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Olympia 2026 - DEB-Team mit Medaille? Der große ran-Favoritencheck

  • Veröffentlicht: 10.02.2026
  • 22:20 Uhr
  • Andreas Reiners

Am Mittwoch startet das olympische Eishockey-Turnier. Bei ran macht Ex-Nationalspieler Stefan Ustorf den Favoritencheck.

Von Andreas Reiners

Die Frage ist berechtigt. Sie liegt auf der Hand. Denn die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft geht bei Olympia mit Superstars wie Leon Draisaitl und Moritz Seider an den Start. Die Euphorie ist dementsprechend groß.

Ist das sogar die beste deutsche Eishockey-Nationalmannschaft der Geschichte?

Stefan Ustorf ist im Gespräch mit ran "vorsichtig. Vor allem möchte ich vermeiden, dass man den Jungs unnötig zusätzlichen Druck aufbaut", sagte der 121-malige Nationalspieler. "Diese Mannschaft kann bei diesem Turnier sehr viel erreichen. Aber ständig vom 'besten Team der Geschichte' zu sprechen, hilft meiner Meinung nach nicht." Denn auch andere Teams kommen mit ihren Stars aus der NHL.

Trotzdem: "Die Spieler sollen das Turnier genießen, ihr Bestes geben und dann kann auch sehr viel Positives dabei herauskommen", sagte der Sportdirektor der Nürnberg Ice Tigers: "Wir sind eine Mannschaft, die an einem guten Tag jeden Gegner bei diesem Turnier ärgern und schlagen kann."

Deshalb wäre ein Halbfinale "ein absolutes Top-Ergebnis". Die DEB-Auswahl hat sich inzwischen einen Status erspielt, mit dem man keine Medaillen erwarten kann, die Runde der letzten Vier aber auch keine riesige Sensation mehr ist.

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DEB-Team bei Olympia: Start am Donnerstag

Am Donnerstag startet das DEB-Team (ab 21:10 Uhr live auf Joyn) gegen Dänemark in das Turnier. Am Samstag folgt das zweite Spiel gegen Lettland (ab 12:10 Uhr live auf Joyn), zum Abschluss geht es am Sonntag (ab 21:10 Uhr live auf Joyn) gegen die USA.

Realistisches Ziel ist Platz zwei hinter den USA. "Gegen die USA muss wirklich alles zusammenpassen", stellt Ustorf klar. "Dein Torhüter muss ein überragendes Spiel machen, die Special Teams müssen funktionieren, vor allem in Unterzahl, und du brauchst auch ein Stück weit Glück." Er sagt "ganz offen: Wenn wir mit unserer durchaus sehr guten Mannschaft zehn Spiele gegen die USA machen, dann gewinnt die USA vermutlich sieben davon". Denn das Team gehört zu den heißen Medaillenanwärtern.

Wer noch?

Ustorf macht bei ran den großen Favoritencheck.

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Kanada - der Topfavorit

"Kanada ist für mich die am tiefsten besetzte Mannschaft. Du hast mit Connor McDavid aus meiner Sicht aktuell den besten Spieler der Welt, mit Nathan MacKinnon den zweitbesten. Dazu kommt mit Sidney Crosby einer der besten Führungsspieler, die das Eishockey je gesehen hat – und das, obwohl er vom Alter her schon lange dabei ist, spielt er immer noch eine absolut dominante Rolle in der NHL. In der Defensive haben sie mit Cale Makar für mich aktuell den besten Verteidiger der Welt. Wenn es bei Kanada überhaupt ein Fragezeichen gibt, dann vielleicht auf der Torhüterposition. Da sehe ich keine klare Nummer eins. Jordan Binnington hat beim Four-Nations-Turnier sehr gut gespielt, hat aber in St. Louis bislang eine eher schwache Saison. Wenn es also einen kleinen Unsicherheitsfaktor gibt, dann im Tor. Ansonsten ist Kanada für mich aufgrund dieser extrem ausgeglichenen Besetzung der absolute Topfavorit."

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USA - nicht weit hinter Kanada

"Wenn man auf das Four-Nations-Turnier zurückblickt, dann sieht man, dass die USA den Kanadiern dort wirklich alles abverlangt haben. Ihre große Stärke sehe ich ganz klar im Tor. Connor Hellebuyck ist in meinen Augen seit mehreren Jahren der konstanteste und beste Torhüter der Welt. Allein das macht die USA zu einer Mannschaft, die Kanada jederzeit gefährlich werden kann. Wo sie vielleicht Probleme bekommen könnten, ist in der Offensive, speziell beim Toreschießen. Sie haben den einen oder anderen Spieler zu Hause gelassen, der genau dafür bekannt ist, und stattdessen etwas mehr Wert auf die Physis gelegt. Da wird man sehen müssen, wie gut diese Spielweise bei einem internationalen Turnier funktioniert. Aber insgesamt sind die USA nicht weit hinter Kanada."

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Schweden - eine funktionierende Einheit

"Schweden gehört für mich ebenfalls ganz klar zum Favoritenkreis. Die Schweden sind sehr ausgeglichen besetzt, bringen viel Talent mit und haben in den vergangenen Jahren bei internationalen Turnieren immer wieder gezeigt, dass sie über kurze Zeiträume extrem gefährlich sein können. In so einem kurzen Turnier ist Schweden immer für eine Überraschung gut, auch wenn es am Ende vielleicht gar keine wirkliche Überraschung wäre. Ihre große Stärke sehe ich vor allem in der Defensive. Schweden ist eine sehr disziplinierte Mannschaft, die sich konsequent an ihre Struktur hält. Diese mannschaftliche Geschlossenheit ist seit Jahren ein Markenzeichen der Schweden. Vielleicht haben sie nicht ganz die individuelle Klasse von Kanada oder den USA, aber als Einheit funktionieren sie extrem gut, und genau das macht sie bei einem Turnier dieser Art so gefährlich."

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Finnland - Team mit Charakter

"Finnland bringt bei solchen Turnieren immer enorm viel Charakter mit. Für mich ist das die europäische Mannschaft, die in ihrer Spielweise den Kanadiern am nächsten kommt. Sie spielen sehr körperbetontes Eishockey, sind taktisch gut geschult und verfügen natürlich ebenfalls über viel individuelles Talent. Was Finnland fast immer auszeichnet, ist ihre strukturierte Defensive. Sie agieren sehr diszipliniert als Mannschaft und verteidigen konsequent. In einem so kurzen Turnier spielt – wie bei allen Teams – die Tagesform eine große Rolle. Mit einer starken Torhüterleistung können sie jederzeit für eine Überraschung sorgen. Zum absoluten Favoritenkreis würde ich sie nicht zählen, aber Platz vier in der Hierarchie halte ich für realistisch."

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Tschechien - extrem talentiert

"Tschechien ist extrem talentiert, technisch sehr stark und grundsätzlich immer gefährlich. Besonders im Powerplay können sie Spiele entscheiden. Gleichzeitig ist es eine Mannschaft, die häufig mit Konstanz zu kämpfen hat. Ich weiß nicht, ob 'launisch' das richtige Wort ist, aber es gibt Tage, an denen sie jede Mannschaft schlagen können und andere, an denen man merkt, dass sie nicht ganz das Niveau der absoluten Topteams erreichen. Aber: Ein Spieler wie David Pastrnak hat auf NHL-Niveau schon Spiele im Alleingang entschieden. Bei Olympia ist vieles möglich."

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Schweiz - das Team mit dem großen Willen

"Die Schweiz ist ähnlich einzuschätzen wie Tschechien oder auch Deutschland. Sie ist sehr gut besetzt, vor allem mit ihren Topspielern aus der NHL. In den vergangenen Jahren hat die Mannschaft bei internationalen Turnieren immer wieder gezeigt, dass sie einen großen Willen hat und sehr stark an sich selbst glaubt. Ich habe im Vorfeld einige Interviews gelesen, in denen deutlich wurde, dass sich die Schweizer zwar auf das Olympiaturnier freuen, ihr Hauptaugenmerk aber auf der Heim-WM in diesem Jahr liegt. Das macht es etwas schwer einzuschätzen, mit welcher Priorität sie dieses Turnier angehen werden. Ich lasse mich da gerne überraschen, glaube aber: Noch mehr als bei Tschechien wäre es eine echte Sensation, wenn die Schweiz ganz bis zum Ende durchmarschiert."

Deutschland - Fragezeichen in der Defensive

"Unsere klaren Stärken liegen in der Offensive. Wir können zwei absolute Top-Reihen aufs Eis stellen, die enormen Druck erzeugen können. Auch unser Powerplay sollte auf dem Papier sehr, sehr stark sein. Dazu kommt die Torhüterposition: Philipp Grubauer spielt bislang eine absolute Top-Saison. Wenn er diese Leistung ins Turnier mitnehmen kann, sind wir im Tor sehr gut aufgestellt. In der Defensive wird man sehen müssen, wie der ein oder andere mit dem hohen Tempo klarkommt, das bei diesem olympischen Turnier gespielt wird. Wenn man die Mannschaftsteile miteinander vergleicht, könnte man hier am ehesten von einer möglichen Schwäche sprechen. Defensive ist aber nicht nur Sache der Verteidiger. Auch die Stürmer sind da gefragt. Ich möchte nicht mit dem Finger auf eine einzelne Position zeigen. Entscheidend wird sein, wie wir als Einheit auftreten, wie die Spieler auf dem Eis zusammenarbeiten. Wenn überhaupt, sollten wir weniger Probleme damit haben, Tore zu schießen, als damit, sie zu verhindern."

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