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Olympia 2026: Böse Windpleite für Selina Freitag und Katharina Schmid Tränen statt Medaillenglanz

  • Veröffentlicht: 16.02.2026
  • 11:27 Uhr
  • SID

Die deutschen Skispringerinnen haben auch bei Olympia 2026  von der Großschanze eine Medaille verpasst und fahren ohne Edelmetall heim.

Selina Freitag schüttelte frustriert den Kopf, Fahnenträgerin Katharina Schmid verfolgte das Finale ihres letzten großen Wettkampfs dick eingepackt mit Silber-Glitzer auf der Wange und Tränen in den Augen: In der Windlotterie von Predazzo sind die deutschen Skispringerinnen bei der olympischen Großschanzen-Premiere chancenlos hinterhergeflogen und reisen erstmals ohne Medaille von Winterspielen heim.

"Ich habe keine Ahnung, warum es hier nicht läuft. Ich muss irgendwie versuchen, das hinzunehmen", sagte Vizeweltmeisterin Freitag, die beim erneuten Gold der Norwegerin Anna Odine Ström nicht über Platz 17 hinauskam - schon auf der Normalschanze war die Mitfavoritin nur Siebte geworden: "Es ist wirklich hart, nach solchen Vorleistungen ohne Medaille nach Hause zu fahren."

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Olympia: Agnes Reisch auf Platz 10

Beste Deutsche in einem stark vom Rückenwind beeinflussten Springen war Agnes Reisch auf Platz zehn. Juliane Seyfarth, nach dem ersten Durchgang noch als Neunte aussichtsreichste Deutsche, wurde auf Platz 23 durchgereicht. Freitag war schon im ersten Durchgang chancenlos zurückgefallen, mit einem guten zweiten Sprung gelang ihr immerhin ein versöhnlicher Abschluss - im Gegensatz zu Schmid.

Die Rekord-Weltmeisterin erwischte es ganz übel, in ihrem letzten Springen bei einer großen internationalen Meisterschaft schied sie als 42. des ersten Durchgangs aus. "Das tut sehr, sehr weh. Ich hätte gerne noch einen zweiten Sprung gehabt, um mich vielleicht ein bisschen anders hier zu verabschieden", sagte die zweimalige Olympiazweite, die vor zwölf Jahren schon bei der olympischen Premiere dabei gewesen war.

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Nika Prevc holt Bronze

Bei Olympia wollte sie noch einmal in Topform angreifen und verschob das Karriereende. Stattdessen blieb die Erkenntnis: "Da hätte ich auch vorher aufhören können."

Ström, die schon auf der Normalschanze triumphiert hatte, setzte sich mit Sprüngen auf 130,5 und 132,0 m (284,8 Punkte) knapp vor ihrer Landsfrau Maria Eirin Kvandal (282,7) durch, die nach dem ersten Durchgang geführt hatte. Topfavoritin Nika Prevc (Slowenien) verpasste 24 Stunden nach dem Triumph ihres Bruders Domen erneut den erhofften Einzelsieg und wurde Dritte (271,5).

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