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Fußball

DFB-Pokal: FC Bayern will perfekte Trilogie gegen RB Leipzig - doch es bleiben große Gefahren

  • Veröffentlicht: 11.02.2026
  • 11:54 Uhr
  • Chris Lugert

Für manch einen ist es das vorgezogene Endspiel, wenn sich der FC Bayern und RB Leipzig am Mittwoch im Viertelfinale des DFB-Pokals gegenüberstehen. Die Rollenverteilung vor dem Spiel ist klar - und birgt Gefahren für die Münchner.

Von Chris Lugert

Langatmigkeit? Nicht bei diesem Duell.

Das zeigte bereits die Vergangenheit und auch die Gegenwart in der laufenden Saison. Wenn sich der FC Bayern und RB Leipzig gegenüberstehen, wird es spektakulär. Nicht immer spannend, aber definitiv unterhaltsam.

In den vergangenen vier Pflichtspielen zwischen diesen beiden Klubs durften die Zuschauer jedes Mal sechs Tore bestaunen. Und betrachtet man die Offensivstärke der beiden Teams anno 2026, deutet vieles darauf hin, dass es im DFB-Pokal-Viertelfinale am Mittwoch (ab 20:45 Uhr im Joyn-Livestream) ähnlich werden könnte.

Für nicht wenige Beobachter ist es das vorgezogene Endspiel - trotz verbliebener Klubs wie Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart. Doch die Vorzeichen könnten verschiedener kaum sein und könnten für die Bayern gefährlich werden. Die Bayern sind nach zwei deutlichen Siegen in der Bundesliga gegen die Sachsen klarer Favorit, Leipzig macht es sich in der Außenseiterrolle bequem.

"Wir haben nichts zu verlieren. Keiner rechnet damit, dass wir als Sieger vom Platz gehen, aber wir tun das schon - und das soll man auch auf dem Platz sehen", sagte Leipzig-Trainer Ole Werner im Vorfeld der Partie. Paradoxerweise erweisen sich die zwei Klatschen in der Bundesliga hier als Vorteil.

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Was RB Leipzig aus der jüngsten Klatsche ziehen kann

Zum Saisonauftakt verloren die Leipziger in München mit 0:6, zu Hause gab es vor wenigen Wochen ein 1:5. Zudem quälten sich die Rasenballer zuletzt durch die Liga. Aus den zwei Spielen gegen die Abstiegskandidaten FC St. Pauli und Mainz 05 gab es nur einen Punkt, am Freitag gelang beim 1. FC Köln nur ein mühevoller Sieg.

Die Versuchung, Leipzig zu unterschätzen, mag groß sein. Doch wozu diese Mannschaft fähig ist, mussten die Bayern selbst bereits erkennen. Der Rekordmeister bekam trotz des am Ende klaren Sieges in Sachsen eine Halbzeit lang von den Werner-Schützlingen komplett die Grenzen aufgezeigt. Dass es damals nach 45 Minuten nur 1:0 für Leipzig stand, wurde dem Spielverlauf nicht ansatzweise gerecht.

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FC Bayern: Vincent Kompany über Lennart Karls Mega-Fail

Die Bayern konnten in dem Spiel Mitte Januar nach der Pause zwei Gänge hochschalten und spielten sich letztlich in einen Rausch, der für die tapferen Leipziger zu viel war. Doch von der spielerischen Leichtigkeit zu Beginn der Rückrunde ist beim Team von Trainer Vincent Kompany selbst nicht mehr viel übrig.

Tatsächlich war dieses 5:1 von Leipzig bis heute der letzte - zumindest in großen Teilen - überzeugende Sieg der Bayern. Daran ändert auch der klare Erfolg gegen die TSG Hoffenheim vom vergangenen Wochenende nicht viel, der aufgrund der langen Unterzahl der Kraichgauer in jeglicher Analyse mit Vorsicht betrachtet werden muss.

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FC Bayern: Pokalaus mit weitreichenden Folgen?

"Weil wir zu Hause spielen, weil es ein Pokalspiel ist und weil das Spiel für uns auch einfach ein absolutes Must ist, möchte ich das Gefühl haben, dass wir bringen, was wir bringen können", gab Kompany nun die Marschroute vor. Die perfekte Trilogie gegen Leipzig soll her. Denn eine Niederlage hätte womöglich gravierende Folgen.

Seit 2020 standen die Bayern nicht mehr im Pokalfinale von Berlin. Es ist eine Durststrecke, die nicht zum Selbstverständnis des Klubs passt. Im zweiten Jahr unter Kompany soll es am Ende gerne mehr sein als nur die Meisterschaft, der Belgier soll die Pokalmisere endlich beenden.

Doch ein erneut relativ frühes Ausscheiden im Pokal könnte sich auch auf die kommenden Wochen negativ auswirken. Die Unruhe würde deutlich zunehmen, Zweifler und Kritiker im Tenor an Lautstärke gewinnen. Zwar ist bis zur nächsten Aufgabe in der Champions League noch fast einen Monat Zeit, doch würde der Druck in der Königsklasse dann ungleich höher werden, um die Saison über das Business as usual herauszuheben.

Ex-Bayern-Profi Markus Babbel erwartet daher einen starken Auftritt der Münchner. "Der Druck ist immer hoch bei Bayern München, gerade im Pokal. Denn sie waren jetzt schon sehr lange nicht mehr in Berlin und sind zuletzt teilweise gegen unterklassige Vereine ausgeschieden. Deshalb gehe ich aber davon aus, dass sie sehr fokussiert ins Spiel gehen werden", sagte Babbel im ran-Interview.

ÖPNV-Streik als Extra-Motivation

Um die Motivation ist es im Bayern-Kader offenbar tatsächlich nicht schlecht bestellt. Mittelfeldspieler Aleksandar Pavlovic schickte vor der Partie eine Ansage an die Gäste, die auch als Drohung verstanden werden könnte. "Wir sind sehr heiß drauf", sagte er. Und weiter: "Es ist schwer in Worte zu fassen, wie viel Bock ich auf das Spiel habe. Das geht jedem anderen in der Mannschaft auch so."

Kritik an Bayern-Elfer: Schiri Tobias Stieler erklärt sich

Die mutmaßlich schwierigere Anreise zum Stadion aufgrund des ÖPNV-Streiks in München soll dabei keine Ablenkung darstellen und noch viel weniger als Ausrede dienen. Ganz im Gegenteil: Mit Blick auf die Anhängerschaft, die vor weit größeren Problemen bei der Anreise stehen dürfte, fordert Kompany, "dass dann auch die Leistung da ist für unsere Fans, die sich die Mühe machen, um zum Stadion zu kommen".

Genügend Gründe also für die Bayern, nach zuletzt teils sehr dürftigen Auftritten alles auf den Platz zu bringen. Und das gegen einen Gegner, der sich zwar verbal kleinmacht, aber ganz genau weiß, welche Möglichkeiten er hat. Und dass er die Qualität besitzt, den Bayern wehzutun.

Langatmig dürfte auch dieses Duell nicht werden.

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