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WM 2026

WM 2026: Iran vor Boykott? Das wären die Folgen einer Absage

  • Veröffentlicht: 12.03.2026
  • 12:52 Uhr
  • Philipp Schmalz

Sportlich hat sich der Iran für die WM 2026 qualifiziert. Ob das Land auch wirklich am Turnier teilnimmt, ist aufgrund des Krieges im Nahen Osten derzeit unklar. Wie würde es nach einem Boykott weitergehen?

Nimmt der Iran an der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada teil oder nicht? Geht es nach FIFA-Präsident Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump, dann reist die iranische Nationalmannschaft - trotz des aktuellen Krieges im Nahen Osten - im Sommer nach Nordamerika.

Infantino berichtete jüngst über eine Unterhaltung mit Trump und schrieb auf Instagram: "Während dieser Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft selbstverständlich herzlich eingeladen sei, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen." Das Weiße Haus teilte später mit, Trump würde eine Teilnahme des Irans "begrüßen".

Anders äußerte sich zuletzt Irans Sportminister Ahmad Donyamali. Im staatlichen Fernsehen deutete er einen Boykott der WM an: "Angesichts der Tatsache, dass diese korrupte Regierung unseren Führer ermordet hat (Ajatollah Ali Chamenei wurde zu Beginn der israelisch-US-amerikanischen Angriffe getötet, d. Red.), sind für uns die Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in keiner Weise gegeben."

"Sie haben uns innerhalb von acht oder neun Monaten zwei Kriege aufgezwungen und mehrere tausend unserer Landsleute getötet und zu Märtyrern gemacht. Daher haben wir definitiv keine Möglichkeit, teilzunehmen", so der 66-Jährige weiter, der damit auch auf die Luftangriffe auf die Atomanlagen im vergangenen Sommer verwies.

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Wer würde bei einem Iran-Boykott nachrücken?

Doch was würde passieren, wenn der Iran die Teilnahme an der WM 2026, bei der das Team in Gruppe G auf Belgien, Ägypten und Neuseeland treffen würde, tatsächlich boykottiert?

Eine klare Regelung gibt es nicht! Ein Blick in die Turnierregularien (u.a. Artikel 6) verrät, dass die FIFA bei einem Boykott "nach eigenem Ermessen über das weitere Vorgehen" bestimmen kann.

Internationalen Medien zufolge würden zwei Teams aus der Asiatischen Fußballkonföderation (AFC) in den Fokus rücken, sollte der Iran nicht am Turnier teilnehmen: der Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Der Irak hat noch die Möglichkeit, sich für die WM zu qualifizieren. Das Team trifft in einem der interkontinentalen Playoff-Finalspiele auf den Sieger des Duells zwischen Bolivien und Suriname. Sollte sich der Irak über diesen Weg nicht qualifizieren, würde das Land wohl der größte Nachrücker-Favorit sein.

Schafft der Irak die Qualifikation, könnten sich die Vereinigten Arabischen Emirate freuen. Das Land hatte in den Asien-Playoffs gegen den Irak (1:1 und 1:2) das Nachsehen und wäre somit der logische nächste Profiteur.

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WM 2026: Boykott könnte für den Iran teuer werden

Dem Iran würden allerdings noch weitere Konsequenzen drohen. Laut FIFA werden Teams, die "spätestens 30 Tage vor dem ersten Spiel der Endrunde" vom Turnier zurücktreten, mit einer Geldstrafe von mindestens 250.000 Schweizer Franken (ca. 276.000 Euro) belegt.

Boykottiert der Iran das Turnier erst innerhalb der letzten 30 Tage vor Beginn, droht dem Verband sogar eine Strafe von mindestens 500.000 Schweizer Franken (ca. 554.000 Euro). Zudem könnte der Iran von der Weltmeisterschaft 2030 oder weiteren FIFA-Wettbewerben ausgeschlossen werden.

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