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AFRIKA-CUP 2026

Afrika-Cup 2026: Chaos bei Senegals Triumph gegen Marokko - Gianni Infantino mit deutlichen Worten

  • Aktualisiert: 19.01.2026
  • 13:51 Uhr
  • SID

Drama, Chaos und unwürdige Szenen: Der Triumph des Senegal beim Afrika-Cup ist von absurden Protesten und Ausschreitungen überschattet worden. FIFA-Präsident Infantino ist sauer.

Beim 1:0 (0:0) nach Verlängerung riss das Team um Bayern-Profi Nicolas Jackson und Topstar Sadio Mané die untröstlichen Gastgeber aus Marokko aus allen Träumen, nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff unmittelbar vor dem Ende der regulären Spielzeit schien sogar ein Abbruch des Finales möglich.

Senegals Trainer Pape Thiaw hatte seine Spieler nach der strittigen Entscheidung vom Feld beordert, auf den Tribünen in Rabat brach Chaos aus.

Senegals Fans wollten auf den Platz stürmen, Sicherheitskräfte verhinderten dies. Erst knapp 20 Minuten nach dem Elfmeterpfiff durfte Marokkos Brahim Diaz antreten - und er chippte den Elfmeter halbhoch und ohne jede Wucht in die Arme von Edouard Mendy, der sein Team in die Verlängerung rettete.

Dort schoss Pape Gueye (94.) den Senegal mit einem Traumtor zum zweiten Triumph beim Afrika-Cup nach 2022. Die Marokkaner müssen dagegen weiter warten, vor 50 Jahren holten sie ihren einzigen Titel.

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Deutliche Worte von Infantino für Final-Chaos

Doch in Erinnerung bleiben wird wohl weniger der Sieg des Senegals als mehr das unprofessionelle Verhalten seines Trainers, seiner Spieler und Fans.

Auf Instagram schaltete sich auch FIFA-Präsident Gianni Infantino ein und kritisierte "inakzeptable" sowie "hässliche" Szenen, die "verurteilt" werden müssen und sich "niemals wiederholen" dürfen.

Er erwarte, "dass die zuständigen Disziplinarorgane" des afrikanischen Verbandes CAF "die entsprechenden Maßnahmen ergreifen".

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Afrika-Cup: Diaz versagen die Nerven

"Wir haben alles gegeben, wir haben nicht betrogen. Senegal ist Afrikameister, und wir sind überglücklich", sagte Gueye, Mittelfeldspieler beim spanischen Erstligisten FC Villarreal.

Diaz hätte Marokkos quälend lange Wartezeit beenden können, doch im wohl wichtigsten Moment seiner Karriere versagten die Nerven. Der Profi von Real Madrid war unmittelbar vor Schluss im Strafraum zu Boden gefallen, Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala gab den Strafstoß nach Sichtung der Videobilder. Thiaw witterte Betrug und schickte seine Spieler vom Platz, erst Mane sorgte dafür, dass noch Vernunft einkehrte und Senegals Spieler das Finale fortsetzten. Der Schaden für den afrikanischen Fußball war da bereits angerichtet.

"Es wäre wirklich traurig und bedauerlich gewesen, ein Finale so enden zu sehen. Es ist unmöglich, der Welt ein solches Bild zu vermitteln", sagte der frühere Münchner. Er hätte "lieber verloren, als so ein Ende zu erleben. Das hat mich dazu bewegt, den Jungs zu sagen, sie sollen auf den Platz zurückkehren und unseren Fußball spielen."

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Marokko muss weiter warten

Für Marokko, das schon 2004 im Finale gegen Tunesien verloren hatte, sollte es beim Heimspiel endlich klappen mit dem Titel: Die so starke Generation mit den Topstars Achraf Hakimi von Paris Saint-Germain und Diaz hatte schließlich bereits bei der WM in Katar für Furore gesorgt. Und auch beim Turnier im eigenen Land lief es bis dato hervorragend, erst im Halbfinale hatte Marokko dank Elfmeterkiller Bono den Mitfavoriten Nigeria ausgeschaltet.

Im Finale sahen die Fans bis zur Nachspielzeit ein ausgeglichenes Spiel und dann den ersten großen Aufreger: Schiri Ndala pfiff nach einem vermeintlichen Foulspiel von Abdoulaye Seck ab, unmittelbar darauf köpfte Senegals Moussa Niakhate (90.+2) ein. Der Treffer zählte nicht, der Videoassistent durfte die Situation laut Regelwerk nicht überprüfen. Kurz darauf entschied Ndala auf der Gegenseite auf Elfmeter, und das Chaos brach los.

Afrika Cup: Mane kündigt Karriereende an

Nach dem Finale stand Mane erneut im Mittelpunkt. Der 33-Jährige kündigte an, seine Länderspielkarriere nach der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko zu beenden. "Wenn man Sadio Mane heißt, gehört diese Entscheidung nicht mehr nur ihm. Da steht ein Volk hinter ihm, das ihn gerne weitermachen sehen würde. Ich denke, diese Entscheidung hat er im Affekt getroffen. Das Land ist nicht einverstanden", sagte Nationaltrainer Pape Thiaw.

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