ACHT FRANCHISES SUCHEN NACH NEUEM hEAD COACH
NFL - Baltimore Ravens, Miami Dolphins und Co.: Diese Coaches sollten die trainerlosen Teams verpflichten
- Veröffentlicht: 08.01.2026
- 23:49 Uhr
- Raman Rooprail
Nach der Entlassung von Mike McDaniel ist jetzt ein Viertel der NFL auf der Suche nach einem neuen Head Coach. ran schaut sich die Situation jeder Franchise genau an und schlägt für alle Teams einen passenden Head Coach vor.
Von Raman Rooprail
Die Regular Season ist beendet. Und gleich acht Teams, die die Playoffs verpasst haben, sind auf der Suche nach einem neuen Hauptübungsleiter.
Die New York Giants und Tennessee Titans haben bereits während der Saison Nägel mit Köpfen gemacht, am Black Monday zogen die Atlanta Falcons, Arizona Cardinals, Cleveland Browns und Las Vegas Raiders nach, ehe die Baltimore Ravens mit der Entlassung von John Harbaugh ein Beben in der NFL auslösten. Zwei Tage später entschieden sich auch die Miami Dolphins für einen Neuanfang.
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Während die Teams nach und nach die ersten Job-Interviews führen, blickt ran auf alle trainerlosen Franchises und schätzt ein, wohin welcher Head-Coach-Kandidat am besten passt.
Arizona Cardinals
Die Cardinals hatten über die vergangenen drei Jahre mit dem defensiv orientierten Jonathan Gannon einen Head Coach, der es weder geschafft hat, in Arizona eine gute Defense zu etablieren, noch eine Teamkultur zu formen. Darüber hinaus hat Gannon auch die fehlende Entwicklung vom eigentlichen Franchise-Quarterback Kyler Murray zu verantworten, weil er es sich nicht eingestehen wollte, dass Drew Petzing als Offensive Coordinator eine Fehlbesetzung war.
Nach einer völlig verkorksten Saison steht Arizona jetzt nicht nur ohne Head Coach da, auch die Ära von Murray wird aller Voraussicht nach enden. Ohne Quarterback oder eine starke Defense sollte der Fokus jetzt also auf Teambuilding liegen.
So kommen nur zwei verschiedene Trainertypen in Frage. Die Cardinals brauchen einen Kandidaten, der der Franchise entweder mit seiner unverbrauchten Energie neues Leben einhaucht - oder einen erfahrenen Head Coach, der als Menschenfänger bekannt ist und eine klare Richtung vorgeben kann. John Harbaugh ist hier ein logischer Kandidat (wie bei fast jeder Franchise), allerdings spricht aktuell wenig dafür, dass sich der Ex-Ravens-Coach einen der unattraktiveren Head-Coach-Posten schnappt.
ran-Empfehlung: Robert Saleh (aktuell Defensive Coordinator der San Francisco 49ers)
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Atlanta Falcons
Im Gegensatz zu den Cardinals ist die Quarterback-Situation bei den Atlanta Falcons etwas klarer. Nachdem Michael Penix Jr. in seiner Rookie-Saison in drei Spielen beginnen durfte, ging er 2025 als unangefochtener Starter in die Saison. Doch mehr als neun Spiele waren dem Quarterback nicht vergönnt, er verletzte sich am Knie und absolvierte sein letztes Spiel Mitte November.
In diesen neun Partien zeigte Penix Licht und Schatten, letztlich führte der Youngster sein Team nur zu drei Siegen. Nichtsdestotrotz sollte der 25-Jährige auch im kommenden Jahr als Starter in die Saison gehen. Um schnell Klarheit zu bekommen, ob Penix wirklich die Antwort für Atlanta ist, sollten die Falcons sich für einen offensiv ausgerichteten Head Coach entscheiden.
ran-Empfehlung: Klint Kubiak (aktuell Offensive Coordinator der Seattle Seahawks)
Baltimore Ravens
Nach 18 Jahren gibt es einen radikalen Kursumschwung bei den Ravens: John Harbaugh musste nach einer enttäuschenden Saison die Koffer packen. Auch wenn Harbaugh Berichten zufolge sogar bei Teams mit Head Coach Interesse weckt, war seine Geschichte in Baltimore auserzählt. Zu oft scheiterten die Ravens mit starken Teams in den Playoffs, mit Lamar Jackson erreichte Harbaugh nur einmal das AFC Championship Game.
Viele wünschen sich nach Harbaugh jetzt frischen Wind, einen jungen Coach, der vor allem die Offense um Jackson zum Maximum bringen kann. Das sollte auch das Ziel in Baltimore sein.
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Denkbar wäre zwar auch ein defensiv orientierter Head Coach wie Brian Flores, doch sollte die Wahl auf diesen fallen, muss Baltimore für den Posten des Offensive Coordinators ein Ass im Ärmel haben. Mike McDaniel wäre solch ein Ass, aber auch er wird sicherlich Head-Coach-Interviews bekommen.
ran-Empfehlung: Kliff Kingsbury (ehemaliger Offensive Coordinator der Washington Commanders)
Cleveland Browns
Die Entlassung von Kevin Stefanski kam ein wenig aus dem Nichts. Der offensiv veranlagte Coach hat es seit dem Deshaun-Watson-Trade mit einer der schwierigsten Quarterback-Situationen der Liga zu tun. Ob ein neuer Head Coach in Cleveland mehr bewegen kann?
Wenn man Stefanski einen Vorwurf machen kann, dann noch am ehesten im zwischenmenschlichen Bereich. Vermehrt gab es Berichte, dass er gerade die jungen Spieler, allen voran Shedeur Sanders, zu hart rangenommen habe.
Dementsprechend würde auch den Browns ein Menschenfänger gut tun, der gerade die junge Offensive zu einer Einheit formen kann. Denn die Defense war in Cleveland im vergangenen Jahr nicht das Problem. Angeführt von Myles Garrett stellten die Browns eine der besten Verteidigungen der Liga. Daher würde es auch Sinn ergeben, Defensive Coordinator Jim Schwartz zu befördern, um diesen bei einem kompletten Neuanfang nicht zu verlieren.
ran-Empfehlung: Jim Schwartz (aktuell Defensive Coordinator der Cleveland Browns)
Las Vegas Raiders
Nach nur einer Saison ist Pete Carrolls Zeit bei den Las Vegas Raiders wieder vorbei. Die Raiders gingen mit großen Ambitionen in die Saison und statteten Geno Smith mit einem hoch dotierten Vertrag aus - was letztlich eine klare Fehlinvestition war.
Immerhin steht am Ende der Saison der erste Draft-Pick zu Buche, aller Voraussicht nach wird damit ein neuer Quarterback verpflichtet. Um diesem die bestmögliche Entwicklung zu gewähren, sollte Las Vegas auf einen offensiv orientierten Head Coach setzen.
Mit Mike McDaniel ist hier ein Kandidat freigeworden, mit dem die Raiders wohl nicht gerechnet haben. Betrachtet man dessen Einfluss auf einen limitierten Tua Tagovailoa, sollte McDaniel bei der Entwicklung eines jungen Quarterbacks bei jeder Franchise hoch im Kurs stehen.
ran-Empfehlung: Mike McDaniel (ehemaliger Head Coach der Miami Dolphins)
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Miami Dolphins
Interessant war der Zeitpunkt der Entlassung McDaniels. Drei Tage nach dem Black Monday machten die Dolphins ihre Entscheidung öffentlich, zuvor gab es keinerlei Berichte über ein mögliches Aus des offensiv veranlagten Head Coaches.
Ein denkbares Szenario: Die Entlassung von Harbaugh am Dienstagabend könnte in Miami für ein Umdenken gesorgt haben. Dafür spricht auch, dass Dolphins-Besitzer Stephen Ross mit der Harbaugh-Familie gute Kontakte pflegt.
Da Miami jetzt vor einem kompletten Umbruch steht, wäre in erster Linie ein Head Coach gefragt, der die Mannschaft zusammenbringt und ihr eine neue Identität gibt.
ran-Empfehlung: John Harbaugh (ehemaliger Head Coach der Baltimore Ravens)
New York Giants
Die Giants sind eines von zwei Teams, das schon während der laufenden Saison den Head Coach entließ. Brian Daboll fehlten trotz der tollen Entwicklung von Jaxson Dart die Resultate.
Dart sollte bei den Giants Priorität genießen, daher ist ein offensiv veranlagter Kandidat zu bevorzugen. Hier würde sich Kevin Stefanski anbieten, dessen offensive Philosophie sich über Jahre in der NFL bewährt hat, auch wenn ihm in Cleveland oft die Mittel fehlten.
Harbaugh soll auch ein heißer Kandidat in New York sein. Fällt die Wahl auf den Ex-Ravens-Coach, wäre der Offensive Coordinator umso wichtiger.
ran-Empfehlung: Kevin Stefanski (ehemaliger Head Coach der Cleveland Browns)
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Tennessee Titans
Neben den Giants haben auch die Titans während der Saison ihren Head Coach entlassen. In Tennessee gibt es viele Baustellen, aber immerhin zeigte Nummer-1-Pick Cam Ward zuletzt sein Potenzial. Um dieses komplett auszuschöpfen, würde ein Head Coach mit offensivem Mindset Sinn ergeben.
Tennessee fehlt aber seit dem Abgang von Mike Vrabel ein wenig die Identität. Den Titans, die wegen des kleinen Markts rund um Nashville ohnehin ein wenig als graue Maus der Liga gelten, könnte ein charismatischer Head Coach neues Leben einhauchen. Eine Mischung aus beiden Coaching-Typen wäre sicherlich das Best-Case-Szenario.
ran-Empfehlung: Mike McCarthy (zuletzt Head Coach der Dallas Cowboys, 2025 ohne Job)