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Wintersport

Dürr "stolz" auf besten "Riesen"

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© AFP/GETTY IMAGES/SID/CHRISTIAN PETERSEN

Lena Dürr stützte die Arme auf die Oberschenkel und pumpte wie ein Maikäfer. Doch als sie in der Zielarena von Copper Mountain auf rund 3000 m Meereshöhe wieder bei Atem war, wich die Erschöpfung schnell der Freude über das beste Riesenslalom-Ergebnis ihrer doch schon langen Karriere.

"Heute bin ich stolz auf mich", sagte die 34-Jährige nach Platz sechs beim fünften Weltcupsieg der Neuseeländerin Alice Robinson und ergänzte zufrieden: "Wir haben die letzten zwei Jahre viel in den Riesenslalom investiert, um für solche Tage bereit zu sein und vorne mitfahren zu können. Heute habe ich es geschafft, in beiden Läufen ans Limit zu gehen."

Scheinbar sogar über ihre Grenzen hinweg ging Dürr 24 Stunden später im Slalom und holte damit das am Vortag verpasste Podiumserlebnis nach: Mit einem Parforceritt stürmte die gebürtige Münchnerin mit der drittbesten Zeit des zweiten Laufes vom neunten Rang auf den zweiten Platz und verbuchte damit ihr erstes Podestresultat des Olympia-Winters. Dürr musste sich in der Endabrechnung nur der überragenden US-Starläuferin Mikaela Shiffrin geschlagen geben, die noch 1,57 Sekunden schneller war.

Dass im Riesenslalom nach Platz vier im ersten Durchgang sogar ein bisschen mehr drin gewesen wäre in "Rosi's Race Arena", hatte Dürrs Freude am Samstag kein bisschen getrübt. Kein Wunder: Im 69. Riesenslalom ihrer Laufbahn war sie erst zum vierten Mal in die Top 10 gefahren. Ihr bislang bester "Riesen" mit Platz acht in Aspen ebenfalls im US-Bundesstaat Colorado liegt 14 Jahre zurück, zwischenzeitlich hatte Dürr ihre Zweitdisziplin neben dem Slalom sogar schon aufgegeben.

In Copper fand sie nun eine "perfekte" Piste vor und ließ sich auch von den schwierigeren Verhältnissen mit Wind und flacher Sicht im Finale nicht wirklich bremsen. "Es hat unglaublich Spaß gemacht", sagte sie, auch wenn es "die Höhe schon in sich hat".

1,44 Sekunden fehlten auf Robinson, nur 0,36 Sekunden aufs "Stockerl". Skikönigin Mikaela Shiffrin, die sich nach ihrem schweren Sturz erst wieder an ihre zweitliebste Disziplin herantastet, lag als 14. sogar 0,64 Sekunden hinter Dürr. Da darf man schon mal stolz sein.

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