Olympische Winterspiele in Italien
Olympia 2026: Deutschlands Goldfavoriten schon wieder abgereist - News- und Liveticker
- Aktualisiert: 06.02.2026
- 12:58 Uhr
- ran.de/SID
Alle News und Ereignisse zu den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien im Überblick. Vom 6. bis 22. Februar wird in Mailand und Cortina d'Ampezzo um Medaillen gekämpft. Alle Informationen zu Olympia hier.
Hier findet ihr alle News und aktuelle Geschehnisse rund um die Olympischen Winterspiele 2026 in Italien.
Vom 6. bis 22. Februar 2026 kämpfen die Olympia-Stars in Mailand und Cortina d’Ampezzo um die Medaillen.
Die Wettbewerbe finden dabei an mehreren traditionsreichen Wintersportorten statt und bieten eine beeindruckende Kulisse zwischen Alpen, Dolomiten und italienischen Metropolen.
ran gibt die wichtigsten Informationen rund um Olympia im Ticker.
+++ 6. Februar, 12:15 Uhr: Deutsches Bob-Team aus Italien abgereist +++
Bei den Olympischen Winterspielen steht heute die Eröffnungsfeier an. Fehlen werden dabei vier deutsche Gold-Favoriten. Bob-Pilot Johannes Lochner und sein Team haben Italien bereits wieder verlassen. Der 35-Jährige bereitet sich gemeinsam mit seinen Anschiebern Jörn Wenzel, Georg Fleischhauer und Thorsten Margis in Bayern am Königssee auf ihren Wettkampf vor.
Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen sind die Bob-Wettbewerbe erst am 21. und 22. Februar terminiert. Zum anderen wurden die Betten im olympischen Dorf offenbar knapp. Das berichtet die "Bild".
"In Innsbruck und am Königsee wird jetzt noch mal Athletiktraining gemacht. Bob gefahren wird dort nicht mehr. Die Bobs müssen auch ohnehin in Cortina bleiben", erklärte Bundestrainer Rene Spies.
+++ 5. Februar, 23:11 Uhr: Kombiniererin Armbruster sauer wegen Olympia-Ausschluss +++
Nathalie Armbruster hat kurz vor Beginn der Olympischen Spiele erneut das Fehlen der Nordischen Kombiniererinnen beklagt. "Es ist sehr, sehr schmerzhaft zu sehen, wie alle anderen nach Italien fahren. Ich dagegen sitze zu Hause und muss mir die Wettkämpfe am Fernseher anschauen. Das tut enorm weh", sagte die dreimalige WM-Zweite.
Die Kombination ist die einzige Sportart bei den am Freitag beginnenden Winterspielen, bei denen keine Frauen zugelassen sind. "Das ist ungerecht. Und ich muss leider sagen, dass man vom IOC so gar nichts hört. Das macht das Ganze schwierig, weil man sich fragt: Was wollt ihr denn eigentlich von uns? Was noch?", sagte die 20-Jährige.
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Das Internationale Olympische Komitee hatte zuletzt das starke Leistungsgefälle bei den Frauen bemängelt - nur wenige Nationen, allen voran Deutschland und Norwegen, mischen konstant in der Weltspitze mit. Der Skiweltverband FIS hält dagegen, dass die Zahlen bei den teilnehmenden Athletinnen und Athleten sowie Nationen seit Jahren steigen.
Armbruster hat sogar nachgezählt. "Ich habe mir die Mühe gemacht und nachgeschaut: Im Sommer und Winter waren zehn verschiedene Athletinnen auf dem Podium - aus sieben Nationen von drei Kontinenten. Wenn das nicht eine Vielfalt ist, dann weiß ich es auch nicht", sagte die Gewinnerin des Gesamtweltcups.
+++ 5. Februar, 19:00 Uhr: Blutiger Trainingssturz bei Österreicher Hemetsberger +++
Am Donnerstag kam es beim zweiten Training der Abfahrer in Bormio zu einem Schreckmoment um den Österreicher Daniel Hemetsberger. Der 34-Jährige stürzte auf der Stelvio schwer und blutete anschließend heftig aus der Nase.
"Es geht mir relativ gut. Ich war Gott sei Dank nicht ohnmächtig und habe den ganzen Sturz live miterlebt. Ich weiß auch noch alles. Das ist einmal gut, weil mich hat es doch ziemlich auf die Birne gehauen", sagte Hemetsberger anschließend im "ORF".
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Obwohl der Abfahrer über leichte Knieschmerzen klagte, soll seinem Olympiastart wohl dennoch nichts im Wege stehen.
"Durch diesen heftigen Einschlag spürt er den ein oder anderen Teil seines Bewegungsapparats. Er wird physiotherapeutisch behandelt, braucht ein bisschen Ruhe, aber aus aktueller Sicht spricht nichts gegen seinen Start am Samstag", sagte ÖSV-Teamarzt Lukas Negrin.
An die Stelvio hat Hemetsberger ohnehin schon schlechte Erinnerungen. 2018 riss er sich beim Super-G in Bormio das Kreuzband, Innenband und den Meniskus.
+++ 5. Februar, 15:25 Uhr: Norovirus! Eishockey-Topduell bei Olympia verlegt +++
Bei den Olympischen Winterspielen ist das erste Topduell des Eishockey-Turniers der Frauen kurzfristig abgesetzt worden. Weil das Norovirus einen Großteil dea finnischen Teams erwischt hat, hat das IOC das für Donnerstagabend (21.10 Uhr) geplante Spiel der Weltranglistendritten gegen die Weltranglistenersten aus Kanada auf den 12. Februar (14.30 Uhr) verlegt.
"Dies war eine notwendige Entscheidung, die den Geist der Olympischen Spiele und die Integrität des Wettbewerbs widerspiegelt", teilte das IOC am Donnerstag mit.
Wie Finnlands Verband mitteilte, seien nur acht Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen einsatzbereit gewesen, die restlichen 13 Spielerinnen seien von der Durchfallerkrankung betroffen. Hätte Finnland nicht antreten können, wäre Kanada kampflos zum 1:0-Sieger erklärt worden.
Finnland hatte 2022 in Peking Bronze geholt, für Kanada gab es damals den fünften Olympiasieg beim siebten Frauenturnier. Beide Mannschaften treten in Mailand in der Top-Gruppe A an und treffen damit zunächst nicht auf die deutschen Frauen.
+++ 4. Februar, 21:12 Uhr: Elfjähriger wegen fehlenden Olympia-Tickets aus Bus geworfen +++
Ein Zwischenfall mit einem Elfjährigen hat rund um die Olympischen Spiele in ganz Italien für Empörung gesorgt. Der Junge wollte in der vergangenen Woche in der Region um Cortina d'Ampezzo mit dem Bus von der Schule nach Hause fahren, wurde vom Busfahrer jedoch aus dem Fahrzeug geworfen, weil das Kind statt eines Olympia-Busfahrscheins nur ein normales Ticket bei sich trug.
Hintergrund: Der Betreiber hatte anlässlich der Winterspiele auf ein neues System umgestellt, gültig sind seither nur noch Tickets zum Olympia-Fahrpreis von zehn Euro. Der Fahrschein des Kindes war jedoch nur 2,50 Euro wert. Da der Schüler kein Handy bei sich trug, um seine Eltern zu informieren, musste er den sechs Kilometer langen Heimweg bei eisigen Temperaturen zu Fuß zurücklegen.
Die Familie des Kindes hat mittlerweile Anzeige wegen Kindesaussetzung gegen das Verkehrsunternehmen Dolomiti Bus und den Fahrer erstattet. Wie die Großmutter des Jungen, die selbst Anwältin ist, erklärte, sei er "in Tränen, verängstigt und ausgekühlt" nach Hause gekommen.
Das Busunternehmen teilte mit, man sei erleichtert, dass das Kind unbeschadet angekommen ist. Der Fahrer wurde suspendiert. Zudem würden die Tarife wieder angepasst, um ähnliche Situationen für Anwohner und Schüler künftig zu vermeiden.
Für den Jungen gab es zudem noch eine positive Überraschung: Die Stiftung Milano-Cortina 2026 bot ihm eine Rolle bei der Olympia-Eröffnungszeremonie an, die die Familie offenbar mit Begeisterung angenommen hat.
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