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Eintracht Frankfurt am Kipppunkt: Diese Trainer-Wahl ist eine Schicksalsentscheidung - ein Kommentar

  • Aktualisiert: 25.01.2026
  • 20:56 Uhr
  • Martin Jahns

Eintracht Frankfurt taumelt auch nach der Entlassung von Dino Toppmöller dem Mittelmaß entgegen. Aus der Ergebniskrise ist längst eine Identitätskrise geworden. So wird die Wahl des neuen Trainers für Markus Krösche und den ganzen Klub zur Schicksalsentscheidung.

Der Geduldsfaden in Eintracht ist endgültig gerissen.

Schon wieder verloren. Schon wieder drei Gegentore – wie bislang in allen Pflichtspielen 2026.

Beim 1:3 gegen die TSG Hoffenheim waren im Deutsche Bank Park schon weit vor Abpfiff zahlreiche Plätze leer. Akustisch beherrschten die Gästefans aus Sinsheim ohnehin schon das Geschehen – zumindest bis zum Pfeifkonzert der Eintracht-Anhänger nach Spielende.

Als "supersexy" bezeichnete Sportvorstand Markus Krösche seine Eintracht noch vor der Partie. Doch von Woche zu Woche verblasst das über Jahre aufgebaute (Selbst-)Bild der aufregenden SGE mit ihrer wuchtigen Symbiose aus Fans und Mannschaft weiter.

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Eintracht Frankfurt: Auch nach Toppmöller-Aus keine Besserung

So folgerichtig die Trennung von Trainer Dino Toppmöller war, so wenig hat sie die Probleme der verunsicherten Mannschaft gelöst. Interimstrainer Dennis Schmitt änderte wenig, setzte weiter auf die zuletzt formschwachen Ellyes Skhiri oder Fares Chaibi.

Der aktuelle achte Platz erscheint zunächst wenig dramatisch. Doch Eintracht-Fans können sich an den schmerzhaften Abstieg 2010/11 erinnern, als die damals freilich schwächer besetzte Mannschaft nach 19 Spieltagen nur einen Zähler weniger und eine bessere Tordifferenz als aktuell auf dem Konto hatte, dann aber in der Rückrunde völlig einbrach und mit 34 Punkten abstieg.

Zumindest defensiv hat die aktuelle Eintracht mit 42 Gegentoren tatsächlich die Bilanz eines Abstiegskandidaten - gemeinsam mit Heidenheim stellt sie die schwächste Abwehr der Liga.

Nach dem sportlich irrelevanten Champions-League-Schlusspunkt am Mittwoch gegen Tottenham Hotspur will Krösche den neue Trainer übernehmen lassen.

Neue Namen im Kreis der Kandidaten sind der Däne Jacob Neestrup (FC Kopenhagen) und der Norweger Kjetil Knutsen, der unter der Woche mit Bodö/Glimts Sieg gegen Manchester City für das Champions-League-Wunder der Saison gesorgt hat.

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Bundesliga: SGE-Mittelmaß statt Europapokal-Partys?

Egal, für wen sich Krösche letztlich entscheidet, der neue Trainer muss die Mammutaufgabe stemmen, den auf Offensive getrimmten, aber defensiv konzeptlos agierenden und völlig überspielten Kader mitten in der Saison wieder zu stabilisieren. Ein echter Stresstest für den jahrelang für seine Transferpolitik gefeierten Krösche.

Gelingt es dem Sportvorstand jetzt nicht, einen Coach zu installieren, der kurzfristig defensive Stabilität herstellt und mittelfristig eine funktionierende Spielidee implementiert, droht der Klub zwischen Anspruch auf Europapokal und realem Mittelmaß zerrieben zu werden.

Setzt Krösche jetzt aufs falsche Pferd, können Eintracht-Fans beim Warten auf die nächsten Europapokal-Partys wohl vor allem eines gebrauchen: einen dicken Geduldsfaden.

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