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Handball-EM – DHB-Team und der Flow: Arbeitssieg zum Auftakt als Weckruf – ein Kommentar

  • Veröffentlicht: 15.01.2026
  • 23:14 Uhr
  • Andreas Reiners

Die deutschen Handballer sind mit einem wichtigen Sieg in die EM gestartet. Der Auftritt weckt Hoffnungen, ist aber auch ein Weckruf. Ein Kommentar.

Von Andreas Reiners

"Flow" ist das Stichwort.

Ein unscheinbares Wort mit viel Gewicht. Denn es beschreibt das oft zitierte Gefühl, das eine Mannschaft durch ein Turnier tragen kann.

Das alle Handball-Nationen wollen und suchen, um durch die EM zu fegen, weil der Rhythmus mit Spielen in kurzen Abständen so erbarmungslos sein kann.

Die deutschen Handballer sind so gesehen nach dem 30:27 im heiß umkämpften Auftaktduell mit Österreich im Fluss – versehen mit den nötigen Warnsignalen.

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DHB-Team: Ein hartes Stück Arbeit

Denn am Ende war es ein hartes Stück Arbeit. Auch wenn der Vorsprung zehn Minuten vor dem Ende bei fünf Toren lag, das Team das Spiel in der Hand hatte, schickte es sich dann doch an, es aus selbiger zu geben.

Es wurde gezittert, das DHB-Team wankte kurzzeitig, fiel aber nicht. Weil man den Kopf nicht verlor, die Ruhe bewahrte und die Qualität und Breite im Kader sprechen ließ.

Der Arbeitssieg ist trotzdem ein Weckruf.

Ja, die Abwehr hat mehr als angedeutet, dass sie das Prunkstück ist. Nicht selten war es exzellent, was die Verteidigung um Julian Köster oder Kapitän Johannes Golla angestellt hat, im Zusammenspiel mit einem mal wieder starken Torhüter Andi Wolff.

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DHB-Team: Beim Thema Mentalität schon im Flow

Und ja: Kämpferisch war das auch bereits auf einem erhöhten Turnierniveau. Was die Mentalität angeht, ist das DHB-Team bereits im Flow.

Und keine Frage: Die personellen Möglichkeiten, die Bundestrainer Alfred Gislason hat, sind beeindruckend. Er kann rotieren, ohne viel Qualität einzubüßen. Die Mannschaft hat phasenweise zeigen können, warum die Ambitionen ebenso groß sind wie die Hoffnungen auf eine Medaille.

Und doch ist auch klar: Es ist noch Luft nach oben, vor allem offensiv. Noch deutlicher wurde gegen Österreicher, die nicht zur Creme de la Creme des Welthandballs zählen: Zu lange Schwächephasen, zu viele technische Fehler oder zu leichtfertig vergebene Chancen darf man sich nicht erlauben.

Es war fast schon leichtfertig, wie man einem angeschlagenen Gegner wieder den Glauben an den Sieg einhauch­te, ihn unnötig stark machte.

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DHB-Team: Jetzt gegen Serbien

Auch dadurch, dass man sich durch falsche Entscheidungen vor dem Tor oder fehlende Konsequenz darum brachte, den starken defensiven Auftritt abzurunden und den Deckel frühzeitig draufzumachen.

Gegen einen anderen Kontrahenten kann sich das rächen und nach hinten losgehen. Und viele Ausrutscher dürfen sich die Deutschen bei diesem Modus nicht leisten. Samstag (ab 20:30 Uhr im Stream auf Joyn) warten die Serben, am Montag dann die Spanier. Dann geht es auch schon in die Hauptrunde, in der dann Kaliber wie Dänemark oder Frankreich warten.

Die deutschen Handballer brachten deshalb die Prioritäten nach dem Sieg auf den Punkt.

"Ein Auftaktspiel, mit dem wir sehr gut leben können", sagte Golla. Köster meinte: "Das Wichtigste sind die zwei Punkte." Und Juri Knorr stellte ebenfalls sehr treffend fest: "Wir haben gewonnen."

Erst einmal nur das Auftaktspiel. Aber große Mannschaften lernen aus ihren Fehlern. Und finden so in den Flow.

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