- Anzeige -
- Anzeige -
Motorsport DTM

Porsche präsentiert Fahrerkader 2026: Einige Abgänge, Güven fährt Formel E!

Article Image Media
© Porsche AG

Porsche hat heute Abend bei der Night of Champions in Weissach, der traditionellen Saisonabschluss-Feier der Motorsport-Abteilung, das Rennprogramm für die Saison 2026 bekanntgegeben - und den neuen Fahrerkader. Nach dem Hypercar-Ausstieg in der Langstrecken-WM WEC bleiben als reine Werksprogramme der Formel-E-Einsatz und der IMSA-Einsatz mit dem 963 übrig.

Auch Details zum DTM-Aufgebot im Jahr 2026 wurden bereits geklärt: Nach zwei Jahren wird nun mit Land-Motorsport erstmals wieder ein zweites Porsche-Team neben Manthey am Start sein - mit vorerst nur einem Boliden und ohne Ricardo Feller im Cockpit. Mehr ließ sich Porsche nicht entlocken, auch wenn Manthey eine Reduktion von drei auf zwei Autos bereits bestätigt hat.

Dafür gibt es einen weiteren Hinweis, dass Champion Ayhancan Güven seinen DTM-Titel nicht verteidigen wird. Der Türke steigt vom Vertragsfahrer zum Werksfahrer auf, was mit einer intensiveren Einbindung in das ab Ende 2026 auf zwei Werksteams ausgebaute Formel-E-Programm zu tun hat. Auch das hat Porsche bereits offen kommuniziert: Güven soll Ende 2026 Formel-E-Fahrer werden.

Heinrich wird Werksfahrer, dafür drei Abgänge

Neben dem 27-jährigen Porsche-Aufsteiger Güven wird auch Laurin Heinrich in den Werksfahrer-Kader hochgezogen, der dieses Jahr nicht mehr 14 sondern 13 Piloten umfasst. Der 24-jährige Heinrich, der zu den schnellsten GT3-Piloten Porsches zählt, ist mit den Hypercar-Einsätzen in der IMSA-Serie erstmals Teil eines reinen Werksprogramms.

Während der Werksfahrer-Kader um einen Piloten geschrumpft ist, was durch das Hypercar-Aus in der WEC nicht überrascht, wurde auch der Vertragsfahrer-Kader - das sind jene Piloten, die zum Porsche-Fahrerpool gehören und für Einsätze bezahlt werden - von 19 auf 17 Fahrer verkleinert.

Bei den Werksfahrern verzeichnet Porsche drei Abgänge: Das betrifft den 47-jährigen Ex-Le-Mans-Sieger Romain Dumas, seinen französischen Landsmann Mathieu Jaminet, der zum Hypercar-Projekt von Genesis wechselt, und Formel-E-Pilot Antonio Felix da Costa, der in der WEC bei Alpine untergekommen ist.

Abschied von GTWC-Champion Niederhauser bestätigt

Bei den Vertragsfahrern muss Porsche 2026 neben dem Neuseeländer Jaxon Evans und dem deutschen Test- und Entwicklungsfahrer Lars Kern vor allem auf den Schweizer Patric Niederhauser verzichten. Der GT3-Spezialist bescherte Porsche mit dem Rutronik-Team erst Mitte Oktober in Barcelona den Langstrecken-Titel in der GT-World-Challenge Europe.

Dass er nun nicht mehr an Bord ist, ist ein weiterer Hinweis darauf, dass er im Zuge des Rutronik-Markenwechsels ebenfalls zu Lamborghini geht.

Dafür hat sich Porsche auch Verstärkung geholt: Mit dem deutschen Joel Sturm, der 2024 die LMGT3-Wertung der 24 Stunden von Le Mans gewann, dem Franzosen Dorian Boccolacci, der bereits in Macau im Einsatz war, und dem neuen IMSA-Piloten Harry King hat man drei neue Piloten in den Kader aufgenommen.

Zudem wurde der Franzose Alessandro Ghiretti, der 2025 den Porsche-Supercup gewann, nach zwei Jahren als Junior zum Vertragsfahrer befördert. Manthey-DTM-Pilot Morris Schuring ist dieses Jahr ebenfalls von Anfang an Teil des Kaders, nachdem er 2025 nachnominiert wurde.

Bruder von DTM-Pilot neuer Porsche-Junior

Und auch sein Bruder Flynt Schuring, der 2025 im Porsche-Supercup Dritter wurde, ist 2026 Teil des Porsche-Kaders, denn der Niederländer ist neben dem finnisch-französischen Talent Marcus Amand einer von zwei Junioren für die Saison 2026.

Die beiden 19-Jährigen setzten sich vor rund zwei Wochen in Estoril in einem Shootout von insgesamt zwölf Youngstern durch. Beide werden im kommenden Jahr die volle Saison im Porsche-Supercup sowie in einem nationalen Porsche-Carrera-Cup bestreiten und kommen neben intensiven Schulungen in den Genuss einer Förderung von bis zu 120.000 Euro pro Junior.

Insgesamt kann Porsche auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurückblicken. "Die Titel in der Formel-E-Weltmeisterschaft und in der IMSA-Serie belegen das eindrucksvoll", so Porsches Motorsportleiter Thomas Laudenbach.

Auch im GT3-Sport hat die Volkswagen-Tochter mit DTM-Titeln bei den Fahrern, Teams und in der Herstellerwertung, einem Le-Mans-Klassensieg und allen GT-Titeln in der WEC ordentlich abgeräumt. Nur der zweite Platz in der Hypercar-Klasse bei den 24 Stunden von Le Mans "mit nur 14 Sekunden Rückstand hat weh getan, ohne Zweifel", gibt Laudenbach zu.

Fahrerkader Porsche Motorsport 2026

Porsche-Werksfahrer: Julien Andlauer (FRA), Matt Campbell (AUS), Michael Christensen (DEN), Kevin Estre (FRA), Ayhancan Güven (TUR), Laurin Heinrich (GER), Richard Lietz (AUT), Nico Müller (SUI), Felipe Nasr (BRA), Thomas Preining (AUT), Nick Tandy (GBR), Laurens Vanthoor (BEL), Pascal Wehrlein (GER)

Vertragsfahrer: Klaus Bachler (AUT), David Beckmann (GER), Dorian Boccolacci (FRA), Bastian Buus (DEN), Ricardo Feller (SUI), Michelle Gatting (DEN), Alessandro Ghiretti (FRA), Wolf Henzler (GER), Marco Holzer (GER), Gabriela Jilkova (CZE), Harry King (GBR), Nico Menzel (GER), Sven Müller (GER), Alessio Picariello (BEL), Morris Schuring (NED), Marco Seefried (GER), Joel Sturm (GER)

Junioren: Marcus Amand (FIN), Flynt Schuring (NED)

Esport: Alejandro Belloso Sanchez (ESP), Charlie Collins (GBR), Joshua Rogers (AUS), Dayne Warren (AUS)

- Anzeige -
- Anzeige -