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Champions League

Champions League: Bodö/Glimt ist genau das, was die Königsklasse braucht – ein Kommentar

  • Aktualisiert: 25.02.2026
  • 09:05 Uhr
  • Justin Kraft

Bodö/Glimt ist die große Überraschung dieser Champions-League-Saison – und irgendwie doch keine. Ein Kommentar.

Von Justin Kraft

Fünf Tore gegen einen Finalisten des Vorjahres: Bodö/Glimt ist verdient ins Achtelfinale der Champions League eingezogen. Die Norweger haben ihre starke Leistung aus dem Hinspiel auch im San Siro bestätigt und Inter Mailand rausgeworfen.

Eine Sensation, wenn man allein auf die Marktwerte beider Kader schaut. Inters Kader ist laut "transfermarkt" über 660 Millionen Euro wert. Bodö hingegen kommt auf nicht mal 60 Millionen Euro.

Mit Marcus Thuram, Nicolo Barella (beide 60 Millionen Euro), Alessandro Bastoni (80 Millionen Euro) und Lautaro Martinez (85 Millionen Euro) stehen vier Spieler im Kader von Inter, die so viel wert sein sollen wie der gesamte Kader jenes Gegners, der sie in zwei Spielen besiegt hat.

Und doch kommt diese Sensation nur bedingt überraschend. In dieser Saison haben sie in der Königsklasse nur drei Spiele verloren. Hinzu kamen drei Unentschieden – unter anderem gegen Tottenham und Dortmund. Gegen Manchester City (3:1) und Atletico Madrid (2:1) gewann Bodö ebenso wie nun in zwei Duellen gegen Inter.

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Bodö/Glimt verzaubert die Champions League

Eine beeindruckende Leistung, die auf einer mutigen Herangehensweise beruht. Einer Herangehensweise, an der sich viele Mannschaften orientieren sollten. Denn Kjetil Knutsen hat dem Team eine Spielweise vermittelt, die furchtlos, aber gleichzeitig nicht naiv ist.

Bodö presst manchmal hoch und aggressiv, kann aber auch schwere Phasen in tiefem Block überstehen wie in der ersten Halbzeit gegen Inter. Das 1:0 erzwangen sie mit hohem Pressing, beim 2:0 zeigten sie ihre ganze spielerische Klasse mit einer tollen Kombination beim Konter.

Und wer jetzt glaubt, dass das Märchen im Achtelfinale ein jähes Ende finden wird, irrt vielleicht. Dort geht es entweder gegen Sporting oder Manchester City. Gegen Letztere haben sie in der Ligaphase schon mal gewonnen.

An einem sonst eher langweiligen Dienstagabend in der Champions League hat Bodö für Unterhaltung gesorgt. Fußballerisch wie emotional. Auf jener Bühne, die seit Jahren der absoluten Elite des europäischen Spitzenfußballs gehört.

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Eine Bühne, auf der echte Underdoggeschichten selten geworden sind. Selbst Villarreal war angesichts der erfolgreichen Europapokalhistorie eher ein halber Underdog, als sie 2022 ins Halbfinale einzogen.

So wie Bodö aktuell Fußball spielt und mit dem Selbstvertrauen, das sie in den beiden Partien gegen Inter und bereits in der Ligaphase gesammelt haben, könnten sie die größte Sensation seit APOEL Nikosia werden. Die Zyprioten erreichten 2012 das Viertelfinale und schieden dort gegen Real Madrid aus. Zuvor schalteten sie Olympique Lyon aus und setzten sich in einer Gruppe mit Zenit St. Petersburg, dem FC Porto und Shakhtar Donezk durch.

Bodö hat auf seinem Weg schon jetzt viele Spitzenteams geärgert. An Zufall kann da niemand mehr glauben. Eine erfolgreiche K.-o.-Phase wäre nicht nur für sie selbst eine riesige Nummer. Auch die Champions League würde davon profitieren, wenn mal wieder ein unerwarteter Gast das Bankett der Reichen und Schönen crasht.

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