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Wintersport Olympia

Dopingfall Carl: DSV hofft weiter auf "zeitnahe Klärung"

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© IMAGO/Eibner/SID/IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler

Der Deutsche Skiverband hofft weiter auf eine baldige Entscheidung im Dopingfall der seit mehr als einem halben Jahr suspendierten Skilanglauf-Olympiasiegerin Victoria Carl. "Das Verfahren läuft, und wir müssen die Entscheidung nun abwarten - in der Hoffnung, dass es zeitnah zu einer Klärung kommt", sagte DSV-Vorstand Stefan Schwarzbach dem SID in Val di Fiemme vor dem Beginn der Winterspiele.

Carl war nach einem positiven Dopingtest auf den Wirkstoff Clenbuterol bei der Militär-WM Ende März 2025 suspendiert worden. Wie sie und der DSV anführten, sei der positive Test auf die Einnahme eines von einem Bundeswehrarzt verordneten Hustenmittels zurückzuführen gewesen. Die Nationale Anti Doping Agentur hatte in der Folge einen Sanktionsbescheid erlassen.

"Darin war ein Antrag enthalten, aus dem frühzeitig hervorging, dass ein Start bei den Olympischen Spielen nicht möglich sein würde. Das hat die Athletin ebenso akzeptiert wie wir als Verband", sagte Schwarzbach: "Allerdings halten wir die in diesem Sanktionsbescheid beantragte Sperre von zwei Jahren weiterhin für nicht gerechtfertigt." Aus diesem Grund akzeptierten der DSV und Carl die Sperre nicht und brachten das Verfahren vor das deutsche Sportschiedsgericht.

"Dort ist es derzeit anhängig", sagte Schwarzbach: "Vor diesem Hintergrund bitten wir um Verständnis, dass sich weder Victoria Carl noch der Deutsche Skiverband weiter zum Sachverhalt äußern werden."

Carl, die 2022 in Peking mit Katharina Hennig Dotzler Gold im Teamsprint geholt hat, muss derzeit alleine trainieren. Sollte das Strafmaß letztlich zwei Jahre Sperre umfassen, würde die 30-Jährige auch die WM 2027 in Falun verpassen. Das nächste Großereignis steht danach erst wieder bei der WM 2029 in Lahti an.

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