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Wolff steigt zu deutschem EM-Rekordspieler auf
Nationaltorhüter Andreas Wolff hat sich mit seinem Einsatz im EM-Finale gegen Dänemark eine Bestmarke gesichert. Der Schlussmann der deutschen Handballer absolviert am Sonntag seine 42. Partie bei einer Europameisterschaft – und ist damit alleiniger Rekordspieler des Deutschen Handballbundes (DHB).
Bereits vor dem Endspiel in Herning hatte der 34-Jährige zu Handball-Größen wie Pascal Hens, Daniel Stephan sowie Henning Fritz aufgeschlossen und im Halbfinale gegen Kroatien (31:28) mit Klaus-Dieter Petersen gleichgezogen, der die bisherige Bestmarke mit 41 EM-Einsätzen gehalten hatte. Nun hat Wolff bei seiner sechsten EM-Teilnahme den langjährigen Rekordhalter hinter sich gelassen.
"Natürlich ist es eine Ehre, der Rekordhalter für Deutschland zu sein, auch wenn es sich nur um Europameisterschaften handelt. Ich denke, das ist der Beweis für viele Jahre harter Arbeit. Eine Legende wie Pitti Petersen zu überholen, verleiht dem Ganzen eine ganz besondere Note", hatte Wolff vor dem Spiel gesagt. DHB-Kapitän Johannes Golla freute sich für Wolff: "Andi ist unser erfahrenster Spieler, hat im Handball schon viel gesehen und geht Spiel für Spiel mit Leistung voran."
Abschied ist für Wolff, der beim EM-Finale am Sonntag gegen Dänemark sein 196. Länderspiel erlebt, trotz der vielen Spiele noch lange kein Thema. Der Team-Routinier will noch viele Jahre das Tor der Nationalmannschaft hüten. "Ich plane absolut nicht, in den nächsten Jahren aufzuhören", sagte Wolff während der EM in Silkeborg. Selbst die Olympischen Spiele 2032 in Brisbane kommen für ihn infrage, Wolff wäre dann 41 Jahre alt.
Sein Debüt bei einer Europameisterschaft hatte Wolff 2016 gegeben, als er mit der DHB-Auswahl sensationell Gold gewann. Seitdem ist er bei allen EM-Endrunden fester Bestandteil des Teams gewesen und hat sich zu einem unverzichtbaren Rückhalt entwickelt. Auch in Dänemark war er einer der Garanten für den Finaleinzug, besonders im Hauptrunden-Duell mit Norwegen (30:28) überragte Wolff mit unglaublichen 22 Paraden. Am Sonntag wurde er zum dritten Mal nach 2016 und 2024 ins All-Star-Team eines EM-Turniers berufen.