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Olympia: Wieder das letzte Schießen! Franziska Preuß verpasst Medaille in der Verfolgung - Vittozzi jubelt

  • Aktualisiert: 15.02.2026
  • 15:39 Uhr
  • SID

Franziska Preuß kann sich ihren Traum von einer olympischen Einzelmedaille erneut nicht erfüllen. Die deutschen Männer laufen ganz weit hinterher.

Franziska Preuß kauerte nach ihrem bitteren Déjà vu im Zielraum tief enttäuscht an der Bande, hinter ihrer dunklen Sonnenbrille weinte sie ihrer verpassten Chance nach.

"Ich bin einfach nur enttäuscht, dass ich es nicht durchziehe", haderte Preuß im ZDF: "Ich habe mich echt gut gefühlt. Dass das letzte Schießen so scheiße läuft, tut echt weh und sitzt jetzt." Der Traum von einer olympischen Einzelmedaille war vor den Augen von Edelfan Joshua Kimmich einmal mehr auf dramatische Art und Weise geplatzt.

Nach einer zwischenzeitlichen Aufholjagd gab die 31-Jährige den greifbaren dritten Platz noch aus der Hand und landete nach zwei Fehlschüssen auf Rang sechs. Zur Erfüllung des Medaillenziels bleibt nur noch die finale Gelegenheit im Massenstart.

Sie habe versucht, ihren unerfüllten Traum "auszublenden und mir nicht so den Druck zu machen", erklärte Preuß: "Vom Mindset war es echt ganz gut. Aber dann zieht man es nicht durch, es war schon sehr ernüchternd."

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Kimmich und Musiala mit Videobotschaften

Zumindest ist das Podest für Deutschlands Sportlerin des Jahres 2025 im Gegensatz zu den am Sonntag desolaten DSV-Männern in Reichweite. Während die nachträgliche Siegerehrung der Gold-Helden von Sotschi an glorreiche Zeiten im deutschen Biathlon erinnerte, herrscht in der Aktualität eher Tristesse. "Wir haben sicher keinen Flow, der Deckel fliegt vor Begeisterung nicht gerade vom Topf", sagte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling.

Vor der Verfolgung hatten sich einige Bayern-Stars um Kimmich und Jamal Musiala mit motivierenden Videobotschaften beim Team gemeldet. Doch nach dem schlechten Sprint war die magere Olympia-Bilanz von bislang einmal Bronze im Mixed nicht aufzubessern. "Wenn die vorne es gut machen, ist es ein Spiel, dass du nicht gewinnen kannst. Außer bei einem perfekten Tag. Den hatten wir heute bei Weitem nicht", sagte Bitterling.

Preuß war nach Platz sieben im Sprint mit einem Rückstand von einer Minute auf die Spitze hoffnungsvoller gestartet, 36 Sekunden musste sie aufholen für einen Podestplatz. Ihren anfänglichen Rückstand halbierte sie zunächst mit zwei fehlerfreien Liegend-Serien. Nach dem dritten perfekten Schießen schloss sie zu Platz drei auf, doch dann unterliefen ihr im letzten Anschlag wie schon in Mixed-Staffel, Einzel und Sprint entscheidende Fehler.

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Indiskutable 18 Strafrunden

In der Verfolgung der Männer wurden die Siegerfotos bereits geschossen, da war noch gar kein Deutscher im Ziel. Insgesamt leistete sich das Quartett beim Überraschungssieg des Schweden Martin Ponsiluoma indiskutable 18 Strafrunden. Trotz zwei fehlerfreier Einlagen zu Beginn schnupperte der auf Rang zehn gestartete Philipp Horn nie wirklich an einer Medaille, nach drei Fehlern stehend fehlten auf Position elf letztlich fast zwei Minuten aufs Treppchen.

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Grund zum Jubeln gab es am Wochenende nur für die Erfolge vergangener Tage. Die deutsche Staffel von 2014 nahm unter dem ohrenbetäubenden Lärm Tausender deutscher Fans ihre Goldmedaillen entgegen, Daniel Böhm, Arnd Peiffer, Erik Lesser und Schempp sangen bei der Nationalhymne lautstark mit. Das Quartett war 2014 hinter Russland ins Ziel gekommen. Wegen eines Dopingvergehens von Staffelteilnehmer Jewgeni Ustjugow rückte Deutschland nach Jahren des Wartens und Einsprüchen von Ustjugow nun offiziell auf.

In Antholz würden Horn und Co. nur zu gerne am Dienstag (14.30 Uhr) in ihre Fußstapfen treten, ehe am Mittwoch (14.45 Uhr) Preuß mit der Staffel angreift. Die letzte Chance auf eine olympische Einzelmedaille bekommt die Gesamtweltcupsiegerin im Massenstart am kommenden Samstag (14.15 Uhr). Ob dies sogar ihr letztes Karriererennen sein wird oder sie bis Saisonende weitermacht, ist noch offen.

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