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FC Chelsea trennt sich von Enzo Maresca: Übernimmt ein früherer Bundesliga-Coach? Die Trainer-Kandidaten
- Aktualisiert: 02.01.2026
- 10:45 Uhr
- Nicolas Gödtel
Beim FC Chelsea ist Enzo Maresca Geschichte – nun läuft die Suche nach einem Nachfolger heiß. ran zeigt mögliche Kandidaten.
Der FC Chelsea hat die Reißleine gezogen – Enzo Maresca ist nicht länger Trainer der Blues. Nach schwachen Wochen und wachsender Unruhe im Umfeld reagiert der Klub nun konsequent.
Zunächst berichtete Transferexperte Fabrizio Romano, kurz darauf folgte die offizielle Bestätigung. Eine direkte Aussage zur Nachfolge gab es nicht.
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Maresca, erst seit Sommer 2024 im Amt, führte Chelsea zwar zurück in die Champions League und gewann Conference League sowie Klub-WM. Doch in der Premier League blieb das Team zuletzt weit hinter den Erwartungen.
Chelsea steht nur auf Platz fünf und gewann eines der letzten sieben Ligaspiele. Jetzt soll ein neuer Coach die Saison retten – und die Liste der Kandidaten ist lang. ran zeigt die spannendsten Kandidaten für die Maresca-Nachfolge beim FC Chelsea.
Cesc Fabregas
Cesc Fabregas hat sich nach seinem Karriereende schnell als Trainer etabliert. Seit Sommer 2024 ist er Chefcoach beim italienischen Erstligisten Como und führt das Team in Richtung internationale Plätze.
Die Premier League kennt Fabregas wie kaum ein anderer: 350 Einsätze für Arsenal und Chelsea. Trotz seines langfristigen Vertrags bis 2028 könnte der Ex-Mittelfeldstar für eine Ablöse Thema werden.
Jürgen Klopp
Der Traumkandidat vieler Fans, aber realistisch? Fraglich. Jürgen Klopp pausiert vom Klubstress, arbeitet derzeit im Red-Bull-System in leitender Funktion.
Seine Fähigkeit, junge Teams zu entwickeln, würde perfekt zu Chelsea passen. Doch aktuell spricht wenig dafür, dass Klopp sich schon wieder auf den Trainerstuhl setzt – eher Gedankenspiel als konkrete Option. Insbesondere bei einem direkten Konkurrenten seines Ex-Klubs FC Liverpool.
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Liam Rosenior
Laut "The Athletic" und "The Guardian" ist Liam Rosenior der heißeste Kandidat auf die Nachfolge von Enzo Maresca.
Der 41-Jährige hat in kurzer Zeit einen steilen Weg hingelegt: vom U23-Coach in Brighton über Derby County zu Hull City, zuletzt Trainer bei Strasbourg. Ähnlich wie Maresca setzt Rosenior auf ein ballbesitzorientiertes System mit hohem Pressing.
Rosenior gilt als reflektiert, medienerfahren und gut vernetzt. Andrey Santos blühte bei ihm in Strasbourg auf, was der Chelsea-Chefetage nicht entgangen ist. Zudem versteht er die Multi-Klubmitstruktur von BlueCo bereits aus erster Hand.
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Oliver Glasner
Einst noch beim VfL Wolfsburg auf der Trainerbank - und bald beim großen FC Chelsea? Oliver Glasner genießt spätestens seit seinem FA-Cup-Triumph mit Crystal Palace ein hohes Ansehen in der Premier League.
Was für eine Verpflichtung des Österreichers spricht: Sein Vertrag bei Crystal Palace läuft am Ende der Saison aus. Gespräche um eine Verlängerung scheinen zu stocken. Trotz der sportlichen Erfolge lief es in der Beziehung zwischen Trainer und Verein nicht immer rund.
Im vergangenen Sommer soll er laut englischen Medien sogar mit Rücktritt gedroht haben, wenn Abwehr-Star Marc Guehi verkauft wird. Der Transfer zum FC Liverpool kam letztlich nicht zustande. Allerdings stehen die Interessenten Schlange - vermutlich wird Palace im Sommer verkaufen müssen.
Was gegen Glasner spricht, ist die Tatsache, dass er noch keine Erfahrung bei einem Weltklub wie Chelsea vorzuweisen hat. Zudem befindet er sich mit Crystal Palace aktuell in einer Mini-Krise: nur eines der letzten fünf Ligaspiele konnte gewonnen werden.
Gareth Southgate
Nach acht Jahren als englischer Nationaltrainer ist Gareth Southgate aktuell ohne Klub. Expertise im Umgang mit Premier-League-Spielern bringt er reichlich mit, auf Vereinsebene sind seine Erfahrungen jedoch begrenzt.
Seine bisher einzige Station als Klubcoach liegt Jahre zurück: Middlesbrough (2006–2009) – damals mit Aufstieg in die Premier League.
Thiago Motta
Thiago Motta genießt den Ruf, junge Spieler zu fördern, sammelte als Profi bei Barca, Inter und PSG Erfahrung auf Weltklasse-Niveau. Seine Trainer-Zeit bei Juventus verlief jedoch durchwachsen: Nach neun Monaten war Schluss, auf Tabellenplatz 5. In England hat Motta noch keine Spuren hinterlassen, sein Profil passt aber zur jungen Chelsea-Ausrichtung.
Roberto De Zerbi
Zwei Jahre Brighton, enormes Standing in England – De Zerbi gilt als taktisch modern, mutig und international gefragt. Im Sommer 2024 wechselte er nach Marseille und knüpft dort an seine Leistungen in der Premier League an.
Problem: sein laufender Vertrag und eine potenziell hohe Ablöse. Chelsea müsste wahrscheinlich tief in die Tasche greifen.
Frank Lampard
Chelsea-Ikone und Klub-Legende: Frank Lampard steht aktuell bei Coventry City unter Vertrag und leistet in seiner zweiten Saison in der Championship hervorragende Arbeit.
Mit seinem Team führt er die Tabelle souverän an und hat ein gutes Polster auf den Zweitplatzierten. Lampards erster Versuch als Cheftrainer beim FC Chelsea verlief über seine knapp zwei Jahre nicht ganz nach Plan, danach übernahm er noch kurz als Interimscoach bei den Blues. Ein möglicher dritter Anlauf bei Chelsea könnte nun der nächste Schritt in seiner Trainerkarriere sein.