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NFL: Moore-Trade reicht nicht - Buffalo Bills müssen noch mehr für Josh Allen tun - Kommentar
- Veröffentlicht: 05.03.2026
- 22:51 Uhr
- Christian Stüwe
Die Buffalo Bills holen mit D.J. Moore den dringend benötigten Receiver für ihren Quarterback. Das kann sehr gut funktionieren. Dennoch sollten die Bills weiterhin die Augen nach Verstärkungen offenhalten sollten. Ein Kommentar.
Am Donnerstagabend deutscher Zeit wurde der nächste spektakuläre Trade der NFL-Offseason bekannt: Die Chicago Bears schicken Receiver D.J. Moore zusammen mit einem Fünftrundenpick nach Buffalo. Im Gegenzug erhalten die Bears einen Zweitrundenpick.
Die Bills schließen damit die größte Lücke in ihrem Roster. Moore soll der neue Nummer-eins-Receiver sein und Superstar-Quarterback Josh Allen entlasten. Das kann funktionieren - muss es aber nicht.
Denn der Trade ist in gewisser Weise eine Wette.
Die Bills setzen darauf, dass Moore in Buffalo an alte Zeiten anknüpfen kann. Zwischen 2019 und 2021 fing der mittlerweile 28-Jährige bei den Carolina Panthers in drei Spielzeiten hintereinander Pässe für mehr als 1.100 Yards – die Statistiken eines echten Superstars.
D.J. Moore: Die Brady-Connection als Erfolgsformel?
Der damalige Offensive Coordinator der Panthers war Joe Brady, der mittlerweile Head Coach in Buffalo ist. Die Hoffnung ist also berechtigt, dass Moore in Bradys System wieder aufblüht und genau der Unterschiedsspieler wird, den die Bills so schmerzlich vermissen.
Garantiert ist das jedoch nicht. In Chicago zeigte die Formkurve von Moore zuletzt nämlich deutlich nach unten. Vor allem die vergangene Saison verlief enttäuschend: Obwohl der Ballfänger in allen 17 Spielen auf dem Feld stand, kam er nicht über 50 Catches und 683 Receiving Yards hinaus.
Dass die Bears ihn ziehen ließen, um künftig voll auf eine junge Receiver-Gruppe um Rome Odunze zu setzen, ist vor dem Hintergrund dieser Zahlen absolut nachvollziehbar.
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Die Bills müssen noch mehr für Josh Allen tun
Die Bills hingegen brauchen eine unumstrittene Nummer eins, eine Lebensversicherung für Allen. Jahr für Jahr wird in Buffalo vom Super Bowl geträumt, doch in den Playoffs fehlte dem Superstar-QB meist die nötige Unterstützung.
Was auch an der Receiver-Gruppe lag, die sich seit dem Abgang von Stefon Diggs vor zwei Jahren wackelig präsentiert. Exemplarisch dafür steht Keon Coleman, der in seinen ersten beiden NFL-Jahren sein großes Potenzial zwar andeuten konnte, insgesamt aber hinter den Erwartungen zurückblieb.
Sollte Coleman nun im Windschatten von Moore aufblühen, könnte in Buffalo tatsächlich etwas Großes entstehen. Doch auch dahinter stehen Fragezeichen.
Dabei wird Josh Allen im Mai bereits 30 Jahre alt und biegt damit in die Phase ein, die statistisch gesehen die besten Jahre in der Karriere eines Quarterbacks markieren.
Für die Bills ist es höchste Zeit, noch mehr für ihren Franchise-Spieler zu tun. Die Verantwortlichen müssen "All-in" gehen, um das Team für einen echten Super-Bowl-Run zu optimieren. Deshalb darf die Verpflichtung von D.J. Moore nicht das Ende der Bemühungen gewesen sein.