02.2026
- 11:53 Uhr
- Andreas Reiners
Bad Bunny tritt in der Halftime Show von Super Bowl LX auf. Das sorgte für viel Kritik, auch von der US-Regierung. Die NFL ist von dem Plan trotzdem nicht abgerückt. Das hat einem Bericht zufolge gute Gründe.
Die Kritik war riesig. Sie ist immer noch groß.
US-Präsident Donald Trump fand es "absolut lächerlich", dass Bad Bunny bei der Halftime Show von Super Bowl LX der Topact ist. "Ich habe noch nie von ihm gehört", sagte Trump.
Auch aus seinem Umfeld gab es Unmutsbekundungen, dass der puertoricanische Superstar, der gerade erst drei Grammys gewann, in der Nacht von Sonntag auf Montag während der Halbzeit des Spiels zwischen den New England Patriots und den Seattle Seahawks die große Showbühne betritt.
Interessant dabei: Die NFL knickte trotz des prominenten Gegenwinds nicht ein. Das war bei den Hymnenprotesten um Colin Kaepernick während der ersten Amtszeit Trumps noch anders.
Die neue Herangehensweise hat wohl vor allem mit Geld zu tun, wie "ESPN" berichtet.
Super Bowl: Wachstum der lateinamerikanischen Fanbasis
Denn die Entscheidung, Bad Bunny performen zu lassen, soll das Wachstum der internationalen und insbesondere der lateinamerikanischen Fanbasis der NFL sicherstellen, gerne auch beschleunigen.
Es gab demnach wohl auch Bedenken innerhalb der Liga, doch irgendwann habe sich das Blatt gewendet. "Und dann waren, glaube ich, alle irgendwann an dem Punkt: Okay, wir ziehen das jetzt mit, weil das Ziel die globale Reichweite ist", sagte ein anonymer Teammanager: "Und dieser Typ hat eine enorme globale Reichweite."
Und global denkt auch die NFL schon seit längerer Zeit.
Sieben Spiele fanden in der aktuellen Saison in fünf internationalen Städten statt: Neben Berlin waren das auch Sao Paulo, Dublin, London und Madrid.
NFL - Head Coaches und Coordinators 2026: Todd Monken steigt zum Head Coach auf
Australien soll 2026 hinzukommen. Eine Vision von NFL-Commissioner Roger Goodell: Jedes Team soll künftig jedes Jahr ein Spiel im Ausland bestreiten.
Die Liga strebt nach Wachstum. Und die lateinamerikanische Fanbasis genießt eine besondere Aufmerksamkeit. "Das ist eine Gemeinschaft von mehr als 70 Millionen Menschen hier in den USA … deshalb war es für uns extrem wichtig, relevant zu sein", sagte Marissa Solis, Senior Vice President Global Brand & Consumer Marketing der NFL, bei "ESPN".
Und der Entertainment- und Markenstratege Javier Farfan, der die NFL bei der Halftime Show 2020 von Shakira und Jennifer Lopez unterstützte und weiter als Berater an Bord ist, meinte: "Die Leute sehen das vielleicht nicht, aber für die breitere globale und lateinamerikanische Community ist das ein 'Wow, die NFL versteht mich'", meinte er zur Show der beiden Pop-Diven: "Und jetzt sehen sie Bad Bunny – und denken: 'Wow, sie verstehen mich wirklich.'"
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Super Bowl: Donald Trump ist nicht vor Ort
Trump versteht es hingegen weiterhin nicht.
Er sagte der "New York Post", dass er den Super Bowl in Santa Clara nicht besuchen werde, weil dieser "zu weit weg" sei. Und zu Bad Bunny und Green Day, die vor dem Kickoff auftreten sollen, erklärte er: "Ich bin gegen sie. Das Einzige, was das bewirkt, ist Hass zu säen."