NFL Playoffs - Hot Takes zur Wild Card Round heute: Bills stolpern auswärts, Texans auf Rekordkurs
Aktualisiert: 11.01.2026
11:54 Uhr
Kai Esser
Die Playoffs in der NFL stehen vor der Tür, nur noch 14 Teams spielen im Postseason-Turnier mit. Doch was wird passieren? ran wirft einen Blick in die Glaskugel.
Die Regular Season ist vorbei, die Uhren stehen wieder auf Null. Wenn die Playoffs der NFL an diesem Wochenende starten, dann beginnt ein völlig neues Turnier.
Wie in jedem Jahr passieren in jenem Turnier völlig unvorhergesehene Dinge. ran hat zu jedem Spiel einen Hot Take parat.
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Los Angeles Rams @ Carolina Panthers: Panthers als Favoritenschlächter
Die Carolina Panthers haben während der Regular Season wahrlich keine Bäume ausgerissen. Am Ende standen acht Siegen neun Niederlagen gegenüber, seit Woche sieben wartet Carolina auf zwei Siege in Folge.
Bereits in jener Regular Season empfingen die Panthers die Los Angeles Rams, die damals noch höher favoritisiert waren als aktuell - und Carolina gewann das Spiel dank dreier Turnover des MVP-Kandidaten Matthew Stafford.
Die Panthers, die bereits zwei Spiele als haushoher Underdog gewannen, stellen dem Favoriten aus dem Westen erneut ein Bein und gewinnen die Partie, weil Stafford erneut zu sorglos mit dem Ball umgeht und mit Kevin Dotson der wohl wichtigste Offensive Liner fehlt.
Und vor allem: Der in seinen Leistungen eher diskrete Bryce Young wird der beste Quarterback des Spiels sein.
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Green Bay Packers @ Chicago Bears: Caleb Williams on target
Die Offense der Chicago Bears bestand vor allem aus zwei Geschichten in dieser Regular Season: Das Laufspiel ist überragend und die Highlight-Plays von Caleb Williams lassen Bears-Fans staunen.
Allerdings macht eine Statistik Sorgen in Illinois: die Passgenauigkeit. Williams bringt nur 58 Prozent seiner Pässe an.
Das wird sich jedoch gegen die Green Bay Packers in Williams' Playoff-Debüt ändern. Der Second Year Quarterback wird in der Kälte des Soldier Fields gegen eine angeschlagene Defense der Packers im Schnitt drei von vier Pässen anbringen und die Defense des Erzrivalen damit lange auf dem Feld halten. Das wird am Ende den Ausschlag für den ersten Playoff-Sieg der Bears seit 2010 geben.
Buffalo Bills @ Jacksonville Jaguars: No Cook, No Party!
Die Buffalo Bills gelten trotz nur Platz zwei in der AFC East und Platz sechs in der AFC insgesamt als das gefährlichste Team der AFC-Seite. Mit Josh Allen haben sie zudem einen Top-Performer in der Postseason.
Das ist zwar auch in dieser Saison nicht anders, allerdings brauchen die Bills neben einem starken Allen auch einen starken James Cook. Den Rushing Champ der Saison werden die Jacksonville Jaguars jedoch aus dem Spiel nehmen.
Cook wird gegen eine starke Laufverteidigung der Jags keine 50 Rushing Yards und gerade so drei Yards pro Lauf zustande bringen - der Schlüssel zum Sieg für die Mannen aus Florida, die zum zweiten Mal gegen die Bills in den Playoffs gewinnen werden. Für die Bills wird es die neunte Playoff-Auswärtsniederlage in Folge.
NFL Playoffs 2026 - Quarterback Ranking vor der Divisional Round: AFC-East-QBs dominieren weiter
NFL: Quarterback-Ranking vor der Divisional Round Die Regular Season der NFL ist zu Ende, die Divisional Round steht an. Nur noch acht Starting Quarterbacks sind dabei. ran zeigt das Ranking der Spielmacher vor dem Start der heißen Phase der Playoffs in dieser Saison. Hinweis: Das Ranking bezieht sich auf die Leistungen der aktuellen Saison, die Leistung der Wild Card Round sowie Playoff-Erfahrung und den Erfolg in der Postseason generell. Alle NFL-Highlights hier auf Joyn
Platz 8: C.J. Stroud (Houston Texans) Es hätte ein Tag zum Vergessen werden können für C.J. Stroud. Gegen die Pittsburgh Steelers unterliefen ihm neben einer dummen Interception auch noch satte fünf Fumbles. Zum Glück rettete ihn seine Defense, denn an Stroud und der Offense lag das 30:6 gegen die Steelers nicht.
Platz 7: Bo Nix (Denver Broncos) Nicht einmal gegen die Backups der Los Angeles Chargers konnte Bo Nix mit seiner Offense glänzen. Die Denver Broncos gewinnen die Spiele, aber die Art und Weise ist nicht sonderlich nachhaltig - gerade mit Blick auf die Playoffs. Alldem zum Trotz: Sie stehen in der Divisional Round - und das verdient. Was aber nichts an der Tatsache ändert, dass das nur bedingt mit Nix zu tun hat.
Platz 6: Sam Darnold (Seattle Seahawks) Seit Woche elf spielt Sam Darnold nur noch unterdurchschnittlichen Football. Ein Passer Rating nahe der 80. Die Seattle Seahawks wären wohl einstimmig Top-Favorit auf den Super Bowl, wenn man nicht die stete "Angst" haben müsste, dass Darnold seinem Team das Spiel verliert. Zudem: Er wartet noch auf seinen ersten Playoff-Sieg. Deshalb nur Platz sechs.
Platz 5: Caleb Williams (Chicago Bears) Wie gut könnte Caleb Williams sein, wenn er tatsächlich bereits schon in den ersten drei Vierteln eines Spiels guten Football spielen würde? Den Trend der Regular Season setzte er gegen die Green Bay Packers fort, Williams stellte ein geschichtsträchtiges Comeback auf die Beine. Aber haben er und die Bears es schon mal damit probiert, gar nicht erst in Rückstand zu geraten und historische Comebacks zu brauchen?
Platz 4: Brock Purdy (San Francisco 49ers) Gegen eine starke Defense der Philadelphia Eagles stand Brock Purdy seinen Mann. Sicher, zwei Interceptions sehen nicht gut aus und Hater würden sagen, dass Jauan Jennings den schönsten Wurf des Abends gemacht hat, allerdings bewies Purdy Nehmerqualitäten, als sein Team ihn am meisten brauchte. Vor die anderen QBs hinter ihm bringt ihn seine Erfahrung von einem Super Bowl und einem NFC Championship Game.
Platz 3: Matthew Stafford (Los Angeles Rams) Ganz im Gegenteil bei Matthew Stafford: Mit drei Touchdowns und über 300 Yards sehen seine Statistiken top aus. Allerdings hatte er im Wild Card Game eine Phase, in der gar nichts gelang und er nur zwei von 13 Pässen anbrachte. Zudem ließ ein Safety der Carolina Panthers eine womöglich spielentscheidende Interception fallen. Besonders auffällig: Unter Druck lieferte er ein Passer Rating von 1,6 ab. Eins. Komma. Sechs. Er fällt.
Platz 2: Drake Maye (New England Patriots) Das Playoff-Debüt von Drake Maye lief ebenfalls schwierig, der Spielmacher der New England Patriots zeigte die wohl schwächste Halbzeit seiner Karriere. Allerdings: In der zweiten Hälfte riss er sich am Riemen und legte im Schlussviertel das perfekte Passer Rating von 158,3 auf. Auf ihn ist stets Verlass.
Platz 1: Josh Allen (Buffalo Bills) Nicht nur die beste Quarterback-Leistung in der Wild Card Round kam von ihm, Josh Allen ist auch der beste verbliebene Quarterback im Turnier. Drei Touchdowns, über 300 Yards, 80 Prozent Passgenauigkeit gegen eine starke Defense der Jacksonville Jaguars. Was will man mehr? Die einzige Frage ist, ob Allen sein Team noch drei weitere Male schultern und seiner Franchise den langersehnten ersten Super-Bowl-Titel bringen kann.
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San Francisco 49ers @ Philadelphia Eagles: Jalen "Playoff" Hurts
Die vergangenen Auftritte von Jalen Hurts und speziell der Offense der Philadelphia Eagles waren nicht nur schwach, sie waren regelrecht zum Abgewöhnen. Die Defense hat dafür gesorgt, dass die Eagles letztlich ungefährdet in die Playoffs einzogen.
In der Postseason sieht das jedoch anders aus. Die Zahlen zeigen: Hurts dreht ab Januar bei seinen Werten auf, bei seinen beiden jüngsten Playoff Runs hatte er jeweils ein Passer Rating von über 100 und brachte mehr als 70 Prozent seiner Pässe an.
Gegen eine von Verletzungen geplagte Defense der San Francisco 49ers dürfte ein Hurts in Playoff-Form glänzen können, wenn das Laufspiel um Saquon Barkley das hält, was es angesichts des Personals von San Francisco verspricht. Hurts sorgt mit Pass- und Laufspiel für über 400 Yards!
Los Angeles Chargers @ New England Patriots: Justin Herbert sieht Geister
Egal wie gut oder schlecht Justin Herbert bisher in der regulären Saison performt hat, in den Playoffs gab es bisher immer auf die Nase. Bei seinem Debüt 2022 vergaben er und die Los Angeles Chargers eine 28:0-Führung und verloren noch, zwei Jahre später warf er vier Interceptions gegen die Houston Texans.
Genau das wird auch wieder in seinen Kopf kommen, sobald die New England Patriots den ersten Turnover forcieren. Während der designierte MVP Drake Maye genau so cool agiert wie in der Regular Season, denkt Herbert wieder an die beiden Traumata aus den beiden vorigen Wild-Card-Runden.
Die Chargers halten das Spiel zwar bis zum Ende eng, Herbert wird das Spiel für seine Farben jedoch am Ende durch einen Pick Six verlieren.
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NFL: Amtszeiten der aktiven Head Coaches - Die Nummer zwei ist raus
Die Amtszeiten der aktuellen Head Coaches in der NFL Nach 18 Jahren trennen sich die Wege von Head Coach John Harbaugh und den Baltimore Ravens. Harbaugh war die Nummer zwei der dienstältesten Coaches bei den aktuellen NFL-Teams. ran blickt auf die Amtsdauer der aktiven NFL-Cheftrainer. (Stand: 7. Januar 2026)
5 NFL-Teams aktuell ohne Head Coach Nach der Entlassung von John Harbaugh bei den Baltimore Ravens sind aktuell fünf NFL-Teams auf der Suche nach einem neuen Head Coach. Harbaugh war seit 2008 Cheftrainer der Ravens - und damit bis zu seiner Entlassung die Nummer zwei der dienstältesten Head Coaches in der Liga. Neben den Ravens haben aktuell auch die Arizona Cardinals, Atlanta Falcons, Cleveland Browns und Las Vegas Raiders noch keinen neuen Head Coach für die kommende Saison.
20. Platz (geteilt): Mike Vrabel • Team: New England Patriots • Im Amt seit: 2025 • Regular-Season-Bilanz: 14-3 • Vorherige Stationen: Texans-DC (2017), Titans-HC (2018-2023)
16. Platz (geteilt): Dan Quinn • Team: Washington Commanders • Im Amt seit: 2024 • Regular-Season-Bilanz: 17-17 • Vorherige Stationen: Cowboys-DC (2021-2023)
16. Platz (geteilt): Jim Harbaugh • Team: Los Angeles Chargers • Im Amt seit: 2024 • Regular-Season-Bilanz: 22-12 • Vorherige Stationen: 49ers-HC (2011-2014), HC Michigan Wolverines (2015-2023)
10. Platz (geteilt): Todd Bowles
• Team: Tampa Bay Buccaneers • Im Amt seit: 2022 • Regular-Season-Bilanz: 35-33 • Vorherige Stationen: Dolphins-HC (2011, interimsweise für drei Spiele), Eagles-DC (2012), Cardinals-DC (2013-2014), Jets-HC (2015-2018), Bucs-DC (2019-2021)
10. Platz (geteilt): Kevin O'Connell
• Team: Minnesota Vikings • Im Amt seit: 2022 • Regular-Season-Bilanz: 43-25 • Vorherige Stationen: Commanders-OC (2019, damals noch Washington Redskins), Rams-OC (2020-2021)
8. Platz (geteilt): Nick Sirianni
• Team: Philadelphia Eagles • Im Amt seit: 2021 • Regular-Season-Bilanz: 59-26 • Vorherige Stationen: Colts-OC (2018-2020)
6. Platz (geteilt): Zac Taylor
• Team: Cincinnati Bengals • Im Amt seit: 2019 • Regular-Season-Bilanz: 52-63-1 • Vorherige Stationen: Dolphins-OC (2015, interimsweise für fünf Spiele), Rams-QB-Coach (2018)
6. Platz (geteilt): Matt LaFleur
• Team: Green Bay Packers • Im Amt seit: 2019 • Regular-Season-Bilanz: 76-40-1 • Vorherige Stationen: Rams-OC (2017), Titans-OC (2018)
3. Platz (geteilt): Kyle Shanahan
• Team: San Francisco 49ers • Im Amt seit: 2017 • Regular-Season-Bilanz: 82-67 • Vorherige Stationen: Texans-OC (2008-2009), Commanders-OC (2010-2013, damals noch Washington Redskins), Browns-OC (2014), Falcons-OC (2015-2016)
3. Platz (geteilt): Sean McVay
• Team: Los Angeles Rams • Im Amt seit: 2017 • Regular-Season-Bilanz: 92-57 • Vorherige Stationen: Commanders-OC (2014-2016, damals noch Washington Redskins)
1. Platz: Mike Tomlin
• Team: Pittsburgh Steelers • Im Amt seit: 2007 • Regular-Season-Bilanz: 193-114-2 • Vorherige Stationen: Vikings-DC (2006)
Houston Texans @ Pittsburgh Steelers: Rekordnacht für den Texans-Pass-Rush
Durch ein um ein paar Meter verschossenes Field Goal haben sich die Pittsburgh Steelers in das Playoff-Turnier der AFC gerettet und haben dort aufgrund der Seeding-Regel für Divisionssieger sogar ein Heimspiel gegen die Houston Texans.
Den wohl letzten Postseason-Auftritt von Aaron Rodgers werden die Texans jedoch zu einem Albtraum für den 42-Jährigen machen.
Der beste Pass Rush der Liga wird am Montag Abend sogar eine Rekordnacht feiern und den Playoff-Rekord für Sacks in einem Spiel mit neun brechen. Dass die Texans damit weiterkommen, steht beinahe außer Frage.