Springreiten
Iran-Krieg: Deutsche Springreiter, Pfleger und Pferde sitzen in Katar fest
- Aktualisiert: 02.03.2026
- 16:52 Uhr
- SID
Eigentlich sollte in Katar am Wochenende die Global Champions Tour starten. Jetzt sitzen mehrere deutsche Springreiter wegen des Iran-Krieges fest.
Mehrere deutsche Springreiter sowie deren Pfleger und Pferde sitzen wegen des Iran-Krieges in Katar fest. Fünf Reiterinnen und Reiter, darunter der ehemalige Vize-Europameister Philipp Weishaupt, sind betroffen, aber nicht alle sind vor Ort. Bundestrainer Otto Becker steht "mit dem ein oder anderen" im Austausch, wie er dem SID sagte. Durch das Flugverbot besteht aktuell keine Möglichkeit zur Abreise.
"Die Pfleger sitzen meist in Hotels, können die Pferde aber bewegen und hören die Drohnen und Raketen fliegen, weil sie genau in der Einflugschneise in Richtung der amerikanischen Militärbasis sind", sagte Becker. Die Basis des US-Militärs sei von deren Standort "wohl ca. 40 Kilometer weg", sagte der Bundestrainer, "aber sie hören die und haben natürlich mitbekommen, was da passiert".
Springreiten: Erste Etappe der Global Champions Tour abgesagt
Im katarischen Doha sollte am Wochenende planmäßig die erste Etappe der Global Champions Tour der Springreiter stattfinden. Am Montagnachmittag erfolgte die Absage des Events. "Diese Entscheidung wurde nach sorgfältiger Prüfung der Luftraumbeschränkungen, der Reisezeiten der Teilnehmer und der allgemeinen betrieblichen Einschränkungen getroffen", hieß es in einer Mitteilung. Die Sicherheit und das Wohlergehen aller Beteiligten genießen "absolute Priorität".
Becker hatte zuvor bereits erklärt, er könne sich "nicht vorstellen, dass die Global Champions Tour regulär stattfindet, weil ja selbst die Reiter der Pferde, die vor Ort sind, noch zum Großteil hier sind". Er hatte er die Reisebereitschaft der Sportler ohnehin angezweifelt, er könne sich "nicht vorstellen, dass Europäer noch runter fliegen - selbst wenn es in den nächsten Tagen möglich sein sollte", hatte der 67-Jährige gesagt.
Die sichere Heimkehr aller Menschen und Tiere genießt Priorität gegenüber der sportlichen Ambition. "Soweit ich es von unseren Leuten weiß, würden sie natürlich gerne so schnell wie möglich die Pferde und Pfleger nach Hause holen, was aber wegen des Flugverbots nicht geht", erklärte Becker: "Sie warten auf Informationen. Verlässlich kann es aber keiner sagen."