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NFL: Bill Belichick nicht in Hall of Fame aufgenommen - Tom Brady ist fassungslos

  • Veröffentlicht: 28.01.2026
  • 21:30 Uhr
  • ran

Bill Belichick wird 2026 nicht in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen. Die Entscheidung gegen die Trainer-Legende kann auch Ex-Quarterback Tom Brady nicht nachvollziehen.

Bill Belichick wird in seinem ersten wählbaren Jahr nicht in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen.

"ESPN" berichtete mit Bezug auf Quellen aus dem Umfeld der Abstimmung, dass der legendäre Coach nicht die erforderlichen 40 von 50 Stimmen der Auswahlkommission erreicht hat.

Der 73-Jährige hat in seiner historischen NFL-Karriere mit den New England Patriots sechs Super Bowls als Head Coach und zwei weitere als Defensive Coordinator der New York Giants gewonnen.

Entsprechend schockiert fiel die Reaktion bei zahlreichen Fans und Experten aus - so auch bei seinem langjährigen Weggefährten Tom Brady. Der Ex-Star-Quarterback bezeichnete die Entscheidung des Wahlkomitees gegenüber Radiosender "Seattle Sports 710-AM" als "völlig lächerlich".

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NFL: Tom Brady hinterfragt Entscheidung gegen Belichick

"Ich verstehe das nicht. Ich meine, ich war jeden Tag mit ihm zusammen. Wenn er nicht auf Anhieb in die Hall of Fame aufgenommen wird, dann gibt es wirklich keinen Trainer, der jemals auf Anhieb in die Hall of Fame aufgenommen werden sollte, was völlig lächerlich ist, weil die Leute es verdienen", führte Brady weiter aus.

Für den Playmaker, der 20 Saisons lang unter Belichick bei den Patriots gespielt hat, gibt es keine zwei Meinungen in Bezug auf Belichick: "Er ist unglaublich. Es gibt keinen Trainer, für den ich lieber spielen würde. Wenn ich einen Trainer auswählen müsste, um den Super Bowl mit nur einem Jahr Zeit zu gewinnen, würde ich mich für Bill Belichick entscheiden. Damit ist alles gesagt."

Brady, der ab 2028 selbst für die Aufnahme in die Hall of Fame berechtigt sein wird, brach eine Lanze für seinen Ex-Coach: "Wenn es um Wahlen, Popularität und all das geht, dann willkommen in der Welt der Abstimmungen. Da kann man sich genauso gut für den Oscar bewerben und sich von einer großen Jury sagen lassen, ob man gut ist oder nicht. So funktioniert es leider. Er wird in die Hall of Fame kommen. Letztendlich mache ich mir darüber keine Sorgen."

Wenn es aber soweit ist, werde Belichicks Aufnahme große Tragweite haben: "Im Leben läuft es häufig nicht so, wie man es sich wünscht oder wie man es geplant hat. Aber wir werden alle da sein, um ihn zu feiern, wenn es soweit ist, und es werden viele Spieler und Trainer kommen, die alles schätzen, was er geleistet hat. Sein Engagement für den Sieg und den Einfluss, den er auf unser aller Leben hatte", so Brady.

Belichick war dem Bericht zufolge einer von fünf Finalisten unter den Trainern, Mitwirkenden und ehemaligen Spielern, die zuletzt im Jahr 2000 oder früher in der NFL gespielt haben. Patriots-Owner Robert Kraft war demnach der Finalist unter den Mitwirkenden, Roger Craig, Ken Anderson und L.C. Greenwood waren offenbar die Finalisten unter den Spielern.

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Hall of Fame: Patriots-Owner Robert Kraft spricht sich für Bill Belichick aus

Patriots-Boss Kraft äußerte sich ebenfalls zur Entscheidung gegen Belichick: "Unabhängig davon, welche Vorstellungen über persönliche Differenzen zwischen Bill und mir bestehen mögen, bin ich fest davon überzeugt, dass Bill Belichicks Bilanz und sein Lebenswerk für sich sprechen", erklärte der 84-Jährige in einer Stellungnahme gegenüber der "Associated Press".

Kraft führt aus: "Als Head Coach der New England Patriots hat er über zwei Jahrzehnte lang Maßstäbe gesetzt, was die Leistung auf dem Spielfeld, die Vorbereitung und den anhaltenden Erfolg in der Ära der Free Agency und des Salary Caps in der National Football League angeht. Er ist der beste Trainer aller Zeiten und verdient es zweifellos, auf Anhieb und einstimmig in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen zu werden."

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Belichick hat eine Karrierebilanz von 333-178 einschließlich der Playoffs – damit liegt er in Bezug auf die Gesamtzahl der Trainer-Siege nur hinter Don Shula mit 347.

Die fabelhafte Karriere des NFL-Coaches mit den meisten Super-Bowl-Titeln in der Geschichte verlief jedoch nicht ganz ohne Makel. In der Saison 2007 war er in den "Spygate"-Skandal verwickelt, bei dem sein Team dabei erwischt wurde, wie es während eines Spiels die Defensivsignale der New York Jets gefilmt hat. Daraufhin wurde Belichick mit einer Geldstrafe von 500.000 Dollar belegt.

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