Handball-EM
Handball-EM 2026: Das bedeutet die Niederlage Dänemarks für Deutschland
- Veröffentlicht: 21.01.2026
- 11:22 Uhr
- ran.de
Dänemark kassiert bei der Handball-EM eine völlig unerwartete Niederlage gegen Portugal. Das hat Folgen - auch für das deutsche Team.
Es ist eine kleine Sensation: Bei der Handball-EM verliert Dänemark gegen Portugal - die erste Niederlage im heimischen Herning seit 2014. Das hat auch Auswirkungen auf die deutsche Nationalmannschaft.
Zunächst ist der Fahrplan der Deutschen damit nun ein anderer als erwartet. Das erste Spiel der Hauptrunde am Donnerstag um 15:30 Uhr (im Liveticker) geht nämlich gegen den Sieger der Gruppe B.
Das ist nun wider Erwarten nicht Dänemark (4 Punkte), sondern Portugal (5 Punkte), was ein Vorteil sein könnte:
Statt mit dem absoluten Titelfavoriten Dänemark bekommt Deutschland es zunächst mit einem vermeintlich einfacheren Gegner zu tun, um (noch) besser ins Rollen zu kommen.
Dänemark ist schlagbar
Dass Portugal trotzdem nicht unterschätzt werden darf, wissen nach dem 31:29-Sieg gegen Dänemark natürlich alle.
Gleichzeitig hat sich gezeigt: Dänemark ist schlagbar - für einige Experten eine Überraschung. "In Herning gegen Dänemark zu gewinnen, hätte ich für unmöglich gehalten für Portugal", sagte zum Beispiel Pascal Hens nach dem Spiel.
Grundsätzlich also erst mal eine gute Nachricht für Deutschland, würde man sich doch freuen, um den Titel mitzuspielen und vielleicht sogar nach 2004 und 2016 zum dritten Mal Europameister zu werden - nicht nur "best of the rest" hinter den Dänen.
Hauptrunde nun noch umkämpfter
Doch da wäre noch die dritte, negative und vielleicht entscheidendste Folge der Dänen-Niederlage: Hauptrundengruppe I wird damit noch wilder.
Waren vorher die Favoritenrollen für die zwei Halbfinaltickets recht klar an Dänemark, Frankreich und Deutschland verteilt, steht Dänemark, das 0 Punkte in die Hauptrunde mitnimmt, nun unter Zugzwang. Stattdessen ist Portugal (2 Punkte) plötzlich mit in der Verlosung.
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In diese Richtung äußert sich auch Deutschlands Sportdirektor Benjamin Chatton: "Das macht unsere Hauptrundengruppe nicht nur zur schwersten seit vielen Jahren, sondern zur absoluten Todesgruppe und verspricht Hitchcock-Klassiker im Zwei-Tages-Rhythmus."
Was heißt das konkret?
Während vorher die größte deutsche Hoffnung war, hinter Dänemark als Zweiter ins Halbfinale einzuziehen und erst im Finale wieder auf den Topfavoriten zu treffen, wird es jetzt schwieriger, unter den besten Zwei zu landen. Denn Niederlage hin oder her: Dänemark hat nach wie vor alle Chancen und bleibt in der (Mit-)Favoritenrolle - nur dass jetzt noch Portugal dazukommt.
Am Ende des Tages hat die deutsche Mannschaft ihr Schicksal aber selbst in der Hand. Dank des glücklichen Ausgangs von Vorrundengruppe A samt Ausscheiden von Serbien und Mitnahme von 2 Punkten in die Hauptrunde, sollte es vermutlich reichen, drei der vier Hauptrundenpartien gegen Portugal, Norwegen, Dänemark und Frankreich zu gewinnen.
Eine schwierige, aber nicht unlösbare Aufgabe - den Auftakt macht das Spiel gegen Portugal am Donnerstag. Für Dänemark steht gegen Frankreich derweil gleich ein "Endspiel" an.