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NFL: Nach der Trade-Ansage müssen die Baltimore Ravens bei einer Personalie nachlegen - ein Kommentar
- Veröffentlicht: 07.03.2026
- 19:53 Uhr
- Andreas Reiners
Die Verpflichtung von Maxx Crosby ist ein Ausrufezeichen der Baltimore Ravens. Ein weiteres sollte zwingend folgen. Ein Kommentar.
Das Fenster ist geöffnet. Die Baltimore Ravens wollen es noch ein Stück weiter aufreißen.
Denn die Ravens haben viel vor. Der Trade von Maxx Crosby unterstreicht das, er hilft auch dabei, kann aber nur ein Puzzlestück sein.
Ja, ein enorm wichtiges, denn wir wissen ja: "Defense wins championships". Es ist eine Weisheit, die sich immer wieder bestätigt.
Doch die Ravens müssen ein weiteres Ausrufezeichen setzen, ein weiteres Puzzlestück hinzufügen, damit sich das Gesamtbild weiter zusammenfügt.
Schlüsselfigur dabei ist Lamar Jackson.
Lamar Jackson: Riesiger Cap Hit für die Baltimore Ravens
Der Quarterback hat zwar noch einen bis 2027 laufenden Vertrag, doch er soll ein neues Arbeitspapier bekommen. An dem Schriftstück hängt eine Menge. Denn sein Cap Hit bläht sich 2026 auf 74,5 Millionen Dollar auf.
Womit es zwei Möglichkeiten gibt: Jackson bekommt einen neuen Zahltag oder sein laufender Vertrag wird restrukturiert, um zumindest kurzfristig bis zu 38 Millionen Dollar freischaufeln zu können. Dann wäre aber 2027 das Fenster wohl zu, denn dann läge sein Cap Hit bei 87 Millionen Dollar. Große Sprünge wird man aber auch so 2026 nicht machen können, denn aktuell befinden sich die Ravens laut "Spotrac" sogar im Minus.
Deshalb hat der neue Vertrag Priorität. Mit dem würde die Franchise mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, und die Auswirkungen sind sportlich weitreichend.
Lamar Jackson: Neuer Vertrag wäre ein Statement
Jackson wäre bei einer Einigung wohl wieder der bestbezahlte Footballer, im Moment ist das Cowboys-Spielmacher Dak Prescott mit 60 Millionen Dollar pro Jahr. Jackson war es bei seiner letzten Verlängerung 2023, mit den 52 Millionen Dollar ist er heute aber nur noch Zehnter in der Gehalts-Rangliste.
Er könnte erneut Maßstäbe setzen.
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Die positiven Auswirkungen muss man gar nicht groß erklären, denn neben der monetären Vergütung würde Jackson so auch eine enorme Wertschätzung entgegengebracht, die beflügelnd sein kann.
Er könnte sich komplett auf den Super-Bowl-Run konzentrieren und müsste sich nicht damit beschäftigen, ob er möglicherweise nach der Saison 2027 erstmals die Free Agency testet. Was man nicht vergessen darf: Er hat keinen Agenten, der ihm Arbeit oder Gedanken abnimmt.
Die Ravens haben mehrfach betont, dass sie den neuen Vertrag wollen, sie müssen es jetzt "nur" noch umsetzen. Die 27 Monate, die sich beide Parteien beim letzten Mal Zeit gelassen haben, stehen diesmal nicht zur Verfügung, wenn man endlich ein gewichtiges Wörtchen mitreden will in Sachen Playoffs.
Lamar Jackson: Positive Effekte für die Baltimore Ravens
Weiterer Effekt: Baltimore könnte sich finanziell so aufstellen, dass das Team personell weiter für den Angriff auf den Super Bowl aufgestellt werden kann. Gleichzeitig würde man im Grunde ein neues Fenster installieren, das nicht nur weiter, sondern auch länger geöffnet ist.
"Man kann mit diesem Geld herumspielen, so viel man will, indem man Verträge umstrukturiert. Aber genau das wollen wir nicht. Wir wollen ein neues Fenster – und Lamar weiß das", sagte Teambesitzer Steve Bisciotti im Januar.
Kommt es zu keiner Einigung, wäre das bitter, nicht nur aus sportlicher, sondern auch aus zwischenmenschlicher Sicht. Eine starke Saison 2026 würde dann die eigene Verhandlungsposition extrem stärken. All das könnte das Verhältnis zwischen Spieler und Team mindestens verkomplizieren.
Und das Fenster am Ende womöglich deutlich früher schließen.