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FC Bayern: So macht der Rekordmeister den Titelkampf wieder spannend - ein Kommentar
- Veröffentlicht: 31.01.2026
- 23:47 Uhr
- Tobias Wiltschek
Beim HSV patzt der Rekordmeister schon zum zweiten Mal in Folge gegen einen Abstiegskandidaten. Für die Spannung im Meisterkampf kann das nur förderlich sein.
Der Jubel in Hamburg war weit über das Volksparkstadion hinaus zu hören gewesen. Der HSV hatte in einer mitreißenden Bundesliga-Partie dem großen Favoriten aus München ein Remis abgetrotzt und sich im Abstiegskampf einen womöglich noch sehr wertvollen Punkt gesichert.
Von diesem 2:2 des Aufsteigers gegen den FC Bayern ging aber auch ein Signal für den Meisterkampf aus, das vor allem in Dortmund mit großem Interesse gehört worden sein dürfte.
Ja, auch beim BVB werden sie sich gefreut haben über den unerwarteten Punktverlust des lange Zeit so unverwundbar erscheinenden Konkurrenten.
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Die Bayern indes sollten nach diesem Unentschieden, das sich für Torwart Manuel Neuer wie eine Niederlage angefühlt hatte, endgültig gewarnt sein. Der Titelkampf in der Bundesliga könnte sich noch als komplizierter erweisen, als man es sich noch bis vor wenigen Tagen hätte vorstellen können.
FC Bayern offenbart vorne und hinten Probleme
Denn schon zum zweiten Mal in Folge haben die Bayern ein Spiel nicht gewonnen, weil sie erstens aus ihrem erneut vorhandenen Chancenplus nicht genug Kapital geschlagen und zweitens in der Abwehr ungewöhnlich fehleranfällig agiert haben.
Darüber hinaus stellen sich nach dem zugegebenermaßen harten Januar mit sieben Spielen innerhalb von drei Wochen auch personelle Fragen. Lennart Karl etwa wirkte wie schon bei der 1:2-Niederlage gegen den FC Augsburg vor einer Woche phasenweise unkonzentriert und nicht so kreativ wie noch in vielen Spielen zuvor.
Trainer Vincent Kompany muss sich überlegen, ob er dem jungen Shootingstar im nicht ganz so harten Februar doch noch mal eine kleine kreative Pause gönnt, in der sich Karl auch für den Kopf wieder die nötige Frische holen kann.
Auch die Zukunft von Dayot Upamecano sollte nun schnellstmöglich – notfalls auch mit einer Trennung nach Saisonende - geklärt werden, damit die ständigen Debatten um eine Vertragsverlängerung den Verein nicht noch mehr belastenden, als sie es ohnehin schon tun.
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FC Bayern verlieren Punkte gegen Abstiegskandidaten
Denn, und das sollte den Bayern noch mehr zu denken geben als die jüngsten Ergebnisse an sich: Sie verloren die Punkte nicht etwa gegen Topklubs aus der Bundesliga, sondern gegen Teams, die mittendrin im Abstiegskampf stecken.
Die schwereren Gegner wie Hoffenheim, Stuttgart und Dortmund kommen erst noch.
Klar: Sollte der BVB am Sonntagabend die Vorlage aus Hamburg nicht nutzen und gegen Schlusslicht Heidenheim ebenfalls Punkte liegen lassen, wäre der Bayern-Vorsprung immer noch komfortabel.
FC Bayern: Vorsprung droht zu schmilzen
Davon aber ist nicht auszugehen. Wahrscheinlicher ist, dass die Dortmunder mit einem Sieg bis auf sechs Punkte an die Bayern herankommen und die Münchner erstmals in dieser Saison in der Bundesliga so etwas wie Druck verspüren könnten.
Denn im Februar wartet nicht nur das direkte Duell beim BVB, sondern schon am kommenden Sonntag das Heimspiel gegen die derzeit so starke TSG aus Hoffenheim.
Sollten die Bayern auch in diesen Spielen Punkte einbüßen, könnte der Bundesliga tatsächlich noch ein spannendes Titelrennen bevorstehen.