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Bundesliga: Eintracht Frankfurt verspielt Sieg bei Riera-Debüt - Kaua Santos im Pech
- Aktualisiert: 07.02.2026
- 00:05 Uhr
- SID
Eintracht Frankfurt verpasst einen Auswärtssieg bei Union Berlin nur knapp. Kurz vor dem Ende können die Eisernen per Elfmeter ausgleichen. Ein bitterer Moment für Keeper Kaua Santos.
Hoffnungsträger Albert Riera hat bei seinem Debüt als Trainer von Eintracht Frankfurt den ersehnten Befreiungsschlag verpasst. In einem lange mauen Bundesligaspiel bei Union Berlin kamen die kriselnden Hessen am Freitag nur zu einem 1:1 (0:0).
Der große Effekt durch den Wechsel an der Seitenlinie blieb also zunächst aus, seit nun neun Pflichtspielen ist Frankfurt ohne Sieg - zumindest die Defensive wirkte aber stabiler als zuletzt.
Nathaniel Brown (84.) hatte die Frankfurter ganz spät in Führung geschossen, doch Leopold Querfeld (87./Foulelfmeter) glich kurz darauf aus. Frankfurt musste das Spiel zu zehnt beenden, weil Oscar Höjlund (86.) Gelb-Rot sah.
Riera stoppt Negativ-Serie
Der Spanier Riera, der den am Ende glücklosen und Mitte Januar geschassten Dino Toppmöller in Frankfurt ersetzte, beendete immerhin die seit vier Partien andauernde Pleitenserie und sprang mit Frankfurt vorerst auf Tabellenplatz sieben.
Für die Wende wird es jedoch mehr brauchen als das, was die Frankfurter in der Hauptstadt anboten – vor allem offensiv. Union ist derweil seit sechs Ligaspielen sieglos.
Vier Trainingstage hatte der neue Coach gerade einmal, um die Eintracht umzukrempeln. Bei seinen markigen Auftritten vor der Presse hatte Riera angekündigt: "Man wird ein ganz anderes Team sehen, selbst bei Einwürfen wird es anders sein."
Personell blieb es im Vergleich zur 1:3-Pleite gegen Bayer Leverkusen aber bei moderaten Anpassungen. Fares Chaibi und Höjlund kamen für Aurèle Amenda und den gesperrten Ellyes Skhiri in die Startelf.
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Pyro-Choreo sorgt für Spielunterbeechung
Auf dem Rasen geschah zu Beginn herzlich wenig, dafür umso mehr auf den Rängen. Nach einer groß angelegten Pyro-Choreo der Union-Fans unterbrach Schiedsrichter Sören Stork das Spiel für rund sechs Minuten.
Doch auch danach gestaltete sich die Partie wenig ansehnlich. Rieras Team, das mit einer Viererkette verteidigte, war nach 20 Gegentoren aus sieben Spielen sichtlich um defensive Stabilität bemüht.
Gleichzeitig vermochten die Gäste aber aus dem vielen Ballbesitz, den Union ihnen im ersten Durchgang erlaubte, kaum Torchancen zu erspielen.
In der Folge wurde Union kurz vor der Halbzeit etwas mutiger. Einen Volleyschuss von Aljoscha Kemlein (41.) lenkte der in den vergangenen Wochen oft wacklige Eintracht-Torwart Kaua Santos, auf den auch Riera setzt, über die Querlatte. Bis zur Pause gab es keine einzige Torchance der Frankfurter.
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Turbulente Schlussphase: Santos mit Pech beim Elfmeter
Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts agierte Rieras Mannschaft noch viel zu ungefährlich. Erst elf Minuten nach Wiederanpfiff spielte Arnaud Kalimuendo den vorgerückten Höjlund gut frei, am Fünfmeterraum verzog der Mittelfeldspieler jedoch kläglich über das Tor.
Lange suchten beide Teams nun vergeblich nach Wegen vor das gegnerische Tor, ehe es am Ende doch nochmal heiß her ging. Frankfurt sah nach dem Treffer von Brown wie der Sieger aus, ehe es zum folgenschweren Foul von Oscar Höjlund kam, der einen Elfmeter und Gelb-Rot zur Folge hatte.
Santos war am schwach geschossenen Elfmeter von Querfeld noch dran, jedoch rutschte ihm der Ball unglücklich unter dem Körper durch. Eine bezeichnende Szene für den nicht gerade vom Glück verfolgten Keeper, dem ein gehaltener Elfmeter sehr gut getan hätte - wie auch der gesamten Eintracht.