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Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund: Der BVB schwankt zum nächsten Punktgewinn – Fünf Erkenntnisse vom 3:3 in Frankfurt

  • Veröffentlicht: 10.01.2026
  • 11:28 Uhr
  • Justin Kraft

Borussia Dortmund holt sich spät einen Punkt in Frankfurt. So richtig zufrieden sein können beide Teams nicht. Die Erkenntnisse zum Bundesliga-Jahresauftakt.

Von Justin Kraft

Erst schockt Eintracht Frankfurt den BVB spät, dann schlagen die Schwarzgelben nochmal zurück. Am Ende steht ein 3:3 zum Auftakt in das neue Bundesliga-Jahr.

Eines, das auf beiden Seiten für Fragezeichen sorgt. Aber auch eines, das beiden Seiten Mut machen kann für die kommenden Aufgaben.

ran hat fünf Erkenntnisse zum Auswärtsspiel von Borussia Dortmund bei der SGE.

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Die rechte Seite macht Borussia Dortmund Hoffnung

Für Niko Kovac wird die rechte Seite immer mehr zur Lebensversicherung. 38 Prozent aller Angriffe des BVB laufen in dieser Saison über diesen Flügel. Auch gegen Frankfurt war es die Mehrheit aller Ballvorträge, die über rechts initiiert wurden.

Zu einer besonderen Waffe entwickeln sich Seitenverlagerungen von Nico Schlotterbeck. Der Treffer zum 1:0 entstand durch einen Diagonalball des Innenverteidigers auf Julian Ryerson. Auch das späte Tor zum 3:3 wurde durch einen langen Ball auf rechts eingeleitet.

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Beim 2:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach vor der Winterpause gab es ebenfalls einige solcher Angriffe, die für Torgefahr sorgten. Ryerson ist immer dann stark, wenn er viel Zeit für die Ballverarbeitung hat. Durch Verlagerungen bekommt er diese Zeit. In engeren Räumen mit vielen Gegenspielern um sich herum neigt er eher zu Fehlern.

Auch die Tiefenläufe von Maximilian Beier helfen dem Rechtsverteidiger enorm dabei, mehr Platz zu bekommen. Das 1:0 war ein Paradebeispiel für eine gut funktionierende rechte Seite.

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Der BVB ist zu wechselhaft

Das Grundproblem der Dortmunder ist eher, dass sie keinen Rhythmus in ihre Spiele bekommen. Nicht zum ersten Mal wurde die Mannschaft von Kovac nach Führungstreffern plötzlich passiver und zurückhaltender, statt konsequent auf das nächste Tor zu spielen.

Und auch defensiv häufen sich Probleme. Abseits von Schlotterbeck fehlt in der Innenverteidigung Qualität. Waldemar Anton spielt ordentlich, aber keinesfalls fehlerlos und Niklas Süle ist längst nicht mehr auf dem Niveau, das er einst hatte. Das Tor zum 2:2 war einem klaren Abstimmungsproblem in der Viererkette geschuldet.

Süle bewegte sich nach vorn, statt sich fallen zu lassen und sorgte damit dafür, dass Younes Ebnoutalib einen entscheidenden Vorsprung im Laufduell hatte. Die Abwehr war in dieser Saison bisher das Prunkstück der Dortmunder. In den vergangenen vier Pflichtspielen kassierten sie aber sechs Gegentore – und gewannen nur das Spiel gegen Gladbach, wo es gelang, kein Gegentor zu kassieren.

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Eintracht Frankfurt zaubert das nächste Wunderkind aus dem Ärmel

Ebnoutalib hingegen ist der große Lichtblick auf Frankfurter Seite. Der 22-Jährige zeigte bei seinem Debüt eine starke Leistung und setzte genau das um, was sich Dino Toppmöller von ihm versprach: Tiefenläufe in Umschaltsituationen.

Manchmal blieb er zu lange am Ball, statt eine schnelle Entscheidung zu treffen. Trotzdem war der Stürmer einer der gefährlichsten Spieler auf dem Platz. Wiedermal scheint es der SGE gelungen zu sein, einen Spieler aus dem Ärmel zu zaubern, der großes Potenzial mitbringt. Bei Ebnoutalib kommt noch oben drauf, dass Frankfurt seine Heimat ist. Der Rechtsfuß identifiziert sich mit der Stadt, wie allein sein Jubel gezeigt hat: "439" – die letzten drei Ziffern der Postleitzahl seines Viertels.

Bleibt er so unbekümmert und kann er diese Torgefahr auch dann ausstrahlen, wenn ein Gegner kommt, der die Räume defensiv enger macht und weniger Umschaltsituationen der Frankfurter erlaubt, kann sein Weg noch steil nach oben gehen. Vielleicht sogar bis hin zum Fanliebling.

"Younes ist dahin gegangen, wo es wehtut, und hat sich mit einem tollen Tor belohnt", sagte Toppmöller nach dem Spiel: "Wir sind schon sehr zufrieden, dass wir mit ihm und Kalimuendo vorne ganz andere Möglichkeiten haben."

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Frankfurt bekommt seine Abwehr nicht in den Griff

Das Problem: Auch das nächste Toptalent ist eines für den Sturm. Defensiv hingegen schwimmen die Frankfurter von einem billigen Gegentor zum nächsten. Klammert man den FC Bayern mal aus, steht die SGE mit 33 geschossenen Toren aktuell auf dem zweiten Platz in der Bundesliga – wenngleich Bayer Leverkusen (ebenfalls 33) und andere Teams noch ein Spiel weniger haben.

In der Offensive passt das Niveau. Schon jetzt hat Frankfurt aber 33 Gegentreffer kassiert. Der zweitschlechteste Wert der Liga – nur der 1. FC Heidenheim hat mit 34 noch eines mehr. Das ist für ein Spitzenteam zu wenig.

Die internationalen Ambitionen hängen vor allem daran, ob Toppmöller diese Probleme in den Griff bekommt. Auch die Torhüterdebatte wird ihn dabei begleiten. Kaua Santos wackelte gegen den BVB wieder mehrfach, auch wenn die Gäste nicht direkt davon profitieren konnten.

Auf der Pressekonferenz nahm der Trainer seinen Keeper zwar in Schutz: "Er war sehr präsent. Ist in ganz anderem körperlichen und mentalen Zustand, ist da auf richtig gutem Level. Ich glaube, dass er heute auch das Vertrauen zurückgezahlt hat." Doch in drei, vier Situationen hatte er großes Glück, dass seine Entscheidungen keine Konsequenzen hatten.

In jedem Fall muss sich Toppmöller in den kommenden Wochen auf einen Torwart festlegen. Stabilität wird für die Defensive wichtig sein.

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Der BVB ist der "Sieger" des Remis

Für Frankfurt ist das 3:3 am Ende enttäuschender. Auch wenn sie das leicht unterlegene Team waren und froh sein können, überhaupt wieder ins Spiel gefunden zu haben, bringt sie der Punkt nicht wirklich voran. Zwar ist der Kontakt zu den Champions-League-Plätzen noch da, aber um am Ende wieder in die Königsklasse zu kommen, wird es vor allem defensiv eine klare Leistungssteigerung brauchen.

Auch beim BVB ist der Trend zuletzt eher negativ. Zwar verliert Dortmund in dieser Saison nur selten, aber die Unentschieden häufen sich. In den vergangenen elf Pflichtspielen holte der BVB nur vier Siege. Hinzu kommen zwei Niederlagen, dazu das Aus im Pokal.

Betrachtet man das Remis außerhalb dieses Kontextes, dürften die Dortmunder dennoch entspannter sein als Frankfurt. In der Tabelle wird man den zweiten Platz behaupten, der späte Ausgleich fühlt sich vermutlich gut an und ist ein weiterer Beleg dafür, dass das Team "Nehmerqualitäten" hat, wie es Kovac formulierte.

Trotzdem kann sich das Blatt schnell wenden. Für einen Klub mit den Ansprüchen des BVB hatte man zuletzt zu viele Spiele, die in beide Richtungen hätten kippen können.

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