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NFL - Philadelphia Eagles: Franchise hat ein unlösbares Problem - ein Kommentar

  • Aktualisiert: 13.01.2026
  • 09:58 Uhr
  • Mattis Oberbach
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Das Aus in der Wild Card Round gegen die San Francisco 49ers bedeutet für den bald Noch-Champion aus Philadelphia, dass in den kommenden Wochen und Monaten höchst unangenehme Probleme angegangen werden müssen. Darunter ein unlösbares. Ein Kommentar.

von Mattis Oberbach

Als noch 43 Sekunden Spielzeit verbleiben, kommt es zur Katastrophe. Zum schlimmsten Moment der NFL-Saison der Philadelphia Eagles.

Kurz vor dem letzten Play der 2025er-Spielzeit - einem 4th Down & 11 - nimmt Head Coach Nick Sirianni die erste von drei Auszeiten.

Dadurch steht fest: Philadelphia würde dieses Play zu einem neuen First Down umwandeln müssen, weil ohne dieses Timeout nicht genug Zeit bleibt, den Ball nochmal zurückzubekommen.

Das Vorhaben scheitert. Krachend.

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Philadelphia Eagles: Der Fisch stinkt vom Kopf

Womit die Spielzeit des Vorjahres-Champions am Ende auch am Head Coach zerschellt. Ein Scheitern, das sich angekündigt hat. Denn der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf.

Denn schon seit Wochen und Monaten, in der Tat die gesamte Saison über, ist die Eagles-Offensive regelmäßig zu spät an die Line of Scrimmage gekommen, weil der Playcall zu spät an die Spieler gegeben wurde. Dauerhaft wurden ganze Bereiche des Spielfelds gemieden, wodurch man wiederum berechenbar wurde.

Und Woche um Woche schien man sich zu weigern, das Wenige, das ganz offensichtlich funktionierte, weiter in den taktischen Fokus zu stellen.

Die Los Angeles Rams warfen am Samstag im Spiel bei den Carolina Panthers jeden ihrer ersten vier Pässe auf Puka Nacua, der sie natürlich alle fing, weil er Puka Nacua ist. Auch der sechste Pass ging auf ihn. Zwei dieser fünf Puka-Plays wurden Touchdowns.

Warum haben die Eagles so etwas nicht mit A.J. Brown gemacht?

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Eagles-Offensive eigentlich gut durchdacht

Diese systemischen Probleme - langsames Playcalling, fehlende Kreativität, nicht aufeinander aufbauende Play-Sequenzen - sind sicher nur zum Teil spontan zu korrigieren und daher eher ein Thema für die Offseason.

Kevin Patullo wurde im Februar 2025 während der Offseason zum Offensive Coordinator befördert, nachdem Vorgänger Kellen Moore die Franchise nach dem Super-Bowl-Sieg verlassen und den Head-Coach-Posten bei den New Orleans Saints übernommen hatte.

Patullo arbeitete vorher seit 2018 erst bei den Indianapolis Colts, dann bei den Eagles unter Sirianni - diese Beförderung kam also nicht plötzlich, sondern war (vermeintlich) gut durchdacht.

Die generellen Schwächen im offensiven Ablauf waren also entweder bekannt und sind nicht angegangen worden, was man als grobe Fahrlässigkeit bezeichnen könnte. Oder aber man hat es versucht, es aber nicht geschafft.

Was dann schlicht nicht gut genug ist und vor allem Patullo unter Druck geraten lässt.

Denn klar: Wie kann bei einem 4th & 11, der die Saison bedeutet, solche Unklarheit herrschen, dass ein überlebenswichtiges Timeout verbrannt wird?

Eagles-Quarterback Jalen Hurts nicht direkt schuld

Wer jetzt "Ja, aber die Spieler und deren Fehler?!" ruft, darf beruhigt sein: Natürlich sind fallengelassene Bälle, verpatzte Blocks und verpasste Tackles durchaus auch den Akteuren auf dem Feld zuzuschreiben.

Dass Quarterback Jalen Hurts bei jedem Windhauch nach rechts aus der Pocket läuft, ist nicht ideal. Aber wenn sogar jeder Gegner von dieser Tendenz weiß, warum werden dann nicht mehr Routen auf die rechte Seite gecallt?

Niemand würde für Aaron Rodgers eine Triple-Option-Offensive aufbauen, weil er nicht (mehr) laufen kann. Wieso werden die Stärken und Schwächen von Hurts nicht durch den Gameplan komplementiert?

NFL - Injury Update vor dem Super Bowl: Seattle Seahawks geben Entwarnung bei Super-Rookie

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<em><strong>Nick Emmanwori (Seattle Seahawks)</strong><br>Glück im Unglück für Nick Emmanwori und die Seattle Seahawks! Nachdem sich der Safety im Training am Knöchel verletzt hatte, gab es nun Entwarnung. Der 21 Jahre alte Rookie, der überragende Playoffs gespielt hat, meldete sich selbst fit. "Ich bin bereit", sagte er. Head Coach Mike Macdonald erklärte zuvor, Emmanwori habe sich nur eine leichte Verstauchung des Knöchels zugezogen.</em>
© Imagn Images

Nick Emmanwori (Seattle Seahawks)
Glück im Unglück für Nick Emmanwori und die Seattle Seahawks! Nachdem sich der Safety im Training am Knöchel verletzt hatte, gab es nun Entwarnung. Der 21 Jahre alte Rookie, der überragende Playoffs gespielt hat, meldete sich selbst fit. "Ich bin bereit", sagte er. Head Coach Mike Macdonald erklärte zuvor, Emmanwori habe sich nur eine leichte Verstauchung des Knöchels zugezogen.

<strong>Drake Maye (New England Patriots)</strong><br>Sollte es noch einen Zweifel an der Einsatzfähigkeit von Drake Maye im Super Bowl gegeben haben, so hat er diese nun endgültig beseitigt: "Ich fühle mich gut. Ich habe gestern geworfen und ich werde bei 100 Prozent sein", kündigte der MVP-Kandidat an. Im Training am Mittwoch war er erstmals wieder uneingeschränkt dabei.
© Getty Images via AFP

Drake Maye (New England Patriots)
Sollte es noch einen Zweifel an der Einsatzfähigkeit von Drake Maye im Super Bowl gegeben haben, so hat er diese nun endgültig beseitigt: "Ich fühle mich gut. Ich habe gestern geworfen und ich werde bei 100 Prozent sein", kündigte der MVP-Kandidat an. Im Training am Mittwoch war er erstmals wieder uneingeschränkt dabei.

<strong>Robert Spillane (New England Patriots)</strong><br>Middle Linebacker Robert Spillane, der in der Defense auch die Plays ansagt, musste die Partie in Denver bereits mit einer Knöchelverletzung verlassen. Seit der Ankunft des Teams in San Francisco hat der Kapitän der Defense noch nicht einmal trainiert.
© ZUMA Press Wire

Robert Spillane (New England Patriots)
Middle Linebacker Robert Spillane, der in der Defense auch die Plays ansagt, musste die Partie in Denver bereits mit einer Knöchelverletzung verlassen. Seit der Ankunft des Teams in San Francisco hat der Kapitän der Defense noch nicht einmal trainiert.

<strong>Josh Allen (Buffalo Bills)</strong><br>Josh Allen hat fast zwei Wochen nach der knappen 33:30-Niederlage seiner Buffalo Bills gegen die Denver Broncos verraten, dass er mit einem gebrochenen Knochen im Fuß auf dem Feld gestanden habe: "Es war keine optimale Situation und schmerzhaft während der letzten Wochen." Der Quarterback fügte hinzu, dass es eine alte Verletzung sei, die in Woche 16 gegen die Browns wieder aufgebrochen sei. Nun konnte er operiert werden und wird voraussichtlich zum Saisonstart bereit stehen.
© 2026 Getty Images

Josh Allen (Buffalo Bills)
Josh Allen hat fast zwei Wochen nach der knappen 33:30-Niederlage seiner Buffalo Bills gegen die Denver Broncos verraten, dass er mit einem gebrochenen Knochen im Fuß auf dem Feld gestanden habe: "Es war keine optimale Situation und schmerzhaft während der letzten Wochen." Der Quarterback fügte hinzu, dass es eine alte Verletzung sei, die in Woche 16 gegen die Browns wieder aufgebrochen sei. Nun konnte er operiert werden und wird voraussichtlich zum Saisonstart bereit stehen.

<strong>Zach Charbonnet (Seattle Seahawks)</strong><br>Schlimme Nachricht für die Seattle Seahawks: Running Back Zach Charbonnet hat sich entgegen erster optimistischer Prognosen doch schwer verletzt. Der 25-Jährige zog sich beim Blowout-Sieg gegen die San Francisco 49ers in der Divisional Round einen Kreuzbandriss zu und wird nicht nur die restlichen Playoffs, sondern wohl auch einen erheblichen Teil der kommenden Saison verpassen.
© Imagn Images

Zach Charbonnet (Seattle Seahawks)
Schlimme Nachricht für die Seattle Seahawks: Running Back Zach Charbonnet hat sich entgegen erster optimistischer Prognosen doch schwer verletzt. Der 25-Jährige zog sich beim Blowout-Sieg gegen die San Francisco 49ers in der Divisional Round einen Kreuzbandriss zu und wird nicht nur die restlichen Playoffs, sondern wohl auch einen erheblichen Teil der kommenden Saison verpassen.

Hurts übrigens ist nicht direkt schuld.

Man bräuchte heute nicht über den Eagles-Scherbenhaufen sprechen, wenn Star-Wide-Receiver A.J. Brown zumindest einen der tiefen Bilderbuch-Pässe gefangen hätte, die ihm von Hurts quasi mit einem Pinsel in die Handschuhe gemalt wurden.

Vielmehr ist Hurts - wie auch Brown, wie auch Devonta Smith, wie noch weitere offensive Spieler - wieder und wieder und wieder anzusehen, wie aktiv unwohl sie sich mit dem Playcalling fühlen.

Das Gefühl, von anderen aus nicht nachvollziehbaren Gründen am Erreichen des eigenen Limits gehindert zu werden, führt logischerweise früher oder später zu kleinen oder großen Fehlern, weil man nicht nur den Gegenspieler schlagen muss, sondern auch noch die eigene Taktik.

Was also soll sich ändern? Was muss sich ändern?

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Philadelphia Eagles: Fast keine Baustellen

Fast jede Position bei den Eagles ist und bleibt mit Spielern besetzt, die zur Spitze in der Liga gehören. Auf welchen Positionen müssen sich die Eagles drastisch verstärken? Wo sind die Schwachstellen?

Es sind fast keine auszumachen.

Das bedeutet, dass dieser Kader in der Theorie so gehalten werden könnte, ohne wirklich an den Playoff- und Titel-Ambitionen zu kratzen. Man kann Offensive Coordinator Patullo entlassen. Aber solange Nick Sirianni Head Coach ist, wird es auch seine Offensive sein. Denn die ist so gewollt.

Und somit endet dieser Beitrag dort, wo er begann, nämlich am Kopf des Fisches: Sirianni wird man kaum entlassen, nachdem er zwei Super Bowls in sechs Saisons erreicht und einen davon gewonnen hat.

So stehen die Philadelphia Eagles Anfang 2026 vor einem scheinbar unlösbaren Problem.

Auch interessant: NFL Playoffs: Eagles-Coach Nick Sirianni verteidigt A.J. Brown nach dessen folgenschweren Patzer. Und: NFL: Matthew Stafford sticht Drake Maye aus - da sind die offiziellen All-Pro Teams

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