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Champions League

Bayer Leverkusen: Kai Havertz verhindert Überraschung gegen den FC Arsenal

  • Aktualisiert: 11.03.2026
  • 21:43 Uhr
  • SID

Bayer Leverkusen führt im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League lange gegen den Favoriten FC Arsenal - dann trifft ausgerechnet Kai Havertz.

Kai Havertz wischte sich kurz den Mund ab und holte sich den Glückwunsch seines Teammanagers Mikel Arteta ab. Nach großem Jubel war dem "verlorenen Sohn" aber nicht, schließlich hatte der Nationalspieler seinem Ex-Klub Bayer Leverkusen auf dem Weg in die ersehnte nächste Runde der Champions League eine bessere Ausgangsposition vermiest. Denn: Havertz traf für den FC Arsenal im ersten Achtelfinal-Duell durch einen umstrittenen Foulelfmeter ganz spät zum 1:1 (0:0) beim Wiedersehen mit Bayer.

"Das ist schon sehr, sehr wenig", sagte Leverkusens Robert Andrich bei DAZN, der Video-Assistent kassierte den Pfiff von Schiedsrichter Umut Meler aber nicht ein: "Das reicht doch nicht." Das Remis fühle sich "so ein bisschen enttäuschend an", sagte Andrich, der sein Team kurz nach der Pause in Führung gebracht hatte: "Aber nächste Woche haben wir noch eine Chance." Und Havertz meinte: "Ich bin froh, dass ich angetreten bin, froh, dass ich getroffen habe, aber es tut mir natürlich leid für die Leverkusener. Aber so ist Fußball."

Bayer bot dem scheinbar übermächtigen FC Arsenal eindrucksvoll Paroli und hat weiter gute Aussichten auf das erste Champions-League-Viertelfinale seit 24 Jahren, dabei gab der Bundesligist eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel erst spät aus der Hand.

Dennoch: Am kommenden Dienstag (21:00 Uhr im Liveticker) in London ist nach der couragierten Vorstellung des deutschen Vizemeisters alles offen. Die Führung durch Bayer-Kapitän Andrich (46.) glich Arsenals Havertz etwas glücklich aus (89.). Zuvor hatte Malik Tillman Noni Madueke gefoult, der Video-Assistent bestätigte den umstrittenen Strafstoß. Zuletzt hatte der Werksklub 2002 das Viertelfinale der Königsklasse erreicht - damals ging erst das Endspiel gegen Real Madrid verloren.

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Bayer Leverkusen sammelt Selbstvertrauen

Während Bayer vor dem Liga-Kracher gegen den FC Bayern am Samstag Selbstvertrauen sammelte, ging Arsenal nach einer makellosen Ligaphase erstmals in dieser Champions-League-Saison nicht als Sieger vom Platz. Nationalspieler Havertz, der erstmals seit seinem Abschied 2020 in die BayArena zurückkehrte, kam in der 74. Minute als Joker ins Spiel.

Arsenal sei "vielleicht die beste Mannschaft Europas" und "natürlich der große Favorit", hatte Bayer-Trainer Kasper Hjulmand vor der Partie gesagt. Verstecken wollte er sich mit seinem Team gegen den Premier-League-Tabellenführer aber nicht: "Wir haben schon sehr gut gegen große Mannschaften gespielt. Es ist Fußball. Alles ist möglich." Doch sein Team stand von Beginn an unter Druck.

Vor allem Andrich wirkte zu Beginn überfordert. Der Bayer-Kapitän ließ sich zu zwei Fouls an Arsenal-Angreifer Viktor Gyökeres hinreißen und kassierte früh die Gelbe Karte. Bayer kam dann aber etwas besser in die Partie, Christian Kofane (7.) hatte den ersten Abschluss der Partie. Arsenal war um Spielkontrolle bemüht, Leverkusen stand kompakt und lauerte auf schnelle Umschaltsituationen.

Eine solche nutzten dann fast die Londoner zur Führung: Über Gyökeres landete der Ball halblinks bei Gabriel Martinelli, der mit einem wuchtigen Abschluss die Latte traf (20.). Bayer zeigte sich davon aber unbeeindruckt und hielt stark dagegen. Bis zur Pause war es ein Spiel auf Augenhöhe. Bayers Ibrahim Maza schoss bei einem Konter links vorbei (45.+1).

Kurz nach dem Seitenwechsel ging Leverkusen dann in Führung: Andrich köpfte nach einer Ecke am zweiten Pfosten ein - und Arsenal geriet erstmals in dieser Königsklassen-Saison in Rückstand. Die Gunners versuchten zu antworten, doch auch die ansonsten gefürchteten Standards blieben zunächst wirkungslos. Angeführt vom starken Exequiel Palacios verteidigte Bayer lange leidenschaftlich die Führung - dann traf ausgerechnet Havertz.

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