STimmen nach BVB-Niederlage
Borussia Dortmund: Reaktionen zum Aus in der Champions League - Kobel übernimmt Verantwortung: "War mein Fehler"
- Veröffentlicht: 25.02.2026
- 21:57 Uhr
- ran
Der BVB scheidet durch ein spätes Gegentor in Bergamo aus der Champions League aus. Während Emre Can von "Kacktoren" spricht, übernimmt Torwart Gregor Kobel die Verantwortung für den späten K.o.-Schlag. Die Stimmen.
Ist das bitter!
Borussia Dortmund ist auf dramatische Art und Weise aus der Champions League League ausgeschieden.
Im Rückspiel der Playoffs bei Atalanta Bergamo erwischte der BVB einen schwachen Start, Gianluca Scamacca (5.) und Davide Zappacosta (45.) trafen vor der Pause für die Italiener. Mario Pasalic (57.) erzielte das 3:0, doch Karim Adeyemi (75.) ließ den BVB mit seinem Anschlusstreffer wieder hoffen.
Als es schon nach Verlängerung aussah, kam es in der Nachspielzeit zum Drama: Nach einem Fehlpass von Torwart Gregor Kobel traf Ramy Bensebaini seinen Gegenspieler Nikola Krstovic im Strafraum am Kopf.
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Der VAR entschied auf Elfmeter, den Lazar Samardzic zum 4:1-Endstand verwandelte (90.+8). Nico Schlotterbeck sah auf der Bank die Rote Karte, Bensebaini Gelb-Rot.
Es gab also viel zu besprechen. ran hat die Stimmen von DAZN gesammelt.
Niko Kovac (Trainer, Borussia Dortmund): "Die Niederlage ist sehr unglücklich, aber unterm Strich haben wir heute kein gutes Spiel gemacht. Wenn du in der Champions League vier Gegentreffer bekommst, wird es schwierig. Da brauchst du nicht reden, Elfmeter hin oder her. Wir waren einfach in den Momenten, in denen wir die Tore kassiert haben, nicht richtig da. Wir haben die Fehler gemacht, in der Champions League werden solche Fehler bestraft. [...]
Das am Ende darf natürlich nicht passieren. Wir haben bei den anderen Gegentoren schon Fehler gemacht, aber das darf nicht passieren. Wir waren ein bisschen naiv. Du kannst zwei Tore kassieren, vielleicht auch drei, aber das vierte darf nicht passieren. Wir haben selbst Möglichkeiten gehabt, haben sie nicht genutzt, aber hätte, hätte, Fahrradkette. Heute haben wir nicht die Leistung gebracht, die nötig gewesen wäre, um weiterzukommen. Wir sind heute verdient ausgeschieden. Wir wissen, dass hier eine gute Atmosphäre ist, dass es heiß hergeht. Trotzdem sind wir eine Bundesliga-Mannschaft, die das hinbekommen muss."
"Wir müssen natürlich Wunden lecken und die Dinge ansprechen. Aber wir haben in drei Tagen ein Bundesligaspiel, das macht es nicht leichter, weil der deutsche Meister kommt. Wir müssen uns schleunigst darauf konzentrieren, gut zu verteidigen. Wenn wir gut verteidigen, gewinnen wir Spiele. Wenn du zwei oder mehr kassierst, gewinnst du selten Spiele, schon gar nicht in der Champions League. Deshalb Kräfte bündeln, um am Samstag eine gute Performance abzuliefern."
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Gregor Kobel (Borussia Dortmund): "Ja klar, das war mein Fehler am Ende. Tut mir natürlich super leid für meine Jungs, weil ich glaube, wir haben dann eine gute Aufholjagd hingelegt und waren am Ende eigentlich gut im Spiel. Fußball ist manchmal hart. Ich komme raus, wollte ihn zuerst wegschlagen, dann war die Lage nicht ganz so. Das ist ein Bruchteil von einer Sekunde:
Du denkst in dem Moment nicht, dass der Ball einfach irgendwie weg soll. Ich war dann im Spiel drin und habe versucht, noch eine Lösung zu finden. Jeder, der Fußball spielt, kennt das: Wenn der erste Kontakt so ist, dass der Ball liegt und du ihn nicht sauber schlagen kannst, gehst du auf Plan B. Aber ich muss ihn am Ende einfach klären. Scheißegal wie. So ist es natürlich super hart für die Mannschaft und für alle. Das tut mir weh."
"Wir sind nicht gut ins Spiel reingekommen, das ist auf jeden Fall so. Das, was uns im Hinspiel stark gemacht hat, dieses Steil-Klatsch und schnell hinter die Kette zu kommen, da haben wir uns schwergetan. Wir sind dann viel ins Pressing gekommen, hatten Ballverluste und haben auswärts in dem Stadion den Gegner dadurch ein Stück weit stark gemacht. Die kamen dann immer mehr, hatten Chancen und waren am Ende einfach besser im Spiel."
"Natürlich ist es jetzt kurz, wir haben wenig Zeit. Jetzt geht es darum, den Mund abzuputzen, weiterzumachen und für das Team da zu sein. Alles, was geschehen ist, ist geschehen. Jetzt geht es darum, dass wir uns schnell als Team sammeln, am Wochenende da sind und zu Hause einen geilen Fight gegen Bayern abliefern."
DAZN-Experte Nils Petersen: "Das letzte Tor, das geht auf Kobel. Kobel muss den Ball klären. Er hat so viele Spiele für den BVB gerettet in dieser Champions-League-Saison. Aber in der Phase des Spiels, in der 93. oder 94. Minute, muss der Ball auf die Tribüne."
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Emre Can (Borussia Dortmund): "Wenn du vier Tore kassierst in den Playoffs, dann wird es schwer weiterzukommen. Kein Vorwurf an irgendeinen Spieler, aber wenn du so viele individuelle Fehler machst, dann wird es schwer, weiterzukommen. Ich glaube schon, dass wir in der Halbzeit einige hundertprozentige Chancen hatte. hatten. Wenn du die nicht nutzt, ist es am Ende sehr, sehr unglücklich. Aber wenn wir ehrlich sind, sind wir verdient nicht weitgekommen. Es waren Kacktore, ich weiß nicht, welches Wort ich sonst verwenden sollte.
Das darf nicht passieren. [...] Gregor hat uns diese Saison so oft geholfen und gerettet. In der ersten Halbzeit, wie er den da rausholt, das ist Wahnsinn. Tut mir leid für den Jungen, wie gesagt: kein Vorwurf, überhaupt kein Vorwurf. Er kriegt den Ball, flankt, der bugsiert den Ball irgendwie noch, dann geht Ramy mit der Hacke hin, dann weiß ich nicht, ob es ein Elfmeter ist, keine Ahnung. Es kommt alles zusammen. Sehr schade. Wir wollten unbedingt weiter. Es tut extrem weh. Aber morgen müssen wir wieder den Blick nach vorne richten und uns vorbereiten für das Spiel am Samstag gegen Bayern.
Sead Kolasinac (Atalanta Bergamo): "Wir haben auf jeden Fall daran geglaubt. Nach dem Hinspiel habe ich sofort gesagt, dass das einzig Positive ist, dass wir nur zwei Tore kassiert haben und dass wir im Rückspiel ein anderes Gesicht zeigen müssen. Ich glaube, das ist uns heute von der ersten Minute an sehr, sehr gut gelungen und deswegen sind wir natürlich unglaublich glücklich, dass wir weitergekommen sind. [...] Mir persönlich ist es egal, ob wir jetzt gegen Bayern oder Arsenal spielen werden. Das sind zwei unglaubliche Weltmannschaften, das gilt es zu genießen. Aber jetzt liegt erstmal wieder der Fokus auf der Liga am Wochenende."