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Fußball

Borussia Dortmund gehen die Abwehrspieler aus: Rächt sich jetzt das Risiko im Winter?

  • Veröffentlicht: 16.02.2026
  • 18:32 Uhr
  • Chris Lugert
Nico Schlotterbeck fällt mit Muskelbeschwerden aus.
Nico Schlotterbeck fällt mit Muskelbeschwerden aus.© DeFodi Images

Ausgerechnet vor den Champions-League-Playoffs gegen Atalanta Bergamo gehen Borussia Dortmund die Abwehrspieler aus, vor allem der Ausfall von Nico Schlotterbeck trifft den BVB hart. Allerdings ist der Engpass auch selbst verschuldet.

Von Chris Lugert

Auf Luca Reggiani wartet womöglich ein ganz besonderes Spiel. Der 18 Jahre alte Innenverteidiger von Borussia Dortmund könnte im Hinspiel der Champions-League-Playoffs am Dienstagabend gegen Atalanta Bergamo (ab 21:00 Uhr im Liveticker) sein Debüt in der Königsklasse feiern. Ausgerechnet gegen ein Team aus der Heimat.

Der U19-Nationalspieler Italiens war vor fast genau zwei Jahren von Sassuolo Calcio zum BVB gewechselt und durfte zuletzt bereits zweimal Bundesligaluft schnuppern. Allerdings nicht unbedingt aus eigenen Leistungsgründen, sondern weil Trainer Niko Kovac zusehends die Abwehrspieler ausgingen.

Jetzt hat es auch noch Nico Schlotterbeck erwischt. Muskuläre Probleme zwingen den Führungsspieler gegen Bergamo und womöglich auch am Wochenende bei RB Leipzig zum Zuschauen. Ein Ausfall zur Unzeit, den die Dortmunder kaum kompensieren können. "Wir wollen bei ihm kein Risiko eingehen", sagte Kovac.

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Schlotterbeck ist derzeit einer von wenigen Spielern, die beim BVB regelmäßig nahe dem Prädikat "Weltklasse" agieren. Gerade in der Champions League schmerzt sein Ausfall besonders. Doch dass jetzt plötzlich wohl Reggiani aushelfen muss, liegt auch am großen Verletzungspech auf dieser Position.

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Bewusste Entscheidung gegen Wintertransfer

Denn auch Niklas Süle verletzte sich am Wochenende beim 4:0 gegen den 1. FSV Mainz 05 und musste zur Halbzeit ausgewechselt werden, Kapitän Emre Can und Youngster Filippo Mane fehlen bereits mehrere Spiele. Somit bleibt Waldemar Anton derzeit als einziger gelernter Innenverteidiger übrig, gemeinsam mit dem umgeschulten Ramy Bensebaini.

Doch so ganz aus der Verantwortung lässt sich die Führungsriege von Borussia Dortmund bei diesem Schlamassel nicht nehmen. Denn im Wintertransferfenster entschieden sich die BVB-Verantwortlichen gegen einen Neuzugang, obwohl nach dem bitteren Abgang von Aaron Anselmino noch Zeit geblieben wäre.

Der Argentinier wurde wenige Tage vor Ende der Transferperiode von seinem Stammklub FC Chelsea zurückgeholt und kurz darauf bei Racing Straßburg geparkt. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass die Personaldecke im Abwehrzentrum für Kovacs bevorzugtes System mit Dreierkette dünn ist.

Dennoch entschied sich der BVB ganz bewusst gegen einen Neuzugang. "Wir vertrauen dem Kader und haben uns nach internen Überlegungen dazu entschieden, auf dieser Position nichts mehr zu machen", sagte Sportdirektor Sebastian Kehl kurz vor Transferschluss zu "Sky".

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Trumpft Youngster Luca Reggiani auf?

Er betonte, dass man ja "fünf Spieler für die Innenverteidigung" habe und außerdem Julian Ryerson "dort ebenfalls spielen kann". Was in der Theorie richtig ist, allerdings blühte der Norweger zuletzt auf der rechten Schiene auf und hat sich dort mit seinen Flanken und Hereingaben unverzichtbar gemacht.

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Zudem war auch Manes Verletzung noch vor Ende der Transferfrist bekannt. Die Dortmunder nahmen das Risiko also bewusst in Kauf und könnten jetzt bitter dafür bezahlen. Denn gegen das offensivstarke Bergamo könnte gerade auf die Abwehr viel Arbeit warten.

Nicht nur deshalb dürfte Reggiani besonders in den Fokus rücken. Gegen Mainz, als er eine komplette Halbzeit für den verletzten Süle spielen durfte, machte er zumindest keinen nervösen Eindruck und spielte souverän. Ob er diese Abgeklärtheit auch in der Champions League an den Tag legen kann?

Die BVB-Bosse werden genau darauf hoffen. Damit der Klub ins Achtelfinale einzieht - und sich die Transferentscheidung von Anfang Februar nicht als teures Desaster herausstellt.

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