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S04-Fans im Rausch

FC Schalke 04 - Edin Dzeko: Der "Mini-Raul" der 2. Bundesliga - ein Kommentar

  • Veröffentlicht: 21.01.2026
  • 12:49 Uhr
  • Mike Stiefelhagen

Der Dzeko-Deal hätte für den FC Schalke 04 einen kleinen Raul-Effekt! Der S04 kann mit einem Transfer des 39-Jährigen eigentlich nur gewinnen. Ein Kommentar.

Von Mike Stiefelhagen

Am 28.07.2010 finalisierte der FC Schalke 04 den größten Transfercoup der Vereinshistorie: Raul, die Legende von Real Madrid, schloss sich ablösefrei den Königsblauen an.

Es folgten wunderbare Jahre. Sportlich war Schalke in Deutschland oben mit dabei. Die Zeiten haben sich geändert. Die Strahlkraft hat gelitten, sucht für die sportlichen Verhältnisse aber noch immer seinesgleichen.

Denn wieder stehen die Schalker vor einem imagereichen Deal: Edin Dzeko, einer der besten Stürmer der letzten 20 Jahre, steht vor einem Wechsel nach Gelsenkirchen.

Für die 2. Bundesliga ein Traum. Torschützenkönig der Bundesliga (09/10), Serie A (16/17) und Europa League (16/17), Deutscher Meister mit dem VfL Wolfsburg, zwei Mal Englischer Meister mit Manchester City (11/12 & 13/14).

371 Tore in 856 (!) Pflichtspielen sowie 72 Treffer in 146 Länderspielen für Bosnien-Herzegowina.

Die Kehrseite: Er ist 39 Jahre alt. Zuletzt angeschlagen. Kaum Spielzeit bei der AC Fiorentina. Ist der Hype gerechtfertigt?

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Schalke: Dzeko-Deal hätte kleinen Raul-Effekt

Ein klares Ja! Es darf angezweifelt werden, ob Dzeko dem laufintensiven Spielstil seines Landsmannes Miron Muslic noch intensiv folgen kann. Aber das muss er gar nicht.

Schalke stellt die beste Defensive der Liga, wenn was fehlt, dann ein abschlussstarker Schütze.

Und knipsen kann er auch! In den letzten Spielen mit der Nationalmannschaft spielte er über die vollen 90 Minuten. Als Kapitän von Bosnien & Herzegowina. Traf mehrfach.

Die Aufgabe Dzekos wäre nicht das pure Pressing. Seine Aura, seine Präsenz, seine Erfahrung. All das würde Schalke auf ein neues Level heben. Wie einst Raul geht es nicht nur um die eigenen Fähigkeiten, es geht darum, auch alle drumherum zu stärken.

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Dzeko-Hype größer als jedes Risiko

Es wäre prestigeträchtig. Und Sportvorstand Frank Baumann glänzte mit seinen letzten Deals. Kein Harakiri.

Finanziell soll Dzeko mit Boni bei Treffern gelockt werden und einer möglichen Aufstiegsprämie. Schalkes Strahlkraft, die atmosphärische Arena, seine Verbindungen zu Nikola Katic und Muslic sollen reizen. Ex-Schalker Sead Kolasinac vermittelte.

Dzeko sucht einen Ort, seine Karriere ausklingen zu lassen. Ist dabei immer noch ein Monster vor dem Tor. Und wenn er nur als Einwechselspieler und Trainingssenpai fungieren würde - wenn das finanziell stemmbar ist, ist das ein Pflichttransfer.

Der Hype ist größer als das Risiko.

Dzeko macht Schalke bos(s)nisch

Im schlimmsten Falle ist er nicht fit genug. Dann wäre es ein Versuch. Aber der Name "Dzeko" mit der kolportierten Nummer "10" in der Veltins-Arena würde alles anzünden. Fans, Mitspieler und den Glauben an den Aufstieg und bessere Zeiten.

Es wäre der Legendeneffekt eines Rauls, der Youngsters wie Julian Draxler oder Max Meyer massiv ausbildete. Den aktuellen Schalke-Talenten ginge es ähnlich.

Vor sieben Monaten drohte der Abstieg in die 3. Liga. Jetzt kommt wohl Dzeko.

Schalke wird nicht nur bosnisch. Sondern bossnisch.

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