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NFL-Kommentar - Pittsburgh Steelers holen Mike McCarthy als Tomlin-Nachfolger: Eine vertane Chance

  • Aktualisiert: 25.01.2026
  • 00:43 Uhr
  • Martin Jahns
Article Image Media

Mike McCarthy wird der neue Head Coach der Pittsburgh Steelers. Mit der Entscheidung stößt Owner Art Rooney II die Fans vor den Kopf. Denn McCarthy verkörperte zuletzt genau das, was Vorgänger Mike Tomlin angelastet wurde. Ein Kommentar.

Von Martin Jahns

Mike McCarthy und die Pittsburgh Steelers., das hat auf dem ersten Blick einen gewissen Charme.

Der Coach stammt gebürtig aus Pittsburgh und wuchs als Steelers-Fan auf. Noch dazu hatte er seine erfolgreichste Zeit als NFL-Coach bei den Green Bay Packers gemeinsam mit seinem damaligen Star-Quarterback Aaron Rodgers – der nun für seinen alten Weggefährten ein weiteres Jahr in Pittsburgh verlängern könnte.

Klingt nach einer Feel-Good-Story, wie sie die NFL doch eigentlich liebt, oder?

Nicht wirklich. Die allermeisten Reaktionen der Steelers-Fans auf die McCarthy-Einigung schwankten am Samstag zwischen Fassungslosigkeit und Enttäuschung. Aufbruchsstimmung? Direkt verflogen!

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NFL: Auch McCarthy plagt der Playoff-Blues

Das Problem: Zuletzt hatte McCarthy genau das gleiche Problem wie Mike Tomlin in der vergangenen Steelers-Dekade. Auf gute bis sehr gute Regular Seasons folgten ernüchternde Playoff-Pleiten.

Bei McCarthys letztem Engagement von 2020 bis 2024 bei den Dallas Cowboys schaffte es sein Team dreimal mit der starken Bilanz von 12:5 in die Playoffs, um dort dann mit altbackener und vorhersehbarer Offense spätestens in der Divisional Round auszuscheiden.

Genau dieses Phänomen ließ in Pittsburgh seit Jahren den Unmut über Tomlin anwachsen. Im Unterschied zu Tomlin setzte es für McCarthy allerdings auch zwei völlig verkorkste Regular Seasons.

Ja, McCarthy gewann in grauer Vorzeit mit Rodgers und den Green Bay Packers einen Super Bowl. Oder anders ausgedrückt: Er schaffte es, mit dem in seiner Prime vielleicht besten NFL-Quarterback der Geschichte nur einen Super Bowl zu gewinnen.

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Steelers weichen vom eigenen Erfolgspfad ab

Ein Warnsignal für die Steelers hätte sein müssen, dass McCarthy seit seinem Aus bei den Cowboys nie wieder ernsthaft als Head Coach für eine NFL-Franchise in Betracht gezogen wurde und stattdessen reihenweise aufstrebende Jung-Coaches eingestellt wurden. Seine Zeit in der Liga schien eigentlich schon vorbei. Doch dann kamen die Steelers.

Und die brechen bei der McCarthy-Verpflichtung mit ihrer eigenen, ganz besonderen Franchise-Linie: Der 62-Jährige ist erst der vierte Head Coach der Organisation seit 1969.

Doch im Gegensatz zu seinen drei Amtsvorgängern ist er der erste, der bereits im fortgeschrittenen Coaching-Alter und mit Head-Coach-Erfahrung kommt. Der Mut, den die Steelers bei ihren früheren Entscheidungen bewiesen hatten, hat Owner Art Rooney II nun anscheinend verlassen.

Statt eines dringend nötigen Neuanfangs nun also ein bräsiges "Weiter so" im vermeintlichen Win-Now-Modus. Dabei war doch genau das den Steelers bei Mike Tomlin nicht mehr gut genug. So ist die Entscheidung eine vertane Chance.

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