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Super Bowl 2026 - Halftime Show: Die politischen Botschaften von Bad Bunny und Green Day
- Aktualisiert: 09.02.2026
- 11:18 Uhr
- ran.de
Bad Bunny trat während der Halftime Show beim Super Bowl auf. Der Latin-Rapper sorgte erwartungsgemäß nicht nur für die musikalischen Highlights, sondern auch für politische Statements. Damit war er allerdings nicht allein.
Der Super Bowl 2026 ist Geschichte.
Am 8. Februar 2026 wurde in Santa Clara im Levi's Stadium der San Francisco 49ers der NFL-Champion zwischen den New England Patriots und den Seattle Seahawks gekürt. Die Seahawks setzten sich gegen die Patriots mit 29:13 durch.
Der Star der Halftime Show: Bad Bunny. Als Headliner versprach er ein absolutes Spektakel. Der puerto-ricanische Superstar brachte Reggaeton, Latin Trap und seine einzigartige Energie auf die Bühne. In Deutschland ist Bad Bunny noch kein Megastar wie Rihanna oder Shakira, doch in den USA - und dort besonders in der spanisch sprechenden Community - ist er bereits eine Ikone.
Seinen Vorschusslorbeeren wurde er laut ran-Redakteur Dominik Kaiser absolut gerecht. US-Präsident Donald Trump dagegen war der Auftritt des Puerto-Ricaners ein Dorn im Auge, er bezeichnete ihn als "Schlag ins Gesicht für unser Land".
Diese Reaktion zeigt schon, dass Bad Bunnys Auftritt auch ein politisches Statement in diesen aufgewühlten Zeiten war. Doch der Latino-Rapper war nicht der einzige Künstler mit klaren Botschaften an diesem Abend. Auch die Band Green Day, die vor dem Kickoff im Levi's Stadium auftrat, schaltete sich in die Debatte mit ein.
ran fasst die politischen Aspekte des Super Bowl zusammen.
Halftime Show: Bad Bunny ruft zu Zusammenhalt auf
Im Gegensatz zu seinem Auftritt eine Woche zuvor bei den Grammy Awards verzichtete Bad Bunny beim Super Bowl auf dezidierte Statements gegen US-Präsident Donald Trump und die von ihm eingesetzte Migrationsbehörde "ICE".
Dennoch zog der Puerto-Ricaner mit seiner Show, in der zahlreiche Fahnen von Ländern aus Nord-, Mittel- und Südamerika geschwenkt wurden, den Ärger von Trump auf sich. Der US-Präsident lederte auf Social Media gegen Bad Bunny und dessen Performance: "Die Halftime Show des Super Bowl ist absolut grauenhaft, eine der schlechtesten jemals. Sie ist eine Beleidigung für die Größe Amerikas."
Bad Bunny aber rief zum Zusammenhalt auf. "Das Einzige, was mächtiger ist als Hass, ist Liebe“, prangte am Ende seiner Show in großen Lettern auf der riesigen Anzeigetafel des Stadions.
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Halftime Show: Liebespaar heiratet während Bad Bunnys Aufritt
Genau diese Botschaft wurde sogar noch während seiner Show umgesetzt. Denn ein Paar hat mitten im Auftritt des Grammy-Gewinners geheiratet. Die "New York Times" erfuhr aus dem Umfeld des puertoricanischen Superstars, dass die Zeremonie auf dem Rasen des Stadions von Santa Clara echt war.
Demnach habe das Paar Bad Bunny, bürgerlich Benito Antonio Martínez Ocasio, ursprünglich auf seine Hochzeit eingeladen. Der Sänger drehte den Spieß um: Er bot dem Paar an, live in seiner Show zu heiraten.
Zunächst war während des Auftritts ein Heiratsantrag des späteren Bräutigams auf Knien zu sehen, später eine Szene mit Brautkleid und einem Geistlichen: "Sie sind nun verheiratet und dürfen sich küssen."
Halftime Show: Versteckte Botschaft von Bad Bunny gegen "ICE"?
Mit einer weiteren Geste hat der Rapper in den Sozialen Medien für Aufsehen gesorgt. Während seines Auftritts überreichte er einem kleinen Jungen seinen Grammy Award, mit dem er vor einer Woche ausgezeichnet wurde.
Viele User vermuteten, dass es sich bei dem Jungen um Liam Ramos handeln könnte. Der Fünfjährige war kürzlich zusammen mit seinem Vater von "ICE"-Beamten in Minnesota festgenommen worden und ist nach internationalen Protesten nun wieder frei.
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Auch wenn sich die Vermutung der User als falsch herausgestellt hat: Dass diese Geste solch einen großen Wirbel verursacht hat, dürfte Bad Bunny wohl beabsichtigt haben.
Super Bowl: Auftritt von Green Day wird zensiert
Am deutlichsten hat die Punkband Green Day ihren Auftritt für Kritik an den aktuellen Verhältnissen in den USA genutzt.
Billie Joe Armstrong & Co. performten nicht nur ihren Hit "American Idiot". Sie dichteten die eigentliche Zeile "I'm not part of a redneck agenda" in Anlehnung an Trump und dessen Gefolgschaft auch in "I'm not part of a MAGA agenda" um.
Allerdings war dies weder im TV noch vor Ort im Stadion zu hören. Denn der Song wurde zensiert.