Olympischen Winterspiele in Italien
Olympia 2026: Deutschlands Medaillenchancen in den 16 Sportarten
- Veröffentlicht: 04.02.2026
- 16:28 Uhr
- Mike Stiefelhagen
Die Olympischen Winterspielen 2026 stehen bevor. ran schätzt Deutschlands Medaillenchancen ein.
Die Olympischen Winterspiele 2026 in Italien stehen an.
Vom 6. bis 22. Februar 2026 kämpfen die Olympia-Stars in Mailand und Cortina d’Ampezzo um die Medaillen.
Die meisten Medaillen werden im Skilanglauf (15 Rennen), Eisschnelllauf (14) und Biathlon (11) vergeben. Die erste deutsche Medaille könnte bereits am Auftakttag bei den Skispringerinnen errungen werden.
Bei den Winterspielen 2022 in Peking wurde Deutschland mit 27 Medaillen (12 Gold, zehn Silber, fünf Bronze) hinter Norwegen Zweiter und landete vor China.
ran blickt auf die Medaillenchancen der deutschen Athleten in den 16 Sportarten bei Olympia 2026.
Biathlon
Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß zählt zu den Top-Favoritinnen. Die 31-Jährige ist bislang noch ohne Einzelmedaille in ihrer Karriere.
Die internationalen Experten schätzen die Athleten und Athletinnen aus Schweden, Frankreich und Norwegen als Übermacht ein. Italien durch den Heimvorteil ebenfalls.
Im Weltcup enttäuschte das deutsche Herren-Team. Nur Philipp Horn und Philipp Nawrath konnten in Einzelrennen auf dem Podium landen.
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Bob I Rodeln I Skeleton
Das Cortina Sliding Center könnte für Deutschland im doppelten Sinne goldig werden. Johannes Lochner und Laura Nolte gehören zur Speerspitze der Bob-Fahrer. Hier ist Gold mehr als nur möglich. Bob und Rodeln könnten insgesamt, wenn es gut läuft, alleine sieben Mal Gold abwerfen.
Für Rodel-Legende Felix Loch werden es bereits die fünften Winterspiele seiner Karriere. Dazu ist er aktuell in guter Form, trotz gehobenen Alters mit 36 Jahren. Max Langenhahn, Merle Fräbel und Julia Taubitz werden ebenfalls Medaillen zugetraut.
Christopher Grotheer und Jacqueline Pfeifer sind im Skeleton die Deutschen mit den besten Medaillenchancen.
Freestyle Skiing I Snowboard
Ramona Hofmeister feierte nach einer Verletzung im September ein Traum-Comeback. Die 29-Jährige macht sich berechtige Hoffnungen auf Edelmetall. Im Parallel-Riesenslalom feierte sie seit Anfang Januar bereits zwei Siege.
Die Ski-Crosser Daniela Maier und Florian Wilmsmann wollen ebenfalls oben angreifen. Maier ist aktuell Zweite im Gesamtweltcup.
Ski Alpin
Lena Dürr und Linus Straßer fahren im Slalom momentan hinterher. Die Erwartungen sind dennoch hoch. Mehrere Medaillen scheinen die Vorgabe zu sein. Emma Aicher hat immerhin schon zwei Rennen gewonnen in Abfahrt und Super G. Kira Weidle-Winkelmann ist ebenfalls in guter Form.
Für die Team-Kombination sind das gute Aussichten.
Ski Nordisch
Peking-Olympiasieger Vinzenz Geiger und seine Kombinierer rechnen sich viel aus.
Die Skispringer Felix Hoffmann und Philipp Raimund sind maximal im Zweier-Team oder Mixed-Team Aspiranten auf das Treppchen. Bei den Frauen ist Selina Freitag eine ernstzunehmende Kandidatin für das Podium.
Im Langlauf der Damen kann es in der Staffel wie auch im Teamsprint etwas werden. Die Männer gehören zu den absoluten Außenseitern.
Weitere Wettbewerbe
Im Eishockey tritt Deutschland bei den Männern mit NHL-Spielern wie Leon Draisaitl, Moritz Seider und Tim Stützle an und hofft auf Edelmetall. Auch bei den Frauen kann man auf Akteurinnen aus Nordamerika bauen.
Im Eisschnelllauf soll Shootingstar Finn Sonnekalb die erste olympische Medaille seit 2010 holen.
Die Paarlauf-Vizeweltmeister Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin sind im Eiskunstlauf das beste, was Deutschland zu bieten hat.
In der erstmals olympischen Disziplin Skibergsteigen zählt Tatjana Paller im Sprint eher zu den Außenseiterinnen.
Die Curling-Männer verloren im November ihren Status als Europameister, ein Medaillengewinn käme daher überraschend.