Warum fährt die U-Bahn trotz Streik?
DFB-Pokal-Viertelfinale: Droht Fan-Chaos bei FC Bayern München vs. RB Leipzig?
- Aktualisiert: 11.02.2026
- 14:06 Uhr
- ran
Trotz eines Generalstreiks der Münchner Verkehrsbetriebe soll das DFB-Pokal-Spiel zwischen dem FC Bayern München und RB Leipzig stattfinden.
Lange war offen, ob das DFB-Pokal-Viertelfinale des FC Bayern München gegen RB Leipzig (Mittwoch ab 20:45 Uhr live auf Joyn und im Liveticker) stattfinden kann.
Das Viertelfinale wird aber wie geplant über die Bühne gehen - trotz Streik des öffentlichen Nahverkehrs.
ran liefert die wichtigsten Fragen und Antworten.
MVG: Warum und in welchem Umfang wird gestreikt?
Die Gewerkschaft Verdi ruft zu einem 24-stündigen Warnstreik im Münchner Nahverkehr (MVG) auf. Er beginnt am 11. Februar um 3:30 Uhr und endet am 12. Februar um 3:30 Uhr. Es ist der zweite Streik in kurzer Zeit nach einem ähnlichen am 2. Februar.
Grund sind laufende Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Bayern (TV-N Bayern). Verdi fordert unter anderem höhere Löhne/Gehälter, kürzere Arbeitszeiten (Entlastung), bessere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit sowie allgemein bessere Arbeitsbedingungen bei hoher Belastung der Beschäftigten.
Betroffen sind vor allem U-Bahn, Tram (Straßenbahn) und viele Buslinien (bis Linie 199). Am vorherigen Streiktag fuhr praktisch keine U-Bahn. Es ist mit einem weitgehenden Stillstand zu rechnen. Die S-Bahn (DB) und der Regionalverkehr sind nicht betroffen (allerdings gibt es dort separate Bauarbeiten an der Stammstrecke ab ca. 22:20 Uhr).
Wird es ÖPNV zum Spiel FC Bayern München gegen RB Leipzig geben?
Das Pokalspiel findet wie geplant statt – nach intensiven Gesprächen zwischen FC Bayern, MVG, Polizei, Allianz Arena und Behörden wurde eine Absage abgewendet.
Es gibt ein spezielles Sonderkonzept nur für das Spiel. Auf der U-Bahn-Linie U6 (zwischen Marienplatz und Fröttmaning (Stadion)), der Hauptverbindung für Fans, fahren seit dem Vormittag schon wieder U-Bahnen. Ab ca. 17:30 Uhr bis Betriebsschluss finden die Fahrten dann auch in einem schnellen Takt statt (ähnlich wie an normalen Spielabenden).
Der Park+Ride-Parkplatz Garching wird nicht angefahren.
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Die Arena öffnet zudem früher (ab ca. 18:30 Uhr) und bleibt länger offen. Fans sollten früh anreisen und Alternativen wie Auto, Mitfahrgelegenheiten oder längere Fußwege einplanen. Der ADAC warnt vor massiven Staus - bereits beim letzten Streik doppelt so viele wie normal.
MVG-Streik: Was sagt der FC Bayern München?
Der Klub ist erleichtert, dass das Spiel stattfindet, stellt aber die außergewöhnlichen Herausforderungen heraus.
CEO Jan-Christian Dreesen sprach nach dem Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim von einer "Sondersituation" durch den Streik.
Man habe lange interne Meetings mit MVG, Polizei und Behörden gehabt und werde alles organisieren, so gut es geht. Die An- und vor allem Abreise vom Stadion werde "eine Herausforderung" und "nicht ersetzbar" sein. Eine Absage wurde zunächst nicht ausgeschlossen, aber nach der Einigung auf das Sonderkonzept (U6-Sonderverkehr) ist das Spiel gesichert.
Der FCB kommuniziert aktiv über seine Kanäle und empfiehlt Fans, sich aktuell in sozialen Medien über die Verkehrssituation zu informieren.
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MVG-Streikt: Wie ist die Resonanz aus der Bevölkerung?
Viele Bayern-Fans sind erleichtert, dass das Spiel stattfindet. Eine Absage hätte den Klub, die Fans und die Stadt wirtschaftlich getroffen (Tickets, Gastronomie, Image).
Es wird von Einigen als "vernünftiges Entgegenkommen" aller Beteiligten (MVG, Verein, Behörden) gesehen, nicht als große Privilegierung.
Andere empfinden es als ungerecht oder "zweierlei Maß". Warum wird für 75.000 Fußballfans (viele davon aus gut situierten Schichten) eine Sonderregelung geschaffen, während normale Pendler, Schichtarbeiter oder Schüler den ganzen Tag ohne U-Bahn auskommen müssen?
Es gibt Vorwürfe wie "Für den großen FC Bayern wird alles möglich gemacht, für den kleinen Mann nicht". Manche sprechen von "VIP-Behandlung" oder "Fußball-Privilegien" in einer Stadt, in der der ÖPNV ohnehin schon teuer und überlastet ist.
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