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Neun Teams ohne Head Coach

NFL: Wie attraktiv sind die Buffalo Bills? Offene Head-Coach-Stellen gerankt

  • Aktualisiert: 19.01.2026
  • 19:55 Uhr
  • Kai Esser

Acht Franchises stehen in der NFL aktuell ohne Head Coach da. Doch welche Teams sind die attraktivsten Anlaufstellen? ran rankt die offenen Trainer-Jobs.

von Kai Esser

Raheem Morris, Jonathan Gannon, Pete Carroll, John Harbaugh, Brian Daboll, Brian Callahan, Kevin Stefanski, Mike McDaniel, Mike Tomlin und Sean McDermott.

Das ist die Liste der Head Coaches, die während oder nach der Regular Season 2025 in der NFL entlassen wurden oder ihren Posten aufgaben. Während bereits Harbaugh bei den New York Giants und Stefanski bei den Atlanta Falcons unterkamen, suchen noch acht Teams einen neuen Hauptübungsleiter.

Doch welches Team bietet den attraktivsten Arbeitsplatz? ran macht den Check.

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Platz 8: Miami Dolphins

Nach vier Saisons unter Mike McDaniel ist für das offensive Mastermind Schluss in Florida, McDaniel ist letztlich an der fehlenden Entwicklung von Tua Tagovailoa gescheitert. Die Dolphins haben ihn entlassen.

Apropos Tua: Der pompöse Vertrag des Quarterbacks ist schlecht gealtert, die Dolphins schauen sich in der Offseason wohl nach einem neuen Quarterback um. Das wird nicht ganz so leicht, aktuell steht Miami beim Salary Cap bei rund acht Millionen Dollar im Minus.

Zusammen mit einem neuen General Manager steht in Miami also zunächst ein großer Umbruch an. Neben Tagovailoa wird wohl auch Tyreek Hill die Franchise verlassen.

Ein neuer Head Coach wird dementsprechend Geduld brauchen - und bei der Klubspitze eine lange Leine fordern, damit nicht bereits nach einem Jahr Schluss in Miami ist.

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Platz 7: Arizona Cardinals

Auch Jonathan Gannon hat es als Head Coach nicht geschafft, die Arizona Cardinals zum Erfolg zu führen. Dabei ist der defensiv-fokussierte Trainer nicht einmal so sehr an seinem Ansatz gescheitert, er brachte schlichtweg nicht die erforderlichen Soft Skills als Motivator und Kommunikator mit.

Seit Jahren haben die Cardinals einen schlechten Ruf, beim jährlichen Ranking der Spieler landet Arizona in Sachen Trainingsbedingungen regelmäßig auf dem letzten Platz. Die Cap-Situation ist mit 25 Millionen Dollar an Budget zwar aktuell okay, Quarterback Kyler Murray scheint jedoch auf dem Abstellgleis zu stehen - seine Leistungskurve geht seit Jahren nach unten.

Immerhin: Mit Marvin Harrison Jr. haben die Cardinals einen Spieler mit großem bislang ungenutztem Potential, Michael Wilson hat sich als weiterer Wide Receiver im Team einen Namen gemacht. Dennoch dürften die Cardinals für niemanden die erste Wahl sein.

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Platz 6: Cleveland Browns

Nur unwesentlich besser sieht die Quarterback-Situation bei den Browns aus. Shedeur Sanders hat sein Talent das ein oder andere Mal aufblitzen lassen, insgesamt war es jedoch eine unterdurchschnittliche Rookie-Saison für ihn.

Mit Dillon Gabriel und dem noch immer verletzten Deshaun Watson, dessen komplett garantierter Vertrag die Franchise einschränkt, stehen weitere Fragezeichen im Roster. Die Spielmacher-Position könnte mögliche Kandidaten unter den verfügbaren Coaches abschrecken.

Auch die Offensive Line, das Prunkstück der Browns bei den letzten Playoff-Teilnahmen, hakt gewaltig. Teams schaffen es immer wieder, sie nahezu mühelos zu überwinden. Die Defense ist angeführt von Myles Garrett allerdings eine der besten der Liga.

Immerhin: Rookie-Running-Back Quinshon Judkins hat bis zu seiner Verletzung viel Spaß gemacht und sollte 2026 wieder bei 100 Prozent sein.

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Gerade für einen defensiv denkenden Coach dürfte die Defense jedoch eine regelrechte Oase sein. Myles Garrett, Devin Bush, Carson Schwesinger, Denzel Ward, um nur ein paar Namen zu nennen. Die Browns Defense ist mehr als legit.

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Platz 5: Tennessee Titans

Bei den Tennessee Titans dürfte vor allem die Cap-Space-Situation interessant sein. Stand jetzt hat kein Team in der kommenden Offseason mehr Geld für neue Spieler zur Verfügung als die Titans (rund 113 Millionen Dollar, Quelle: Spotrac).

Dafür hat der Kader jedoch überall Lücken. Offensive Line, Receiver, Defensive Backfield - überall bräuchte es neue Spieler, um die Qualität in Nashville zu erhöhen.

Immerhin: Seit der Bye Week hat sich Rookie-Quarterback Cam Ward deutlich stabilisiert und mit den Receivern Chimere Dike und Elic Ayomanor zwei vielversprechende Anspielstationen mit Potential.

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Platz 4: Pittsburgh Steelers

Nach 19 Jahren endet eine Ära bei den Pittsburgh Steelers: Mike Tomlin ist nicht mehr Head Coach in Pennsylvania. Er zieht sich aus freien Stücken zurück.

Und nun? Die Steelers stehen vor dem größten Umbruch der Dekade, denn nicht nur Aaron Rodgers und die Quarterback-Position brauchen eine Revolution, sondern die komplette Offense sowie eine alternde Defensive Front. In Pittsburgh steht eine Menge Arbeit an.

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Das Positive: Die Steelers hatten in den vergangenen 55 Jahren nur drei Head Coaches. Wer auch immer dort anheuert, wird Zeit bekommen. Die Rooney-Familie, der die Franchise gehört, entlässt keine Coaches. Und wenn es drei, vier Jahre dauert, um wieder ein kompetentes Team zu sein, die Zeit wird es geben.

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Platz 3: Las Vegas Raiders

Auf den ersten Blick ist die Situation bei den Raiders nicht nur angespannt, sondern auf Alarmstufe Rot. Auf den zweiten Blick jedoch scheinen die Raiders gar keine so schlechte Option für ein potentielles Engagement.

Mit 87 Millionen Dollar Cap Space liegen nur zwei Teams aktuell vor ihnen und im Gegensatz zu den Titans haben die Raiders bereits einige Star-Spieler im Roster: Tight End Brock Bowers, Running Back Ashton Jeanty sowie Defensive End Maxx Crosby. Letzterer würde zwar wohl gerne gehen, aber die Kompensation dürfte es dann wenigstens in sich haben.

Zudem haben die Raiders den ersten Pick im Draft. Favorit dafür ist aktuell College-Quarterback Fernando Mendoza, der für viele offensiv denkende Trainer ein attraktives Projekt sein könnte. Tom Brady, Minderheitseigentümer der Franchise, schwärmte bereits vom jungen Playmaker.

Mit einer Free Agency, in der ordentlich in die Offensive Line investiert werden könnte, wären die Raiders ein heißer Kandidat für einen schnellen Turnaround.

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Platz 2: Baltimore Ravens

Eigentlich haben die Baltimore Ravens alles, was man sich nur wünschen kann als kommender Head Coach. Ein Quarterback, der bereits mehrmals MVP wurde und immer noch als einer der Besten im Geschäft gilt.

Ein zukünftiger Hall of Famer auf der Running-Back-Position mit Derrick Henry und eine Defense, die auf dem Papier vor Qualität nur so strotzt.

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Allerdings rühren die Probleme der Mannschaft mehr von Spannungen innerhalb des Teams. Angeblich konnte Quarterback Lamar Jackson nicht gut mit Offensive Coordinator Todd Monken. Henry soll derweil frustriert über Spiele gewesen sein, in denen er nur selten zum Einsatz kam.

Allerdings: Bringt der zukünftige Cheftrainer diese Unruhen unter Kontrolle und hat zwei fähige Coordinators an seiner Seite, dann sind die Ravens sofort wieder ein Kandidat für den Super Bowl im Jahr 2026.

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Platz 1: Buffalo Bills

Nach neun Spielzeiten, in denen acht Mal die Playoffs erreicht wurden, haben sich die Buffalo Bills von Head Coach Sean McDermott getrennt. Oftmals waren dabei die Hoffnungen nach starken Regular Seasons groß, zu einer Teilnahme am Super Bowl hat es aber nicht reichen.

Und genau das wird auch von seinem Nachfolger erwartet: Star-Quarterback Josh Allen, der im Mai 30 Jahre alt wird, endlich die Chance auf seinen ersten Titel zu gewähren. McDermotts Postseason-Bilanz von 8-8 war für das große Ziel einfach zu wenig.

Es liegt nun an General Manager Brandon Beane, der sogar noch befördert wurde und fortan alle Aspekte der Franchise als President of Football Operations überwacht, den idealen neuen Coach zu finden.

Anders als McDermott soll dieser das Team endlich auf Championship-Kaliber heben und die Schwächen des Rosters in der Offseason addressieren.

Auch wenn die Aufgabe und die Zusammenarbeit mit dem noch amtierenden MVP Allen äußerst vielversprechend sein mag: Die Erwartungen sind gewaltig, viel Zeit für einen schrittweisen Neuanfang wird der neue starke Mann in Buffalo nicht gewährt bekommen. Er ist ab Tag eins zum Siegen verdammt.

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