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Fußball

Hertha kritisiert Polizei nach Vorfällen beim Schalke-Spiel

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© IMAGO/Matthias Koch/SID/Sebastian Räppold

Nach den Auseinandersetzungen rund um das Zweitliga-Topspiel hat Hertha BSC die Berliner Polizei kritisiert und zum Dialog aufgerufen. Der Klub nehme "die Vorkommnisse und das Verhalten der Polizei" beim Heimspiel gegen Schalke 04 (0:0) "mit großer Sorge zur Kenntnis", hieß es in einer Stellungnahme des Präsidiums und der Geschäftsführung am Sonntag. "Die aktuellen Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit, den Dialog nun auf eine neue, verbindlichere Ebene zu heben."

Während die Polizei "von gewalttätigen Angriffen einzelner Fangruppen auf unsere Einsatzkräfte" berichtet hatte, beklagte die Fanhilfe Hertha BSC eine "massive Polizeigewalt gegen wartende Fans". Der genaue Hergang ist nicht abschließend geklärt. Verletzt wurden nach Polizeiangaben vom späten Samstagabend 31 Fans und 21 Einsatzkräfte.

Laut Hertha sollen die Beschreibungen der Polizei "wie alle anderen Ausführungen sorgfältig geprüft und in die weitere Einordnung einbezogen" werden. Generell sei zuletzt "aus unterschiedlichen Perspektiven wiederholt der Eindruck entstanden, dass Einsatzkonzepte und polizeiliche Präsenz von Fans als zunehmend konfrontativ und in der Gesamtheit an Spieltagen, insbesondere am gestrigen Spieltag, nicht mehr durchgängig deeskalierend wahrgenommen worden sind", hieß es: "Diese Wahrnehmung teilt auch Hertha BSC und hat entsprechende Beobachtungen wiederholt gegenüber der Polizei adressiert."

Der Verein betonte, dass der seit mehreren Monaten geäußerte Wunsch "nach einem weiterführenden Gesprächsformat" mit der Berliner Polizei "bislang noch nicht realisiert wurde". Ziel müsse es sein, "zu einer über viele Jahre bewährten, verhältnismäßigen und deeskalierenden Vorgehensweise – insbesondere mit und in sensiblen Bereichen – zurückzukehren". Dabei bezog Hertha auch die in der Kritik stehende Innensenatorin Iris Spranger ein.

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