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Motorsport Formel 1

Helmut Marko: Daniel Ricciardo "war nie ein Thema" als Lawson-Ersatz

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© Red Bull

Ob Pierre Gasly, Alexander Albon, Sergio Perez oder zuletzt Liam Lawson: Keiner seiner Teamkollegen konnte Max Verstappen in den vergangenen Jahren konstant das Wasser reichen. Der Letzte, dem es gelungen ist, dem inzwischen viermaligen Weltmeister halbwegs auf Augenhöhe zu begegnen, war Daniel Ricciardo. Und das ist lange her: Ende 2018 wechselte der Australier von Red Bull zu Renault.

Ricciardo feierte sieben seiner acht Grand-Prix-Siege auf Red Bull und konnte nach 2018 nie wieder an frühere Erfolge anknüpfen. Sein Sieg in Monza 2021 auf McLaren sollte eine Eintagsfliege bleiben, mit einem für ihn sehr glücklichen Rennverlauf. Als er 2023 als Testfahrer zu Red Bull zurückkehrte und im Juli in Silverstone einen vielversprechenden Test absolvierte, keimte nochmal ein Fünkchen Hoffnung auf, dass er an alter Wirkungsstätte wieder zur alten Form auflaufen könnte.

Ricciardo fuhr 2023 und 2024 noch ein paar Grands Prix für Red Bulls B-Team, doch als es darum ging, einen zweiten Fahrer für Red Bull Racing zu suchen, wurde er nicht berücksichtigt. Als sich abzeichnete, dass Lawson nach nur zwei Rennwochenenden der Formel-1-Saison 2025 abgelöst werden würde, kursierte auf Social Media jedoch schnell die Idee, dass er angesichts seiner Historie vielleicht der Richtige sein könnte, um Verstappens Teamkollege zu werden.

Eine romantische Fantasie einiger Fans, die intern bei Red Bull aber nie ernsthaft in Betracht gezogen wurde: "Die Überlegung hat es nicht gegeben", winkt Motorsportkonsulent Helmut Marko in einem Interview auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de ab. Ricciardo habe sich seit seinem letzten Rennen in Singapur 2024 "von der Formel 1 komplett abgewendet. [...] Das war nie ein Thema."

Tatsächlich scheint Ricciardo mit dem Thema Formel 1 abgeschlossen zu haben. Seinen Instagram-Account nutzt er für Werbepartnerschaften und um seine eigenen Produkte zu promoten, darunter eine Modelinie und neuerdings auch ein Wein. Zuletzt soll sich Toyota darum bemüht haben, ihn als Fahrer für die US-amerikanische NASCAR- und die australische V8-Supercars-Szene zu engagieren. Zumindest bisher ist daraus aber nichts Konkretes geworden.

Neben Ricciardo wurde in den Medien vor allem auch Franco Colapinto als möglicher Lawson-Nachfolger gehandelt. Wenn schon nicht bei Red Bull Racing, dann womöglich als Tsunoda-Ersatz bei den Racing Bulls. Aber auch diese Gerüchte dementiert Marko in dem Interview: "Colapinto war kein Thema."

Markos Treffen mit Alpine-Teamchef Oliver Oakes in Shanghai, das von aufmerksamen Reportern beobachtet wurde, soll nicht mit dem Ziel stattgefunden haben, Alpine-Testfahrer Colapinto in die Red-Bull-Familie zu holen. Vielmehr sei es dabei um Nachwuchsfahrer gegangen, die zum Beispiel in der britischen GB3-Rennserie von Oakes und dessen Hitech-Team betreut werden.

Colapinto habe in der Formel 1 "einen ganz tollen Einstand gehabt", räumt Marko ein. Aber: "Letztendlich war er kein Thema. Wir haben ja mit Hadjar, der in der Formel 2 weit schneller und konstanter war als beispielsweise Colapinto, die richtige Entscheidung getroffen, wie sich jetzt bewiesen hat."

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