American Football
NFL: Kansas City Chiefs wollen es nochmal wissen - zurück zur dominanten Offense um Patrick Mahomes - ein Kommentar
- Veröffentlicht: 10.03.2026
- 20:26 Uhr
- Andreas Reiners
Die Kansas City Chiefs wollen zurück zu einer dominanten Offense. Der Anfang ist in der Free Agency gemacht. Ein Kommentar.
Travis Kelce machte gleich zwei Ansagen auf einmal. Doppelt hält eben besser.
Erst die offizielle Rückkehr zu den Kansas City Chiefs, bevor die Gerüchte richtig Fahrt aufnehmen konnten. Und dann das verbale Nachspiel.
Um nochmal klarzustellen, dass der 36-Jährige nicht weitermacht, um sich die Taschen noch ein bisschen zu füllen.
"Ich greife noch einmal an und die Chiefs stellen ebenfalls gerade die Weichen", sagte Kelce in "The Pat McAfee Show". Die Weichen für einen weiteren Anlauf in der NFL auf den Super Bowl, nachdem der letzte kläglich gescheitert war.
Travis Kelce: Kansas City Chiefs waren die beste Option
"Ich glaube, meine beste Option war es, noch einmal für die Chiefs zu spielen und das Ganze erneut anzugehen, zusammen mit Quarterback Pat Mahomes, Head Coach Andy Reid und jetzt auch wieder mit meinem Mann Eric Bieniemy als Offensive Coordinator", sagte Kelce. "In Kansas City gibt es einfach viele Puzzleteile, die ich absolut liebe. Und ich kann es kaum erwarten, wieder ins Gebäude zurückzukehren und mit ihnen zu arbeiten."
Nun wäre es natürlich überraschend, wenn Kelce nicht angefixt wäre, seine 14. Saison mit den Chiefs zu verargumentiert.
Doch seine eigene Personalie, die Rückkehr von Bieniemy und die Verpflichtung von Super-Bowl-MVP Kenneth Walker III zeigen: Die Chiefs wollen es noch einmal wissen.
Mit Kelce haben sie einen positiv Verrückten zurückgeholt, der zwar bald 37 wird, aber zum einen noch ganz gute Zahlen liefern kann und zum anderen als Führungsspieler für den Locker Room unbezahlbar ist. Gut möglich, dass es genau diese eine Saison ist, die er noch im Tank hat.
Im März hat man lediglich ein Gefühl, wenn Teams zusammengestellt werden. Doch das Puzzleteil Kelce passt, sowohl sportlich als auch menschlich.
Auch weil er die Offense stabilisiert und sich mit Quarterback-Superstar Patrick Mahomes blind versteht. Was dem Spielmacher helfen wird, wenn er nach seiner schweren Knieverletzung in Week 1 wieder auf dem Platz stehen will.
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Kansas City Chiefs: Walker hebt Laufspiel auf neues Niveau
Bei Bieniemy gibt es keine Garantie, dass es bei einem Comeback nahtlos so weitergeht wie vor der Trennung. Doch die Chancen stehen gut, weil er keine große Eingewöhnungszeit benötigt.
Und in Kombination mit der Verpflichtung von Running Back Walker zeigt sich auch: Die Chiefs wollen wieder in dem Mannschaftsteil dominant werden, der sie in den vergangenen Jahren regelmäßig in den Super Bowl getragen hat: in der Offense. Die war 2025 mit ein Grund für die enttäuschende 6:11-Bilanz.
Gleichzeitig wird Mahomes durch Walker unterstützt, muss so theoretisch weniger am Boden riskieren und kann das Passspiel zelebrieren.
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Kansas City Chiefs: Weniger Druck für Patrick Mahomes
Der Spielmacher muss nicht mehr die ganze Last der Offense tragen und damit auch nicht mehr den Druck, dass alles an ihm hängt. Dass man selbst weniger ausrechenbar wird, weil man endlich ein Laufspiel hat, ist im Idealfall eine weitere logische Folge.
Keine Frage: Probleme werden nicht mit ein paar Moves in den ersten Tagen der Free Agency gelöst. Die Offseason ist lang und der Draft wartet auch noch.
Dort haben die Chiefs mit neun Picks - davon zwei in Runde eins an den Positionen neun und 29 - allerdings weitere gute Möglichkeiten, ihre Needs anzugehen.
Klar ist aber, dass man früh in der Free Agency Ausrufezeichen setzen kann. Mit Kelce und Walker sind den Chiefs gleich zwei gelungen.
Doppelt hält eben besser.