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NFL - Chiefs-General-Manager kritisiert: "Spieler bleiben immer länger am College"
- Veröffentlicht: 26.02.2026
- 15:46 Uhr
- ran.de
Immer mehr Spieler bleiben länger am College, statt den Weg in die NFL zu nehmen. Chiefs-General-Manager Brett Veach sieht das als Problem.
Brett Veach, General Manager der Kansas City Chiefs, hat beim NFL Scouting Combine darüber gesprochen, dass sich immer mehr College-Spieler dazu entscheiden, ein weiteres Jahr dranzuhängen, statt den Schritt in die NFL zu wagen: "Da die NCAA Spielern erlaubt, Geld über 'NIL' zu verdienen, nehmen viele nicht mehr am Draft teil."
Aber was ist "NIL" überhaupt? Über "Name, Image and Likeness" können College-Athleten Geld verdienen, indem sie sich von Unternehmen als Werbefigur engagieren lassen. Das ist Spielern seit 2021 erlaubt, als der Oberste Gerichtshof in den USA ein Verbot der NCAA nach einer Klage kippte.
Je nach Bekanntheitsgrad und sportlicher Leistung verdienen manche College-Spieler dabei mehr, als sie bei einem NFL-Vertrag nach einem möglicherweise späteren Draft-Pick bekommen würden. Dementsprechend nutzen immer mehr Spieler ihre verfügbaren Jahre aus, statt sich nach einer ihrer ersten College-Saisons für den Draft anzumelden.
NFL: "Denke nicht, dass sich das in der nächsten Zeit ändern wird"
Veach erklärte, dass die Chiefs bereits vor Ablauf der Frist für die Anmeldung zum Draft eine erste Version ihres Draft-Boards fertiggestellt hatten, sich dann aber ein großer Teil der Top-Talente entschlossen hatte, am College zu bleiben.
"Als der offizielle Entscheidungstermin für die jüngeren Spieler kam, haben wir meiner Meinung nach über 25 Spieler von unserer Liste gestrichen, die wir unter den Top 75 und Top 100 hatten", sagte Veach.
Und weiter: "Das hat meiner Meinung nach wirklich Auswirkungen auf den Draft, und dann bekommt man mit der Zeit immer ältere und ältere Talente. Ich glaube nicht, dass sich das in nächster Zeit ändern wird, und ich denke, dass wir uns darauf einstellen müssen."
Nun stellen die Chiefs fest, dass hauptsächlich ältere Spieler im Draft vorzufinden sind, die ihre NCAA-Spielberechtigung vollständig ausgeschöpft haben. Das bedeutet wiederum, dass sie einige Spieler draften werden, die älter sind als die Spieler, die derzeit in ihrem Kader stehen.
"Man sieht ihre Geburtsdaten und schaut sich dann den Kader an, und viele unserer Jungs sind genauso jung wie diese Jungs", sagte Veach.
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Kansas City Chiefs: Veränderung vor allem an Tag zwei bemerkbar
Hauptsächlich komme das an Tag zwei des Drafts zur Geltung, so Veach: "Normalerweise sind in der zweiten und dritten Runde diejenigen Spieler, die vielleicht nicht viel gespielt haben, aber noch jung sind. Jetzt wechseln diese Spieler einfach zu einer anderen Schule, werden dort bezahlt und spielen."
Und weiter: "In Runde 2, 3 und 4 bekommt man also eher fertige Produkte und nicht mehr jüngere Nachwuchsspieler, die noch nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft haben. Das ist eine Herausforderung, aber wir müssen uns daran anpassen und unsere Strategie entsprechend ausrichten."
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