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NFL: Drake Maye wäre die richtige Wahl für den MVP-Award 2026 gewesen - ein Kommentar
- Aktualisiert: 06.02.2026
- 12:59 Uhr
- Kai Esser
Drake Maye ist bei der Wahl zum MVP leer ausgegangen. Matthew Stafford hat sich die Auszeichnung haarscharf geholt. Dabei fühlt sich die Wahl irgendwie nicht ganz richtig an. Ein Kommentar.
Von Kai Esser
Als Matthew Stafford von den Los Angeles Rams Anfang Januar bereits zum All-Pro vor Drake Maye ernannt wurde, konnte man es sich schon beinahe denken.
Jetzt ist es offiziell: Stafford gewinnt die Auszeichnung des Most Valuable Player der NFL. Auch, wenn die Entscheidung so knapp war wie zuletzt vor über 20 Jahren.
Doch irgendwie hat diese Wahl einen faden Beigeschmack. Es fühlt sich an, als hätten manche der Stimmberechtigten mehr eine Karriereauszeichnung als eine Saisonauszeichnung vergeben. Mit Blick auf die Zahlen kann nämlich eigentlich nur einer der MVP sein: Drake Maye.
NFL MVP: Nahezu jede Metrik spricht für Drake Maye
Geht man nach den oberflächlichsten aller Zahlen, dann ist die Wahl logisch. Stafford hat die meisten Passing Touchdowns und die meisten Passing Yards. Im Jahr 2026 jedoch auf Statistiken zu setzen, die man anhäufen kann, ist aus der Zeit gefallen.
Denn in den meisten Statistiken, die sich um Zahlen pro Wurf oder pro Play drehen, liegt der Quarterback der New England Patriots vorne: Maye führt die Liga in Passgenauigkeit, Passer Rating, Quarterback Rating, Yards pro Pass, Completion Percentage over Expected und Expected Points added an.
Richtig gelesen - er ist nicht nur vor Stafford, der in manchen dieser Statistiken weit abgeschlagen ist, sondern Nummer eins der Liga.
Hinzu kommt auch noch Mayes Gefahr als Läufer, die bei Stafford de facto nichtig ist. Maye kommt auf 450 Rushing Yards sowie vier Touchdowns, Stafford auf einen einzigen Rushing Yard.
Ja, die Patriots hatten den einfachsten Spielplan der NFL. Ja, sie haben in der Regular Season nur ein Team mit positiver Bilanz geschlagen.
Allerdings: Hätte es etwas an der Qualität von Maye oder den Patriots geändert, wenn die Baltimore Ravens, Atlanta Falcons, Tampa Bay Buccaneers und Carolina Panthers ein enges Spiel gewonnen hätten, was sie am Ende verloren haben, um "über .500" zu sein? Wohl kaum. Das Argument ergibt schlichtweg wenig Sinn.
Los Angeles Rams: Stafford war nicht einmal der MVP seines eigenen Teams
Zudem verschwimmt durch die Wahl die Bezeichnung "most valuable" - also "am wertvollsten" - etwas. Würde man 100 Leute befragen, wer der wertvollste Spieler der Patriots ist, würden 100 auf Maye kommen. Alle anderen Antworten würden keinen Sinn ergeben.
Und bei den Rams? Es gäbe wohl eine nicht zu verachtende Menge, die statt Stafford Wide Receiver Puka Nacua nennen würden. Der All-Pro schien in manchen Spielen die einzige Anspielstation von Stafford und war fast immer offen.
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Apropos All-Pro: Während Stafford auf eben jenen All-Pro werfen durfte, während er hinter einer der besten Offensive Lines der Liga steht, hat Maye nicht einen einzigen All-Pro - geschweige denn Pro Bowler - in seiner Offense.
Nicht falsch verstehen: Matthew Stafford hat die Auszeichnung verdient, nachdem er eine unglaubliche Saison gespielt hat.
Nur hat Maye die Auszeichnung Most Valuable Player noch ein kleines Stück mehr verdient.