Wintersport
Wind sorgt für Flaute: Skisprung-Weltcup in Kuusamo abgesagt
Zwei Tage Geduldsprobe, nur ein absolvierter Durchgang: Starker Wind hat auf der dritten Weltcup-Station der Skispringer in finnischen Kuusamo keinen kompletten Wettkampf zugelassen. Am Sonntag wurde das zweite Springen wegen gefährlicher Bedingungen in Gänze abgesagt. Am Samstag war der erste Wettbewerb nach Durchgang eins abgesagt und der führende Slowene Anze Lanisek zum Sieger vor Ren Nikaido (Japan) sowie seinem Landsmann Domen Prevc erklärt worden.
Am Abschlusstag führten hohe Windgeschwindigkeiten und Böen zunächst zur Absage der Qualifikation. Wenig später erwischte es dann die Kombinierer, deren entscheidender Sprungdurchgang beim Massenstart-Wettkampf nicht stattfinden konnte. Und um 15.10 Uhr traf dann auch die Jury des Spezialspringens die unvermeidbare Entscheidung, nachdem der Start zunächst zweimal verschoben worden war. Wann und ob der Wettkampf nachgeholt wird, ist offen.
Besonders für die deutschen Springer ist die Absage bitter: Am Samstag hatte Olympiasieger Andreas Wellinger als Siebter sein mit Abstand bestes Saisonergebnis erzielt und hatte ebenso wie Pius Paschke (9.) mit Selbstvertrauen nachlegen wollen. Wellinger und Paschke hatten im Vorjahr die beiden Springen am Polarkreis gewonnen. Auch Aufsteiger Felix Hoffmann überzeugte als Elfter am Samstag erneut.
Für die am Samstag enttäuschenden Oberstdorfer Karl Geiger (27.) und Philipp Raimund (32.) zerschlug sich hingegen die Hoffnung auf Wiedergutmachung. Erst am kommenden Wochenende im polnischen Wisla können sich beide zurückmelden.