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Alvaro Arbeloa wird nachfolger

Real Madrid: Hatte Xabi Alonso die Superstars nicht im Griff? Die Hintergründe zum Trainer-Aus

  • Aktualisiert: 13.01.2026
  • 15:07 Uhr
  • Mike Stiefelhagen

Das Kapitel von Xabi Alonso bei Real Madrid ist frühzeitig beendet. Was sind die Gründe für das Aus und wie geht es weiter? ran beantwortet die wichtigsten Fragen zum Trainer-Aus.

Von Mike Stiefelhagen

Der Clasico und seine Folgen. Real Madrid hat Trainer Xabi Alonso entlassen - nach nur einem halben Jahr Amtszeit.

Direkt nach der Niederlage (2:3) im spanischen Supercup gegen den FC Barcelona.

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Alvaro Arbeloa tritt die Nachfolge an, die internationale Presse spekuliert über die Gründe.Woran ist Alonso wirklich gescheitert?

ran nennt die wichtigsten Fragen und Antworten zum Trainerwechsel.

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Real Madrid: Sind die Gründe für das Alonso-Aus sportlicher Natur?

Es fehlte die Konstanz. Negative Ausreißer gab es immer wieder. In der Meisterschaft ist zwar noch alles möglich, doch die vier Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Barcelona wirken bedrohlich.

Die Pleite im Supercup tat ihr Übriges. Allerdings muss beachtet werden, dass Alonso kein Trainer für schnellen Erfolg ist. Er hat ein eigenes System, eine eigene Idee. Auch bei Bayer Leverkusen hat dies Zeit gebraucht. Zu Beginn dümpelte man im unteren Tabellenmittelfeld. Am Ende stand die erste deutsche Meisterschaft.

Zudem gab es auch positive Momente. Wie den Sieg im Liga-Clasico. Doch dieser wurde von Superstar Vinicius Junior überschattet, der bei seiner Auswechslung unzufrieden schien.

In einigen Spielen waren die "Königlichen" lethargisch. Wenig Tempo, wenig Glanz. Das missfällt. In den vergangenen Wochen nahm das zu, auch wenn sie in der Champions League gut dastehen mit vier Siegen aus sechs Spielen der Ligaphase.

Aus sportlicher Sicht ist die Entscheidung hart. Die Verantwortlichen hätten wissen müssen, was für eine Art Trainer Alonso ist.

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Real Madrid: Wie war das Verhältnis von Xabi Alonso zu seinen Spielern?

Laut den heimischen Medien hatte Alonso den Star-Auflauf nie wirklich unter Kontrolle. Ein wichtiges Puzzlestück als Madrid-Trainer. Daran scheiterten auch schon viele vor ihm. Jude Bellingham, Vini Jr., Kylian Mbappe - das sind alles Diven, die gestreichelt werden wollen.

Die Vini-Auswechslung als Drama, ein meckernder Bellingham, ein Mbappe, der sich gegen Alonsos Entscheidungen stellte. Es gab zu viel Gegenwind. Zwar zeigen sich jetzt viele "geschockt" und auch ein Mbappe bedankt sich öffentlich, aber Videos zeigen anhand der Körpersprache: man war sich oft uneins.

VIDEO: Real vs. Barcelona: Drei-Tore-Wahnsinn in Nachspielzeit | Highlights

Bestes Beispiel: nach der Barca-Pleite im Supercup wollte Alonso, dass seine Spieler trotzdem Spalier stehen. Mbappe sprach fuchtelnd und lautstark dagegen. Die Stars wandten sich ab, folgten Mbappe statt Alonso. Dieser ordnete sich seinem Star dann auch unter. Vielsagend.

Nach dem Alonso-Aus posteten ein dutzend Spieler Dankesgrüße und Verabschiedungen. Was auffällt: Bellingham und Vini Jr. posteten nichts. Nur ein kleines Randdetail in dieser Geschichte.

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Real Madrid: Welche Rolle spielte Präsident Florentino Perez beim Alonso-Aus?

Alonso soll dem Aus zugestimmt haben. Er war es offenbar Leid, dauernd unter Beschuss zu stehen.

Bei den Verantwortlichen hatte er durch seine ruhige, fast stoische und nicht wirklich autoritäre Art wohl ohnehin einen schweren Stand.

Klubchef Florentino Perez soll nie der größte Fan des 44-Jährigen gewesen sein. Die "Mundo Deportivo" berichtet sogar, Perez habe ihn entlassen - es wäre keine beidseitige Entscheidung gewesen.

Somit ist nach 232 Tagen im Amt schon wieder Schluss. Es wirkt, als hätte man nur auf den passenden Moment gewartet.

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Real Madrid: Wer wird Nachfolger von Xabi Alonso?

Alvaro Arbeloa folgt bei den "Königlichen" auf Alonso. Es ist noch nicht öffentlich bestätigt, ob der langjährige Außenverteidiger der "Blancos" eine Interims- oder Dauerlösung sein soll. Er soll sich bewähren. 2010 wurde er als Spieler Weltmeister, 2008 und 2012 Europameister. 2014 und 2016 gewann er mit Real die Champions League.

Der Spanier stammt selbst aus der Real-Jugend, ist ein Eigengewächs und durchlief als Coach mehrere Jugendmannschaften. 2020 bis 2022 die U16 bzw. U17, von 2022 bis 2025 die U19 und zuletzt die zweite Mannschaft, Real Madrid Castilla.

Arbeloa ist ein bekanntes Gesicht am Campus und gewann mit der U19 alle nationalen Titel. Die zweite Mannschaft ist nach dem 19. Spieltag auf dem vierten Platz der Primera Federacion (Gruppe A), der dritten Liga Spaniens. Platz vier ist dort das beste Ergebnis seit der Spielzeit 2022/2023, als der Ex-Schalker Raul Castilla auf Rang drei führte.

Aber Fakt ist auch, große Erfahrung hat Arbeloa als Cheftrainer im Profi-Fußball nicht. Es bleibt fraglich, ob er die Stars besser in den Griff bekommt als sein Vorgänger. Somit ist schwierig zu sagen, wie Arbeloa taktisch spielen lassen will. Das Alonso-System war speziell und noch nicht vollendet.

Die Umstellung wird herausfordernd für alle. Arbeloa, wie auch für das Team. Alonsos früherer Mitspieler bei Real soll am Mittwoch im Achtelfinale der Copa del Rey beim Zweitligisten Albacete Balompie (ab 21:00 Uhr im Liveticker) erstmals auf der Bank sitze.

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Real Madrid: Wie geht es für Xabi Alonso weiter?

Vor seinem Leverkusen-Abgang wurde Alonso auch mit dem FC Bayern München und FC Liverpool in Verbindung gebracht, für die der Baske ebenfalls gespielt hat.

Bei den Bayern läuft es unter Trainer Vincent Kompany derzeit hervorragend. Liverpool strauchelte in der Hinserie trotz zahlreicher teurer Top-Transfers, Coach Arne Slot erntete einiges an Kritik. In der Premier League sind die "Reds" abgeschlagen hinter Tabellenführer FC Arsenal auf dem vierten Rang.

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VIDEO: FC Barcelona: Raphinhas Frau in krasser Jubel-Ekstase

Wäre Alonso womöglich eine Option für eine Neuausrichtung in Liverpool? Das könnte zumindest ein Gedankenspiel sein. Mit Florian Wirtz und Jeremie Frimpong stehen sogar zwei seiner Ex-Spieler aus Leverkusen dort unter Vertrag.

Eine ebenfalls interessante offene Trainerstelle gäbe es bei Manchester United nach dem Aus von Ruben Amorim, doch viele Trainer verbrannten sich dort über die Jahre bereits ihre Finger.

Nach dem schnellen Aus in Madrid hat der Spanier jedoch keine Not, zeitnah über seine Zukunft zu entscheiden. Zumal ManUnited wohl auch auf Oliver Glasner von Crystal Palace schielen soll.

Ein frühes Scheitern bei seiner nächsten Station würde Alonsos Trainerkarriere wohl einen massiven Dämpfer verpassen.

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Real Madrid: Wie hat Xabi Alonso auf sein Aus reagiert?

Alonso selbst verabschiedete sich über einen Instagram-Post: "Diese berufliche Phase ist beendet, und es ist nicht so gelaufen, wie wir es gerne hätten."

Und weiter: "Real Madrid zu trainieren war eine Ehre und Verantwortung. Ich danke dem Verein, den Spielern und vor allem den Fans für das Vertrauen und die Unterstützung. Ich gehe mit Respekt, Dankbarkeit und dem Stolz, mein Bestes gegeben zu haben."

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