Fußball
"Vier Optionen": Popps Zukunft weiter offen
Die frühere Nationalmannschafts-Kapitänin Alexandra Popp ringt weiter mit allen Möglichkeiten zur Fortsetzung ihrer Fußball-Karriere. Ausdrücklich schließt die Torjägerin von Bundesligist VfL Wolfsburg dabei einen Wechsel zum potenziellen Zweitliga-Aufsteiger Borussia Dortmund unverändert nicht aus.
"Ich würde ja nicht über den BVB reden, wenn's nichts für mich wäre. Stand heute gibt es vier Optionen: 1. beim VfL Wolfsburg verlängern, 2. zum BVB wechseln, 3. ins Ausland gehen, 4. aufhören", sagte Popp im Legenden-Podcast "Wie war das damals?" des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund.
Popp ist in Witten vor den Toren Dortmunds geboren und im Ruhrgebiet aufgewachsen. Seit ihrer Kindheit ist die 34-Jährige Anhängerin des BVB und ein Einsatz im Trikot der Schwarz-Gelben ihr Traum. Popps Vertrag in Wolfsburg, wo die Olympiasiegerin von 2016 seit 14 Jahren auf Titeljagd geht, läuft am Saisonende aus.
Bereits seit mehreren Wochen wird die Entscheidung der dreimaligen "Fußballerin des Jahres" erwartet. Wolfsburgs hat seiner Führungsspielerin und Identifikationsfigur allerdings keine Frist gesetzt.
Mehrfach bereits beschrieb Popp ihren Meinungsbildungsprozess. "Ich habe von Anfang an relativ offen kommuniziert, dass das eine Entscheidung ist, die für mich einfach mit Bedacht getroffen werden soll. In der Vergangenheit war es immer so, dass ich im Januar schon entschieden hatte, wie es weitergeht. Das tue ich dieses Mal aber bewusst nicht. Ich will ganz sicher sein", sagte die zweimalige Champions-League-Siegerin schon vor Monatsfrist.
Möglicherweise für einen Neustart als "Projektleiterin" in Dortmund und gegen eine Fortsetzung ihrer Laufbahn bei den Niedersachsen sprechen Wolfsburgs anhaltenden Probleme im schärfer gewordenen Konkurrenzkampf nicht zuletzt mit Double-Gewinner Bayern München. Im Jahr nach der ersten Saison der "Wölfinnen" seit 2012 ohne Titelgewinn fällt die Bestandsaufnahme der 145-maligen Nationalspielerin jedenfalls ernüchternd aus: "Dass die Bayern uns überholt haben - den Schuh müssen wir uns selbst anziehen. In Wolfsburg sind wir in den letzten Jahren stehengeblieben."