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Wintersport

Olympia 2026: Drama um Skispringer Raimund und Wellinger - "einfach beschissen und extrem bitter""

  • Aktualisiert: 17.02.2026
  • 13:29 Uhr
  • SID/ran.de

Das Skispringen bei Olympia endet für Andreas Wellinger und Philipp Raimund in einem Drama. Vonseiten des DSV hagelt es Kritik an der Jury.

Drama zum Abschluss nach Start in Gold: Olympiasieger Philipp Raimund hat in der letzten Skisprung-Entscheidung von Predazzo mit Andreas Wellinger eine weitere Medaille ganz unglücklich verpasst.

Im Super-Team-Wettbewerb, der bei nur noch drei ausstehenden Sprüngen abgebrochen wurde, belegte das deutsche Duo Platz vier.

Zu Bronze fehlten 0,3 Punkte - umgerechnet 16 Zentimeter.

Weil heftiges Schneetreiben eine Fortsetzung laut Jury-Meinung nicht mehr erlaubte, wurde der Stand nach zwei von drei Durchgängen gewertet.

Somit siegte Österreich mit Jan Hörl und Stephan Embacher vor Polen und Norwegen.

"Das ist einfach beschissen und extrem bitter", sagte Wellinger. Raimund hatte das deutsche Team mit einem Traumflug im entscheidenden dritten Durchgang nahe an die schon verloren geglaubte Medaille gebracht, dieser wurde aber nicht mehr gewertet.

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Hüttel kritisiert Jury: "Ich bin wütend"

Deutliche Kritik an der Jury äußerte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel: "Ich bin richtig, richtig sauer. Alle Wetter-Apps haben angezeigt, dass nach zehn Minuten der Schneefall aufhört. Diese Wetter-App muss auch die FIS haben. Ich verstehe nicht, dass man nicht eine gewisse professionelle Besonnenheit hat, um diese zehn Minuten noch abzuwarten."

Sandro Pertile verteidigte die Entscheidung. "Wir haben versucht, die Spur zu reinigen, aber wir haben sofort festgestellt, dass das Tempo in der Spur verloren geht. Der Unterschied war deutlich spürbar", sagte der FIS-Renndirektor bei Eurosport.

Hüttel bemängelte zudem den Verzicht auf Vorspringer, die die Spur intakt gehalten hätten. "Während sie beraten haben, ist der einzige Vorspringer gesprungen. Es ist vollkommen klar, dass dann die Spur feucht wird. Man muss als Veranstalter beim normalen Weltcup zwölf Vorspringer haben, damit die Spur permanent durchgefahren wird. Anscheinend war keiner oben", sagte er: "Ich finde das schlichtweg unprofessionell. Das war einfach miserabel schlecht gearbeitet."

Bei der Premiere des Zweier-Mannschaftsspringen am Montagabend zeigte Raimund mit gewerteten Sprüngen auf 137,0 und 137,5 m eine starke Leistung, ehe er im Finale über sich hinaus wuchs - was dann aber hinfällig war. Der zweimalige Olympiasieger Wellinger fiel mit 127,5, 123,5 und nicht mehr gewerteten 130,0 m deutlich ab.

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Schlechtestes Olympia-Abschneiden seit 2010

Somit bleibt für die deutsche Skisprung-Auswahl das schlechteste Olympia-Abschneiden seit Vancouver 2010, als es ebenfalls nur eine Medaille gab, die aber in Silber. Das Super Team hat bei Olympia das klassische Vierer-Team abgelöst. In diesem Wettbewerb holte Deutschland 1994 und 2014 (mit Wellinger) Gold.

Letztmals hatte es vor 16 Jahren in Vancouver nur eine deutsche Skisprung-Medaille, damals waren allerdings die Frauen noch nicht dabei, es standen nur nur drei statt wie heute sechs Wettkämpfe auf dem Programm.

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