Wintersport Olympia
Hase/Volodin holen sich in Mailand "olympisches Gefühl"
Die deutschen Eiskunstlauf-Hoffnungsträger Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin haben erstmals auf dem olympischen Eis in Mailand trainiert - bis zu ihrem Wettkampf zur Mitte der Spiele begeben sich die früheren Paarlauf-Europameister aber in Bellinzona im Süden der Schweiz nochmals in ein Trainingslager. "Wir kommen am 12. Februar abends wieder, machen am 13. wahrscheinlich nochmal einen Ruhetag, am 14. Training, am 15. und 16. Wettkampf", berichtete Hase am Freitag.
Ihr Kurztrip in die Lombardei - am Samstag trainieren sie ein weiteres Mal in der Milano Ice Skating Arena in Assago - sei vor allem wichtig für das "olympische Gefühl" gewesen, berichtete Volodin. Hase betonte: "Wir wissen nun, wie die Wege sind. Es war gut, hier zu sein."
Dass ihre Kontrahenten im Paarlauf am Freitag im Teamwettbewerb starke Leistungen gezeigt haben, nahm das Duo aus Berlin anerkennend zur Kenntnis. "Ich glaube, man hat die ganze Saison schon gesehen, dass alle von Wettkampf zu Wettkampf immer ein bisschen besser wurden und alle auf den Höhepunkt hier hingearbeitet haben", sagte die 26-jährige Hase, die mit dem gebürtigen Russen Volodin seit drei Jahren ein Erfolgspaar auf dem Eis bildet: "Ich glaube, das hat heute schon mal einen guten Vorgeschmack gegeben, wie es weitergehen wird."
Besonders die japanischen Weltmeister Riku Miura/Ryuichi Kihara beeindruckten. Deutschland ist wegen fehlender qualifizierter Einzelläufer beim olympischen Teamwettbewerb nicht dabei.
Für Hase sind es die zweiten Spiele, ihre Vorerfahrung auf der größten Bühne mache sie "ein bisschen ruhiger". 2022 in Peking mit Partner Nolan Seegert, der gerade erst von einer Corona-Infektion genesen war, reichte es nur zu Platz 16. Mit Volodin (26) darf sie nach starken Vorleistungen auf Edelmetall hoffen. Für dieses Ziel wollen die WM-Zweiten von 2025 mental "die goldene Mitte" aus Fokus und Lockerheit finden.
Die Medaille sei ein Ziel, aber es gehe einzig darum, "sich auf das zu besinnen, was wir beeinflussen können", sagte Hase, "und das sind unser Training, unsere Leistung auf dem Eis. Die Medaille - so sehr wir sie wollen - liegt dann, wenn wir unser Zeug machen, nicht mehr in unserer Hand, sondern bei den Preisrichtern. Es wird darauf ankommen, wer an den zwei Tagen am nervenstabilsten sein wird."